Beiträge von Christian

    Ich glaube, dem Threadersteller ging es auch eher um das Kompensieren einer gewissen Langeweile durch einen total lustigen Thread.

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    Original geschrieben von Handiest

    Wie ironisch wäre es, wenn wir in 30 Jahren alle AKW dieser Welt abgeschafft hätten und am Tag der Schließung des letzten eine von Terroristen eingeschleuste Atombombe mit der 1000-fache Stärke eines jeden Super GAUs mitten in Europa hochgeht?

    Ähm ja. Einleuchtender Kommentar, der den Thread enorm weiterbringt. Gut, dass wir darüber gesprochen haben.

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    Original geschrieben von handy2004


    aha, findest du? ;)
    finde nicht dass ich hier jemanden gezielt provoziere...machte hier auf einen "Negativpunkt" aufmerksam, nichts weiter..

    Falsch - Du verbreitest eine absolute Überdosis heißer Luft - und wenn das nicht aufhört, muss wohl die Zwangsbremse eingesetzt werden.

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    Original geschrieben von schmidt3


    Nun gut, da Du als Moderator so eindeutig Position beziehst und damit jegliche Neutralität aufgibst, hoffe ich einmal, daß Du auch bereit bist, offenkundig mißliebige Meinungsäußerungen zu akzeptieren. Falls dies nicht der Fall sein sollte, auch recht. Es ist Euer Forum und ich persönlich respektiere das Recht auf Privateigentum.

    Ich schreibe in diesem Thread als User, nicht als Mod - und die Tatsache, dass meine Empfangsbalken rot sind, heißt nicht, dass ich keine Meinung haben darf.
    Wäre ich nicht in der Lage, Meinungen zu akzeptieren, die nicht meiner eigenen entsprechen, wäre ich für meinen Posten vermutlich denkbar ungeeignet.



    Ein kleiner Disclaimer für den Anfang:


    Ich bin kein Grüner. Als ich zu meiner ersten Wahl gegangen bin, war ich einer. Damals war ich 18, hatte keine Ahnung von der Welt und habe den ökologischen Luftschlössern, die die Grünen gerne mal bauen, geglaubt.
    Mittlerweile bin ich 34, habe zumindest ein wenig Ahnung von der Welt, halte die Grünen (seit sie an der Macht waren und zwangsläufig ihre Oppositionsrolle verlassen und beweisen mussten, was sie können - oder auch nicht können) in praktisch allen Bereichen für eine nur begrenzt ernst zu nehmende Partei. Ich habe keine schon lange keine langen Haare (mehr), würde keine Birkenstock tragen, selbst wenn man mich dafür gut bezahlen würde, habe weder an meinem Auto, noch an meiner Vespa einen Greenpeace, noch einen "Atomkraft - nein danke!"-Aufkleber. Weitere Öko-Klischees fallen mir gerade nicht ein - bei Bedarf kann ich aber auch gerne die entkräften, die ich jetzt nicht genannt habe. Soviel dazu.


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    Original geschrieben von schmidt3


    Da Dir die Entscheidung der finnischen Regierung, freiwillig auf ihrem eigenen Territorium ein atomares Endlager einzurichten, so offenkundig obskur ist und da ich ahne, daß die Diskussion technischer Detaills in diesem Zusammenhang nur wenig zielführend ist (es wird sich ja sowieso erst in 50 oder 100 Jahren zeigen, was Sache ist) sollten wir die Frage von einer anderen, eher prinzipiellen Seite anpacken.
    Einige Foristen, deren Position Du offensichtlich zu teilen scheinst, pflegen die Vermutung, die Endlagerung atomarer Abfälle stelle ein offenbar gänzlich unlösbares Problem dar. Sollte diese Vermutung richtig sein, so ist unser schreckliches Schicksal natürlich bereits besiegelt. In annähernd 60 Jahren friedlicher Nutzung der Kernenergie ist eine Menge atomarer Abfälle angefallen, die irgendwo sicher gelagert werden müssen. Sollte dies prinzipiell nicht möglich sein, dann werden wir ja zweifellos daran zugrunde gehen. Es stellt sich somit die Frage, warum wir denn dann damit aufhören sollten. Wenn sowieso alles verloren ist, dann können wir den Tanz auf dem Vulkan mit billigem Atomstrom doch auch bis zum bitteren Ende auskosten.

