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    Faircom: Aus Gebührenerstattung wird Gebührenrückforderung
    BOO • von somejustsurf am 21.03.2003

    Der Bonner Handyvertragshändler Faircom stellt sich auf der eigenen Seite so dar:


    "Als wir den Namen unseres Unternehmens kreierten, haben wir einen unserer wichtigsten Geschäftsgrundsätze gleich festgeschrieben: Fairness. Faires Business und Fairplay im Geschäftsalltag, Fairness im Umgang miteinander, im Umgang mit unseren Kunden und unseren Geschäftspartnern. Wir betrachten unseren Kunden auch gleichzeitig als unseren Partner. Unser Kunde und unsere Mitarbeiter sowie die Geschäftspartner sind das wichtigste Gut in unserem Geschäftsleben."


    Faircom hatte aber nicht damit Schlagzeilen gemacht, sondern mit unzähligen Angeboten von Gratishandys mit Zeitverträgen ohne Grundgebühr (bzw. Gebührenerstattung) bei allen Namhaften Anbietern. So gut ist es aber nicht gelaufen: Faircom viel letztes Jahr bei DCT schon zweimal auf. Nun kommt es aber besonders Fett:


    Es gab von DCT-Liebling Quam sehr attraktive Handys umsonst zzgl. 200 Euro für die komplette Grundgebühr während der Vertragslaufzeit. Natürlich sprangen alle auf den Zug und überhäuften Faircom/Quam mit Anfragen. Quam war überfordert, schaltete nur ein Bruchteil der Karten frei und zahlte an die Händler keine Provision aus.


    Nun kommt Faircom an die Kunden... und will die 200 Euro zurück und verweist auf eine vermeintliche Passage im Bestellschein. Tatsächlich stand aber folgendes auf dem Bestellschein:



    "Wird der Mobilfunkantrag zB. aufgrund bewusst falscher Angaben vom Service Provider storniert, erlischt Ihr Anspruch auf die Erstattung der monatlichen Grundgebührt, bzw. auf die Einmalzahlung. Evtl. bereits ausgezahlte Beträge werden Sie nach Aufforderung unverzüglich zurücksenden. Dieser Regelung stimmen Sie ausdrücklich zu."



    Somit hat Faircom überhaupt keinen Anspruch auf die Rückerstattung, da die Kausalität nicht gegeben ist. So ist das wohl - faircom versucht verzweifelt die Gebühren von Quam zu erhalten - aber Quam/Telefonica zahlt nicht und hat bessere Anwälte.


    Das ganze klingt ein bisschen wie die Aktion von DLC New Media, die eine "Handy-Gebühr" oder die Rücksendung der kostenlosen Telefon von den Kunden verlangte. DLC macht allerdings den Laden dicht, bzw. wird die Seite seit letztem Herbst überarbeitet.


    Und so was nennt sich "Fair".


    http://www.teltarif.de/arch/2003/kw12/s10178.html

    emts pleite


    PLEITE


    14. März 2003






    Der Handydienstleister EMTS steht endgültig vor dem Zusammenbruch. Am Donnerstag mußte auch die in Österreich tätigte EMTS Austria GmbH Konkurs anmelden. 190 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Sowohl das Werk in Parndorf als auch die Service Standorte werden geschlossen, so EMTS-Sprecherin Karin Keglevich. Nach der Aufkündigung des Vertrags mit dem Handyhersteller Nokia, mit dem rund 60 Prozent des Umsatzes gemacht wurden, sei "eine Insolvenz nicht mehr abzuwenden gewesen". Der Umsatz der EMTS Austria GmbH betrug im vergangenen Jahr rund 18,2 Mill. Euro, 15-1073742904es Gesamtumsatzes des an der Zürcher Börse notierten Salzburger Unternehmens. Die EMTS Töchter in Deutschland, Italien, Spanien und Dänemark würden "erfolgreich" arbeiten und künftig die "Kernländer" der Gruppe darstellen. Dagegen sei die Lage in Schweden, Norwegen und Estland "sehr angespannt".


    Erhärtet haben sich Vorwürfe gegen das ehemalige EMTS-Management. Ein Rohbericht der Wirtschaftsprüfer von KPMG habe den Verdacht auf Bilanzmanipulationen verstärkt und Missstände gezeigt, berichtet "Format". Das Schö-nen der Bilanzen sei Mitarbeitern angeordnet worden. Zudem hätten Spesenrechnungen gezeigt, dass die Vorstände in drei Jahren bei Hotelübernachtungen Pay-TV-Rechnungen von 100.000 Euro angesammelt hatten.



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