-
Zitat
Original geschrieben von Goyale
Auf den Tag freue ich mich, weil dann die Züge immer pünktlich sind.
Typisch Ahnungsloser. Nur weil ein Zug automatisch fährt heisst das noch lange nicht dass der Zug auch pünktlich ist. Die vorgeschriebenen Streckengeschwindigkeiten werden doch nicht aufgehoben. Züge können liegenbleiben. Die Stellwerkstechnik kann trotzdem ausfallen. Und die unvernünftigen Kunden bleiben auch erhalten. Glaubt ihr im Ernst dass eine Automatisierung alle Probleme lösen kann? Also bitte hört auf solche unqualifizierten Aussagen zu machen.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] Die dürfen nicht mehr als du und ich [...]
Doch sie dürfen. Die haben sogar Handschellen und Pfefferspray. Die dürfen auch die Identität feststellen. Das Zugbegleitpersonal darf das nur im Rahmen von Schwarzfahrten, sonst aber nicht.
Aber selbst wenn mehr Personal genehmigt wird. Wo soll es herkommen? Wer geht heute noch freiwillig zur Bahn? Und selbst wenn es welche gibt. 9 von 10 Bewerbern fallen laut Statistik durch die MPU.
Und das mit dem Zaunpfosten habe ich nicht gelesen. Ist das klar? Solche Beleidigungen sind strafbar. Mal davon abgesehen sind das alles hoch ausgebildete Mitarbeiter. Solche Fehler haben nichts mit dem IQ zu tun, sondern mit Menschlichkeit. In der Ausbildung lernt man soetwas nicht.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] dass sie ihre Aufgabe mit dem zur Verfügung gestellten Personal nicht bewältigt bekommen [...]
Ziemlich realitätsfremd. Für ein Spiel in der Woche gleich 2 neue Leute (je Strecke) einstellen? Oder Leute aus dem Urlaub oder Ruhetagen holen? Oder Strecken, auf den Zugbegleitpersonal festgelegt ist, einfach mal ohne Zugbegleitpersonal fahren lassen? Du hast Vorstellungen wie ein Haus so hoch. Wärst Du auch bereit entsprechend höheres Fahrgeld zu zahlen? Und wärst Du bereit den Eisenbahnern beim Kampf um höhere Rechte (teilweise polizeiliche Rechte) zu unterstützen? Du kannst noch soviele Zugbegleiter einsetzen, mehr Rechte haben die trotzdem nicht. Und ohne entsprechende Rechte können sie reden soviel sie wollen, taube Ohren bleiben taube Ohren.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] Wenn solche Ereignisse, die du da beschreibst, den Fahrplan gefährden, dann muss man darauf entsprechend reagieren [...]
Dann fahre nach Berlin und sag das Herrn Grube. "Wir" können nur mit dem Personal arbeiten das verfügbar und berechtigt ist.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] Natürlich ist hier auch derjenige gefragt, der die Dienstpläne macht. Der hat dafür zu sorgen, dass auf den "problematischen" Strecken dann einfach mehr Zugpersonal mitfährt [...]
Der Personaleinsatzplaner hat nicht zu bestimmen wieviel Personal mitfährt, denn dazu ist er nicht berechtigt. Die Anzahl der Zugbegleiter legen andere fest, und nicht die PEP. Noch nicht einmal die Führungskräfte haben das Recht dazu.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] dass man mit "normaler" Anstrengung auf sein ursprüngliches Gehalt kommt. Ist man faul, fällt man zurück, ist man engagiert, bekommt man mehr [...]
Wie bereits erwähnt funktioniert dass nicht überall. Bei uns fahren immer gleichviel Züge. Da ist nichts mit "Anstrengen", denn das gibt der Fahrplan nicht her. Dafür gibt es ja die unterschiedlichen Eingruppierungen.
-
Zitat
Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] Das Zugpersonal hat für den reibungslosen Ablauf zu sorgen [...]
Dann solltest Du mal Zugpersonal machen. Wenn Du da Gewalt anwendest wirst Du sehr schnell vor Gericht stehen. Man wird doch teilweise schon angezeigt wenn man nur etwas laut wird. Ich möchte Dich mal sehen wie Du einen Haufen Fußballfans beibringen willst sich auf die Eingänge zu verteilen. Da könnte es leicht passieren dass Du etwas auf die Mütze bekommts. Es kann doch nicht sein dass man alles auf das Zupersonal schiebt oder abwälzt. Das Zugpersonal kann nur mit den Mitteln arbeiten die der Arbeitgeber und das Gesetz bieten. Ein bisschen fair musst Du schon bleiben.
Dennoch bin ich gegen variable Entlohnung als Einzelvergütung. Ein Grundgehalt, welches dem derzeitigen entspricht (oder auch etwas mehr) und dann zusätzlich eine variable leistungsabhängige "Belohnung". Dann würden die die viele Sonderschichten zum Wohle des Betriebes leisten viel bekommen, und die die sich ständig verweigern nur das Grundgehalt.
-
Und das mit den Kunden ist kein "Schuldsuchen". Wenn sich Fahrgäste an die Gurgel gehen muss der Zug stehenbleiben und die BP zugezogen werden. Auch Kunden können mit dem richtigen Verhalten die Pünktlichkeit positiv beeinflussen. Aber wenn alle Kunden in/aus einen Einstieg/Ausstieg wollen, weil der Weg zum anderen Einstieg/Ausstieg zu weit ist, ist die Pünktlichkeit schnell dahin.
-
Dann musst Du aber alle an der Zugfahrt beteiligten Mitarbeiter für Pünktlichkeit belohnen, und nicht nur die Lokführer. Sonst schaffst Du eine priviligierte Gesellschaft unter den Bahnmitarbeitern. Der Lokführer kann nicht pünklich sein ohne das Ortpersonal. Und wir können Störungen nicht beeinflussen. Wir können z.B. einen Drahtseilbruch nicht beeinflussen, wenn es reißt dann reißt es.
-
Bei uns z.B. wären variable Vegütungen nichts wert. Denn wir können nur das leisten was es an Zugfahrten gibt. Und wir können auch nichts für Verspätungen, also würde man uns bestrafen wenn wir bei Verspätungen weniger bekämen. Aber man könnte doch erneut eine Erfolgsbeteiligung aushandeln (jeder von uns freut sich über 600,- Euro mehr im Jahr, auch wenn es Brutto ist). Aber die Bahn mag den Kleinen keine Erfolgsbeteiligung mehr geben.
Mal davon abgesehen können auch Lokführer nichts für Verspätungen. Wenn die Technik ausfällt kann man nicht mehr pünktlich sein. Und die Schiene ist nicht die Autobahn, auf der man eben mal schnell auf die Tube drücken kann. Aber auch Kunden verursachen einen großen Teil der Verpätungen, z.B. wenn 100 Leute in einen kleinen Triebwagen erzwingen ihre Fahrräder mitnehmen zu können (das Problem haben wir jedes Jahr).