Fünf Zahnärzte in acht Jahren.
Vor acht Jahren (davor ca. 3 Jahre Zahnarztabstinenz) war ich als Neupatient in einer Gemeinschaftspraxis zur normalen Kontrolle.
Ober und Unterkiefer wurden geröntgt.
Danach erklärte mir der Zahnarzt anhand der Röntgenbilder, dass ich fünf Stellen mit Karies habe. Diese Kariesstellen sollten sich alle an den Zahnseiten zwischen zwei Zähnen jeweils an einem Zahn befinden.
Habe dann einen Termin für die erste Zahnbehandlung vereinbart.
Die Behandlung führte ein anderer ZA dieser Gemeinschaftspraxis durch.
Dieser ZA betäubte den zu Behandelnden Bereich mit einer Spritze und wollte keine Minute später anfangen zu bohren. Natürlich hatte ich Schmerzen weil die Spritze ihre Wirkung noch nicht entfaltet hatte, gab das auch dem ZA zu verstehen, dieser unterbrach seine Behandlung und verlies schlecht gelaunt den Behandlungsraum mit zuschlagen der Behandlungstür.
Habe zwar dem noch seine angefangene Behandlung zu Ende bringen lassen aber nie wieder mich in dieser Praxis behandeln lassen.
Nach ca. einem Jahr suchte ich mit den Röntgenbildern des vorherigen Zahnarztes einen neuen Zahnarzt auf.
Dieser hätte dann eigentlich feststellen müssen das ich ja noch an mindestens vier Zahnstellen Karies habe müsste.
Dieser ZA stellte aber nichts fest!
Ein Wunder?
Selbstheilung?
Es gab zwei Möglichkeiten der erste Zahnarzt hat mich angelogen und betrogen (aus heutiger Sicht war das auch so gewesen) oder der jetzige war in seinem Beruf als ZA nicht kompetent genug.
Vorerst blieb ich bei diesem Zahnarzt in dieser Zeit kam ich zweimal im Jahr zur Kontrolle.
Lies mir einmal eine Prophylaxebehandlung aufschwatzen, wo die ZAH mir dann auch noch ein Mundspülung für ca. 50.- Euro aufdrängen wollte. Habe aber dankend abgelehnt.
Alle weiteren sechs Monate, wo ich dort zur Kontrolle war, versuchte mir der ZA immer wieder eine erneute Prophylaxebehandlung anzudrehen, obwohl ich ihm mehrmals zuverstehen gab, dass ich keine weitere haben möchte.
Dieses Verhalten war letztlich auch der Grund warum ich nach ca. zweieinhalb Jahren diese Praxis nicht mehr aufsuchte.
Für die nächsten anderthalb Jahre gab es keinen Zahnarztbesuch.
Danach faste ich wieder den Entschluss einen Zahnarzt zur Kontrolle aufzusuchen.
Dieser teilte mir in der Behandlung mit das mein Backenzahn, der eine große Amalgamfüllung besaß, (und auch noch heute besitzt) einen kleinen Riss hat. Dieser Backenzahn müsste gezogen werden (…).
Auf einem Monitor zeigte er mir dann entsprechende Bilder, die er zuvor mit so einer „Zahnkamera“ gemacht hatte.
Als ich zu ihm sagte, dass ich da keinen Riss erkennen kann, brachte er einen herablassenden Spruch (…).
Also wieder Zahnarztwechsel!
Eine zweite Meinung einholen!
Für den Termin musste ich dann einige Monate warten, zwischenzeitlich löste sich eine 15 Jahre alte Amalgamfüllung an einem anderen Zahn auf.
Dies gab ich auch dem neuen ZA zu verstehen das er diesen Zahn schnellstmöglich behandeln müsste.
Der entgegnete mir bevor er diesen Zahn behandeln wird müsste ich eine Prophylaxe
(ca. 80.- Euro) durchführen lassen.
Und ein Riss im Backenzahn (vom ZA davor) wurde auch nicht festgestellt, habe ihn damals in der Behandlung direkt darauf angesprochen ob mit diesem (speziellen) Zahn alles in Ordnung ist, ohne ihm die Diagnose des anderen ZA mitzuteilen.
Da dieser ZA eine Prophylaxe als Voraussetzung für eine notwendige Zahnbehandlung verlangt hatte war das für mich wieder ein Grund den selbigen zu wechseln.
Wer lange sucht, der findet.
Endlich fand ich einem Zahnarzt (vom Lande) der den Zahn mit der sich „auflösenden“ Amalgamfüllung behandelte ohne mir noch zusätzlich kostenpflichtige Zusatzleistungen aufschwatzen zu wollen.
Bis zum heutigen Tage hatte ich keine Probleme mit meinen Zähnen.
Die zuvor gemachten Diagnosen der anderen Zahnärzte wurden nicht bestätigt.
Kein Karies, kein Riss im Zahn.
Eine Prophylaxebehandlung war bis heute auch nicht mehr notwendig.
Fazit: Uns Laien können Zahnärzte viel erzählen, wir können letztendlich ihnen Vertrauen
oder uns eine zweite oder dritte Meinung einholen.