Beiträge von raix

    Ich glaube du interpretierst den Bericht falsch :D


    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass das Unternehmen in der Lage war für das BKA eine bessere Software zu entwickeln.
    Ich wette, die haben die gleiche Basis genommen und nur anders zusammen gestöpselt.


    Hier das Geständnis der ersten Bundesbehörde:
    http://www.spiegel.de/netzwelt…tik/0,1518,791434,00.html


    Und ebenfalls lesenswert:
    http://secalert.net/post.php?id=56


    Ergo: Der Laden weiß nicht was er tut, wie schon die Architektur der analysierten Software zeigte. Daher bin ich mir sehr sicher, dass die keine saubere Lösung auf die Beine bringen. Egal für welche Behörde.

    Damit steht auch die Qualität der Bundessoftware fest:


    Zitat


    Mittlerweile bestätigte das Innenministerium gegenüber der FAZ, dass auch das BKA Software von Digitask eingesetzt habe, nachdem es vom BKA selbst zunächst geheißen hatte, man habe die u. a. in Bayern eingesetzte Staatstrojaner-Version nicht verwendet. Das BKA habe allerdings die ursprüngliche Fassung aufgrund der enthaltenen zusätzlichen, rechtlich fragwürdigen Möglichkeiten nicht akzeptiert. Digitask habe daher eine "deutlich vereinfachte und zugleich besser abgesicherte Software erarbeitet", die so auch vom BKA genutzt wird. Vor jedem Einsatz der jeweils individuell zu konfigurierenden Software der Firma werde geprüft und dokumentiert, dass dieser Standard eingehalten werde.


    http://www.heise.de/newsticker…-Nebelkerzen-1359980.html

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wer das verzapft?


    Ein Systemadministator im Dienste der Justiz. Er sagte, der Bundestrojaner nutze für den Datentraffic ein Protokoll, das von Firewalls u.a. gar nicht als Datenübertragung erkannt wird. Will heißen: Es werden Daten übertragen und das von Hard- und Software erkannte Datenvolumen bleibt auf Null. Es wird einfach nicht erkannt, dass überhaupt Verkehrsdaten übertragen werden, so dass eine Firewall den Datenversand überhaupt nicht bemerkt und eben auch nichts blockt. Die Daten laufen wohl gemeinsam mit dem Traffic, der der Aufrechterhaltung der Verbindung dient und stets passieren darf.


    Achso, ein von denen die keine Ahnung haben :)
    Schau dir mal das OSI-ISO Modell an...auf der höheren Protokollebene können die statt HTTP irgendwas proprietäres sprechen. Tatsache ist aber, dass weiter unten Daten raus müssen, also TCP oder UDP-Verkehr, den erkennt jedes System....
    Man kann noch versuchen die Daten in ICMP-Paketen zu verstecken, aber selbst da wird die dann erhöhte Anzahl von ICMP-Verkehr auffallen. Vor allem, wenn dabei ganze Screenshots rausgeschickt werden sollen.



    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wie inzwischen gesichert feststeht, handelt es sich bei der vom CCC untersuchten SW nicht um den Bundestrojaner, sondern um ein von Landesbehörden in eigener Verantwortung genutztes Programm, das für den Bereich der Strafverfolgung keine Verwendung finden darf. Es entstammt wohl dem Bereich der Gefahrenabwehr, den König Horst und andere Landesfürsten mithilfe von Polizeigesetzen gern überinterpretieren (und dafür von der Justiz regelmäßig gerüffelt werden).


    Das macht die Sache nicht besser, weder im rechtlichen noch im technischen Sinne. Das rechtliche ist ja eindeutig, da braucht gar nichts mehr gesagt werden. Zum technischen: Nach 3 Jahren bei einer Bundesbehörde erwarte ich von einer solchen keine bessere Software, das Know-How ist da ebenso nicht vorhanden. Das Niveau des entdeckten Trojaners spiegelt das Niveau im Behördenschimmel sehr gut wieder.


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wenn es wirklich so ist, dass die Daten an eine US-amerikanische IP übermittelt werden, scheidet die Bundesrepublik als Urheber definitiv aus - das müsste selbst dem CCC einleuchten (dessen Kompetenz ich im Allgemeinen sehr schätze und dessen Existenz ein Glücksfall für den Rechtsstaat ist).


    Warum scheidet die BRD aus, wenn eine IP aus den USA im Spiel ist? Die Firma Digitask wirbt explizit mit einer Proxy-Funktion und einen Server in den USA kann jeder anmieten (mein HTTP-Proxy steht auch dort...).
    Diese Schlussfolgerung kann ich absolut nicht nachvollziehen.


    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Der Bundestrojaner ist (und bleibt?) auch weiterhin unentdeckt - was dafür spricht, dass er eben nicht dem Schema dessen entspricht, was von verkehrsüblicher Sicherheitssoftware als Malware erkannt werden kann. Ein Vorteil für die Behörden ist, dass die DSL-Provider kooperieren und deren Ressourcen das Wirken des Schädlings fördern und nicht wie üblich zu behindern versuchen.


    Das der Trojaner bisher nicht von "Sicherheitssoftware" erkannt wurde, würde ich nicht darauf zurück führen, dass dieser so gut ist. Eher darauf, dass die Heuristik so schlecht ist, man lese zum Beispiel den Vortrag über den absolut sinnbefreiten Code von Sophos Antivirus-Software auf der diesjährigen BlackHat.....
    Zudem ist das ZKA eine Bundesbehörde....d.h. eine reine Landesgeschichte ist das schon gar nicht mehr. Mich würde es nicht wundern, wenn die anderen Bundesbehörden nur eine leicht abgewandelte Version der Software haben. Für die Firma Profitmaximierung mit wenig Aufwand.


    Und womit untermauerst du die Aussage der DSL-Provider? Wie fördern deren Ressourcen einen Schädling, den du gar nicht kennst?

    Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Argument ist ok, aber auch hier muss man wiederum fragen: braucht man solche Updates?


    Da sage ich nein, nicht unbedingt.


    Im Gegenteil, Sicherheitsupdates braucht man unbedingt. Sorry, aber dein Verständnis von IT und Sicherheit bzw. die Kombination hast du in dem Wlan-Thread ja gut demonstriert. Das reicht für sowas einfach nicht.


    Wer verzapft denn sowas?
    Das Ding benutzt Port 443 aber spricht darüber kein HTTPS (wie sonst auf dem Port erwartet) sondern ein eigenes Protokoll. Gerade dadurch ist es für Firewalls und IDS extrem einfach zu entdecken...

    Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Habe Original FW drauf. Wozu Custom Rom. Brauche ich nicht. Internet funzt, Telefonieren auch, Apps auch. Also, was soll´s. Mehr mache ich mit dem Handy auch nicht.



    Wie schon erwähnt wurde gibt es für manche Geräte keine Updates mehr, daher führt an Custom Roms kein Weg vorbei. Besonders wichtig natürlich bei kritischen Sicherheitsupdates...wie zB die Lücke im Browser die für Drive-By-Attacken genutzt werden kann etc.

    dm-crypt :top: Am besten in Kombination mit einem komplexen (lang+Zeichen) Schlüssel,AES-Verschlüsselung und dem Schlüssel auf einem USB-Stick ( oder mehrere). Dann so einrichten, dass die HDD nur gemountet werden kann, wenn der Stick mit dem Schlüssel steckt.