Gott, wenn ich hier manche "Argumente" lese... ![]()
ZitatOriginal geschrieben von schmidt3
1.) Das Problem der Endlagerung scheint offenbar doch gelöst zu sein. Zumindest wird Finnland in Kürze das erste zivile(!) atomare Endlager für hochradioaktiven Abfall in Betrieb nehmen. Es scheint sich also weniger um ein technisches als ein politisches Problem zu handeln.
Weil "in Kürze" das erste Lager in Betrieb genommen wird, sprichst Du von einem gelösten Problem? In 50 oder 100 Jahren wird sich zeigen, ob das Problem gelöst ist, nämlich falls das Lager dann immer noch sicher ist. Vorher ist die Sicherheit eines solchen Lagers rein theoretischer Natur, und das ist doch ein wenig arg kurzsichtig, meinst Du nicht auch?
ZitatOriginal geschrieben von schmidt3
2.) Was soll denn bitte bedeuten "ist nicht beherrschbar"? Ohne nähere Ausführungen beweist Du mit diesem Argument nur eines, nämlich eine irrationale Angst vor moderner Technik, wie sie die meisten grünen Fanatiker prägt.
"Beherrschbar" ist ein relativer Begriff. In Tschernobyl war man auch der Ansicht, die Lage zu beherrschen - sogar noch ein paar Sekunden vor dem GAU. Tatsache ist: Es gibt in keinem Lebensbereich Sicherheiten von 100%, gleich um welche Technologie es sich dreht - und dann stellt sich doch die Frage, ob man nicht eher ein paar Milliarden mehr in die Erforschung alternativer Energien investieren sollte, als reumütig in den Schoß einer Technologie mit hohem Gefahrenpotential zurückzukehren, deren Altlasten noch nicht einmal ansatzweise entsorgt sind. Auch das ist extrem kurzsichtig.
ZitatOriginal geschrieben von schmidt3
3.) Ein AKW vor Anschlägen islamistischer Terroristen zu schützen dürfte in einem Land nicht allzu schwierig sein, daß bereits in den 40er Jahren in der Lage war widerstansfähige Hochbunker gegen allierte Luftangriffe zu bauen. Ich vermute doch stark, daß "El Kaida" nicht ganz die Feuerkraft allierter Bomberflotten erreichen wird. Jedenfalls war das Risiko in den 60er, 70er und 80er Jahren, in denen stets die Gefahr sowjetischer Angriffe bestand ganz sicher höher. Das Argument ist also schlichtweg unsinnig.
Wäre ein Verkehrsflugzeug in einen Hochbunker geflogen, hätte dem ein ähnliches Schicksal geblüht wie dem WTC.
ZitatOriginal geschrieben von schmidt3
5.) Ja, viel Energie wird verschwendet, das mag schon stimmen. Wir können natürlich auch einen grünen Askese-Staat mit 1800 kcal Körnernahrung pro Tag und 50 kWh Energieverbrauch pro Jahr errichten. Leute wie Du würden sich da vielleicht wohl fühlen. Ich hatte oben allerdings schon einmal erwähnt, daß ich eigentlich lieber nicht zurück ins Mittelalter möchte.
Du siehst also, von Deinen "Argumenten" bleibt nichts übrig als viele grüne warme Luft, mit anderen Worten nichts als verbohrte Ideologie.
Ich liebe es, wenn Atomenergie-Verfechter bei Gegenwind sofort mit der Keulen-Argumentation um die Ecke kommen und Kritiker (egal, wie moderat sie argumentieren) mit allen Öko-Klischees bombardieren, die es so gibt (und seien sie noch so abgedroschen).
Spricht für differenzierte Denkweise und eine ordentliche Portion Konfliktfähigkeit. :top: ![]()
*seufz*