Dann musst Du aber alle an der Zugfahrt beteiligten Mitarbeiter für Pünktlichkeit belohnen, und nicht nur die Lokführer. Sonst schaffst Du eine priviligierte Gesellschaft unter den Bahnmitarbeitern. Der Lokführer kann nicht pünklich sein ohne das Ortpersonal. Und wir können Störungen nicht beeinflussen. Wir können z.B. einen Drahtseilbruch nicht beeinflussen, wenn es reißt dann reißt es.
Beiträge von mumpel
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Bei uns z.B. wären variable Vegütungen nichts wert. Denn wir können nur das leisten was es an Zugfahrten gibt. Und wir können auch nichts für Verspätungen, also würde man uns bestrafen wenn wir bei Verspätungen weniger bekämen. Aber man könnte doch erneut eine Erfolgsbeteiligung aushandeln (jeder von uns freut sich über 600,- Euro mehr im Jahr, auch wenn es Brutto ist). Aber die Bahn mag den Kleinen keine Erfolgsbeteiligung mehr geben.
Mal davon abgesehen können auch Lokführer nichts für Verspätungen. Wenn die Technik ausfällt kann man nicht mehr pünktlich sein. Und die Schiene ist nicht die Autobahn, auf der man eben mal schnell auf die Tube drücken kann. Aber auch Kunden verursachen einen großen Teil der Verpätungen, z.B. wenn 100 Leute in einen kleinen Triebwagen erzwingen ihre Fahrräder mitnehmen zu können (das Problem haben wir jedes Jahr).
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Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] Es ist der Ansporn, einen guten Job zu machen [...]
Und genau dieser Ansporn fehlt bei den kleinen Arbeitnehmern (überall). Den kleinen Arbeitnehmer muss man ja nicht anspornen, den kann man drohen mit den Worten "draußen vor der Tür stehen welche die billiger sind". -
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Original geschrieben von stanglwirt
diese Vergleiche mit dem Vorstand sind doch lächerlich. Wieviel kosten 174% Bonierhöhung und wieviel kosten 8% mehr Lohn der Belegschaft?
Bitte nicht so. Es geht doch nicht darum was/wer mehr kostet, sondern darum dass sich die einen nehmen was sie den anderen nicht zugestehen. Das hat auch nichts mit Neid zu tun. Ohne die gute Arbeit der Belegschaft wären auch keine Boni möglich. Mal davon abgesehen kommt alles Geld von den Kunden, und ohne Kunden kein Geschäft. -
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Original geschrieben von Gag Halfrunt
[...] dass es Weselsky weder ums Geld, noch um die Arbeitsbedingungen seiner Mitglieder geht [...]
Eben. Er möchte retten was zu retten ist. Und zwar bevor das TEG kommt. Das Problem ist dass noch garnicht feststeht dass es kommt. Und m.E. stehen die Chancen 75:25 gegen das Gesetz, also sieht es sehr schlecht aus dass das TEG überhaupt durchgeht. Und dann muss es erstmal dem BGH standhalten. Die anderen Gewerkschaften (ver.di & Co.) haben ja bereits Klage vorm BGH angekündigt. Im Eilverfahren könnte das Gesetz zumindest vorübergehend gestoppt werden. Daher müsste die GDL m.E. eigentlich (noch) nicht soviel streiken. -
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Original geschrieben von CK-187
Und wenn dann so Dinge wie Streiks ins Gespräch kommen dann gibt es innerbetriebliche Veränderungen die auch den Betriebsrat betreffen. Glaub mir, die sind schneller weg vom Fenster als man glaubt.
Wenn man einem BR gewerkschaftliche Rechte und Pflichten einräumt gehört dazu m.E. auch der Arbeitskampf. Oder willst Du auf diese Weise das Streikrecht aushebeln? Das haben unsere Europavertreter schon mit dem 4. Eisenbahnpaket durch die Hintertür versucht, und sind gescheidert. -
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Original geschrieben von CK-187
Eine Firma die jemanden loswerden wollte ist den bisher auch immer losgeworden.
Da müsste man dem BR schon ein gewaltiges Fehlverhalten vorwerfen damit man ihn einfach mal so loswerden kann. Ein guter BR geht vors Arbeitsgericht, klagt anschließend die im entstandenen Aufwendungen vorm Zivilgericht ein (in der ersten Instanz des Arbeitsgerichtes zahlt leider jeder seins) und bleibt auf seinem BR-Stuhl hocken. -
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Original geschrieben von Gag Halfrunt
So läuft das Spiel, tut mir leid. Wenn man nochmal "neu anfangen" möchte, muss man eben ein paar Schritte zurück gehen.
Bis ich fertig wäre mit Ausbildung und Sammeln von Berufserfahrung bin ich 54, und somit zu alt für die "ganz großen".
Meine (nicht ganz unerheblichen) Grundkenntisse in TK-Technik helfen mir leider reichlich wenig. -
Schritt für Schritt? In meinem Alter? Meine Schritte hin zum Grab werden immer kürzer.
Und wenn ich in einer kleinen Firma anfangen soll hätte ich weniger als jetzt. Dann doch gleich zu unserer eigenen "DB Kommunikationstechnik". -
Hier wird immer von Weiterbildung gesprochen. Erstmal etwas finden was einem Spaß macht, und danach den richtigen Arbeitgeber. Was nützt Weiterbildung auf einem Gebiet auf dem man sich nicht wohlfühlt, und vom Arbeitgeber mal ganz abgesehen. Mir z.B. würde Telekommunikationstechnik zusagen. Aber bei welchem AG? Telekom oder Vodafon vielleicht... niemals. Arbeit soll Spaß machen, und nicht krank.