Beiträge von mumpel

    Und zudem verliert er einen großen Teil seines Ansehens. Dieses Vertrauen wird er erstmal wieder erarbeiten müssen, ob er seine Hafstrafe nun komplett absitzt oder nicht. Respekt verliert man schneller als man ihn gewinnt. Das wird ihn noch eine ganze Weile beschäftigen, und so jung ist er nicht mehr.

    Zitat

    Original geschrieben von fadf
    [...] der sich von einem Lieferanten mit (nur) einer Million bestechen ließ [...]


    Das eine ist Steuerhinterziehung und das Andere Bestechung (Vorteilsnahme). Zwei unterschiedliche Delikte mit unterschiedlichen Strafen.

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    [...] Ein Fúhrerscheinentzug trifft auch nicht alle gleich hart [...]


    Für jemanden der sein Auto mehr liebt als den Menschen ist der Führerscheinentzug eine sehr harte Strafe, vor allem wenn er für bis zu 6 Jahre weg ist.


    M.E. sollte man auch berücksichtigen wen man wegen Steuerhinterziehung bestraft. Der kleine Mann, der wegen Schwarzarbeit Steuern hinterzieht (um die Familie durchzubringen), gehört m.E. nicht in Haft. Damit würde man ja dessen Familie zum Betteln auf das Sozialamt schicken, da ja dann der Familienernährer fehlt. Für eine lange Zeit den Führerschein entziehen tut auch weh, da können die über ihre "Verfehlung" nachdenken wärend sie im Zug sitzen.


    Aber Leute wie Hoeneß, die absichtlich (aus Geldgier!?) Steuern hinterziehen, sollten ruhig auch mal in Haft. Dann aber mindestens 8 Jahre und die vollen 8 Jahre auch absitzen (ohne Chance nach einem Jahr Haft auf Freigang zu kommen), und zusätzlich eine schöne hohe Geldstrafe.

    Zitat

    Original geschrieben von Timba69
    [...] Aha, deiner Meinung nach ist es also besser, das reiche Vebrecher sich freikaufen können und Straftäter, die kein Geld haben, sollen/dürfen/können das nicht ?[...]


    Habe ich das gesagt? Der kleine Bürger, der 100,- Euro hinterzieht, könnte dann auch mit 400,- Euro davonkommen. Es spricht ja nichts gegen Ratenzahlung. 400,- Euro ist viel Geld für den kleinen Mann. Und für Uli wären 56-Millionen auch keine Kleinigkeit. Man könnte auch darüber nachdenken ob man es rechtlich nicht ermöglicht, ersatzweise oder zuätzlich auch den Führerschein zu entziehen (dazu zählt auch ein Verbot zum Führen von Kleinkrafträdern, Landmaschinen und Fahrrädern mit Hilfsmotor), ein Führerscheinentzug tut m.E. mehr weh als ein paar Euro Strafe.

    Im deutschen Strafrecht geht es nicht um Bestrafung, sondern um "Resozialisierung". Was hätte der Bürger davon wenn man Uli für 10 Jahre ins Gefängnis stecken würde? Der Mann ist jetzt 62. Da könnte es passieren dass er dort stirbt, und das können wir doch nicht ernsthaft wollen nur weil er Steuern hinterzogen hat. Eine gewaltige Geldstrafe (in doppelter Höhe der Steuerschuld) wäre da m.E. besser. Aber nicht fürs Staatssäckel, sondern für gute Zwecke. Für 56-Millionen Euro könnte man eine Menge Suppe kochen.

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    Original geschrieben von bernbayer
    [...] braucht sich niemand Sorge um ihm machen [...]


    Es geht nicht um "Sorgen machen". Keiner verliert gerne Geld an den Staat oder die Konkurrenz. Ich hätte dem Uli 56-Millionen Euro Steuerstrafe (28 Millionen Steuerschuld + nochmal soviel als Strafgebühr) und eine Geldstrafe in selber Höhe (also nochmal 56-Millionen Euro) aufgebrummt. Und 112-Millionen Euro ist eine hohe Summe, wenn man sie an den Staat verliert. Da hätte sich der Uli sicher genausoviel geärgert wie über die Haftstrafe.

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    Original geschrieben von CK-187
    [...] der ist selten bestraft wenn er nur Geld verliert [...]


    Da irrst Du m.E. gewaltig. Wer soviel Geld hat möchte es nicht mehr verlieren. Der Uli wird es jetzt schwer haben. Ob er jemals wieder (z.B.) einen Werbevertrag bekommt ist fraglich. Hat man ja bei Jörg Kachelmann gesehen wie schnell man da weg ist, ob schuldig oder unschuldig. Und "auf ehrliche Weise" wieder soviel Geld zu verdienen ist nicht leicht.