So, jetzt habe ich ihn mir angesehen (komme gerade aus dem Kino).
Ich muß sagen, der Film ist wirklich nicht schlecht, hat mich aber nicht soooo sehr vom Hocker gerissen, wie ich erhofft hatte. Er ist zwar gut gemacht, hat tolle Bilder und eine ebenso tolle (und richtig Bond-mäßige) Atmosphäre (und ist teilweise einfach lächerlich übertrieben, aber das ist halt Bond), aber die Geschichte finde ich teilweise etwas schwach (könnte aber jetzt nicht sagen, weshalb das so ist).
Was meiner Ansicht nach eigentlich gar nicht zutrifft ist die Aussage, die ich nun schon mehrmals gehört habe, daß der Film eigentlich ein richtig privater und vor allem glaubhafter (v. a. wegen der Titelsequenz mit den diversen Folterszenen) Rachefeldzug Bonds wäre; das sehe ich anders. Ja, er befindet sich mehr oder weniger auf einem Rachefeldzug, aber irgendwie geht das etwas unter; daher habe ich das Gefühl, daß die Leute, von denen diese Aussage stammt, nie Lizenz zum Töten gesehen haben, denn das ist ein glaubhafter Rachefeldzug (auch perfekt und glaubhaft gespielt von Timothy Dalton). Bei Stirb an einem anderen Tag wirkt diese Rache-Geschichte auf mich so ein bißchen wie ein Alibi für die restliche Story (aber auch das kann ich wieder nicht erklären)... 
Kleines Fazit: Der Film gehört sicher zu den besseren Bonds; die Welt ist nicht genug ist aber IMHO doch im einiges besser, und Lizenz zum Töten ist ohnehin unerreicht...
