Beiträge von mumpel

    Zitat

    Original geschrieben von murmelchen
    [...] Gehaltserhöhungen schön und gut aber immer in einem angemessenem Rahmen [...]


    Eben. Je höher die Forderungen umso größer am Ende die Enttäuschung. Ich bin schon gespannt was bei uns bei der nächsten Gehaltsrunde rauskommt, ob es sich lohnt. Bei mir ist eine Stunde 13,36 Euro wert (ab April ca. 14,03 Euro), nicht viel aber auch kein Grund zum Schimpfen.

    Mit "geistig" meinte ich etwas anders. Nämlich "psychische Belastung", nur nehme ich das ungern in den Mund wenn es um Berufe geht. Das könnte man dem AN sonst negativ auslegen. Daher umschreibe ich das lieber. Und diese "Belastung" sollte berücksichtigt werden. Und ausserdem wurde von "Sicherheitspersonal" gesprochen, und nicht von "Luftsicherheitsassistenten". Das Sicherheitspersonal sind für mich diejenigen die mit der Wahrung der Sicherheit (der Kunden) betraut sind.

    Zitat

    Original geschrieben von beugelbuddel
    [...] 1.800 brutto ist für solch eine Tätigkeit angemessen [...]


    Weisst Du überhaupt von was Du da sprichst? Demnach hat also ein junge hübsche Blondine mehr Geld verdient als eine ältere Dame, weil die Blondine mehr Kunden in den Laden lockt? Mal etwas überspitzt ausgedrückt. Ein Sicherheitsdienst hat also nicht mehr verdient? Du hast anscheinend keine Ahnung von den Belastungen im Sicherheitsdienst. Du darfst nicht nur die körperliche Arbeit sehen, sondern auch die, sagen wir mal geistige Belastung. Ich kenne das ja von mir. Der ganze Frust der Kunden wird an denen ausgelassen die gerade da sind. Und das sind die kleinen Leute.


    M.E. darf man auf einem solchen Level nicht argumentieren. Nur weil jemand etwas nicht gelernt hat heisst das nicht dass er weniger verdienen soll als jemand der sein Handwerk gelernt hat. Wer z.B. ungelernt im Sicherheitsdienst arbeitet sollte genausoviel verdienen wie eine gelernte Kraft. Die tun nämlich beide die selbe Arbeit. Aber diese Disskussion hatten wir schon vor Kurzem in einem anderen Thread.

    Ich sehe bei soviel Lohnerhöhung auf einmal ein weiteres Problem. Nämlich die kalte Progression. Die kann bei derartig großen Lohnerhöhungen auch finanzielle Nachteile bringen. Ich kenne einen solchen Fall. Eine Person ist in die nächste Entgeldstufe gerutscht. Brutto hat die Person mehr, aber Netto dafür weniger als vorher. Und dieses "weniger" ist sehr hoch. Das Problem bei solchen Fällen ist, dass die betreffenden Personen darauf dermaßen sauer reagieren dass sie ihre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft kündigen.


    Die Gewerkschaft würde sich groß feiern lassen wenn sie tatsächlich mit 43% durchkäme. Aber denen, die dadurch einen Nachteil erleiden, wäre bestimmt nicht zum Feiern. Also bei aller Vorfreude auf solche Zahlen bitte immer auch die Nachteile bedenken.

    11,70 ist aber immernoch mehr als 6,50. Es mag zwar notwendig sein. Aber aus wirtschaftlicher Sicht auf einem Schlag 43% zu verlangen ist m.E. unklug. Denn wir wissen ja was Arbeitgeber machen um solche Lohnerhöhungen wieder aufzufangen. Das fängt dann an bei Leiharbeitsfirmen über Subunternehmer bis hin zur Auslagerung in Tochtergesellschaften mit eigenen "Lohntabellen" und ohne Tarifbindung. Oder gar der Ausstieg aus der Tarifgemeinschaft, damit wäre die Gewerkschaft machtlos.


    Würde ich 43% mehr bekommen wären das Brutto ca. 913,- Euro plus Erhöhung der Zuschläge. Ich würde mich darüber freuen. Aber aus wirtschaftlicher Sicht überzogen!?

    Hallo!


    Das Problem ist dass man sich FB kaum noch entziehen kann. Viele Firmen richten ihren Kundenservice mehr auf FB aus als auf ihre Hotlines. Da werden die firmeneigenen Foren kurzerhand geschlossen oder "runtergefahren" und die Kunden zu FB dirigiert. Glücklich der der mit Firmen zusammenarbeitet die sich nicht dem FB-Gruppenzwang beugen.


    Von WA habe ich nie etwas gehalten. Von den FB-Statusmeldungen halte ich erst recht nichts. Was geht es die Leute an, wann ich wo gerade auf dem Lokus sitze.


    Gruß, René

    Bei 30%-Forderungen kann man auch nicht mehr von fairen Bedingungen reden. 13% VB sind noch in Ordnung, aber gleich 30% (von denen man keinen Schritt abweichen möchte)!? Obwohl jeder gerne 30% mehr hätte. Dem kleinen Mann gönne ich 30%. Aber die die ohnehin schon 4000,- Euro und mehr (Netto) verdienen, brauchen nicht jedes Mal 30% mehr, denn viele träumen von einem solchen Netto-Gehalt. Wenn die Gewerkschaft schon Lohnverhandlungen führt, dann so dass durch Lohnerhöhungen nicht an anderer Stelle wieder gespart wird.

    Hallo!


    Solange es das Streikrecht noch gibt sollte man es ausnutzen. Nach dem Willen der EU wird das Streikrecht bald indirekt eingeschränkt. Und das sollten sich die deutschen Bürger nicht gefallen lassen.


    Gruß, René