    Ich würde nicht sagen, dass die Menschheit wegen radioaktiven Abfalls dem Untergang geweiht ist. Derart apokalyptische Szenarien sind auch nicht wirklich zielführend (nebenbei, die von Dir angesprochenen technischen Details bezüglich der Endlagerung höre ich mir wirklich sehr gerne an und setze mich damit auseinander).
    Tatsache ist aber, dass diese Abfälle ein Risiko darstellen, das unterschätzt, kleingeredet oder absichtlich vergessen / ausgeblendet wird.


    Kurz- und mittelfristig gesehen ist Atomkraft eine tolle und sehr saubere Sache, langfristig jedoch glaube ich, dass die Menschheit an den Folgen (bzw. den Rückständen) dieser Technologie noch wesentlich länger (und schwerer) kauen wird, als an den Spätfolgen der lange Zeit betriebenen mehr oder weniger ungefilterten Braunkohle-Kraftwerke.


    Nette Lektüre zur langfristigen Sicherheit von Zwischen- oder Endlagern: http://www.spiegel.de/wissensc…sch/0,1518,562263,00.html
    Zwar handelt es sich dabei nur um ein Lager für leicht- und mittelradioaktive Abfälle, dennoch zeigt sich, dass bei diesen Lagern Probleme (wie in diesem Fall ungeklärte Wassereinbrüche) auftreten können, die man nicht prognostizieren, und demzufolge auch nicht ausschließen kann. Und wenn das nicht gegen die Problemlosigkeit und Sicherheit derartiger Lager spricht, dann weiß ich auch nicht.


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    Original geschrieben von schmidt3


    Ich gebe Dir vollkommen recht, Beherrschbarkeit ist ein äußerst relativer Begriff. Wie Du wirst mehrfach nachlesen können, habe ich allerdings ständig darauf hingewiesen, daß keine Technik 100%ig beherrschbar ist, natürlich auch die Kernenergie nicht. Tatsächlich stellt sie eine Bedrohung menschlichen Lebens dar, genauso wie es Straßen-, Schienen- und Luftverkehr, Bergbau, Badeseen, Alkohol- und Nikotinkonsum, der massenhafte unnötige Einsatz von Antibiotika und tausenderlei andere Dinge auch tun. Kannst Du Dir ungefähr vorstellen, wie oft Atomunfälle geschehen müßten, um die 60000 Toten, die der Nikotinkonsum allein in Deutschland jedes Jahr zur Folge hat, zu verursachen? Ich habe allerdings erst selten die bedingslose Forderung nach dem Ausstieg aus der "Tabakwirtschaft" oder der "Alkoholwirtschaft" laut werden hören. Allein der Kernenergie wird hierzulande mit einem irrationalen und bedingungslosen Fanatismus entgegengetreten, der schon geradezu religiöse Züge trägt.
    Und kein Mensch hat etwas dagen einzuwenden, wenn nicht allein wenige, sondern von mir aus gerne einige mehr Milliarden in die Entwicklung alternativer Energiequellen gesteckt werden, Atomenergie überzeugt sicherlich nicht durch ihren Sexappeal. Glaubst Du allerdings wirkich, daß die Energieerfordernisse einer modernen Industriegesellschaft kurz- oder mittelfristig durch Windräder, Biogas und etwas Sonnenergie gedeckt werden könnten? Das doch wohl kaum. Und wenn die Klimakatastrophe tatsächlich unmittelbar bevorstehen sollte, was ich als Nichtfachmann nicht beurteilen kann, was sich allerdings offensichtlich zum commom sense zu entwickeln scheint, dann muß man sich doch fragen, woher die CO2-Reduktion denn kommen soll, wenn man gleichzeitg auch auf die Kernenergie verzichten möchte. Hier herrscht wieder einmal die so beliebte Haltung "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß" vor. Verabschiedet Euch doch endlich einmal von dem frommen Kinderglauben, das Leben stecke nicht voller lebensbedrohlicher Risiken.

    Wie schon mehrere User angesprochen haben: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Menschen rauchen oder trinken freiwillig - sie nehmen bei vollem Bewusstsein (auch wenn ich daran manchmal Zweifel habe) ein Risiko für ihre Gesundheit in Kauf.


    Dass es momentan keine Alternative zur Kernenergie gibt, ist mir durchaus klar - und ich habe nicht die geringste Lust, im Dunklen zu sitzen. Das ist aber auch nicht der Punkt.


    Der Punkt ist, dass nun ernsthaft darüber diskutiert wird, aus dem eigentlich geplantet Ausstieg aus der Atomenergie auszusteigen (welch absurde Formulierung), und das halte ich für falsch (siehe nicht kalkulierbare Spätfolgen), denn nur, wenn der Plan des Ausstiegs aufrecht erhalten wird, ist auch der entsprechende Druck da, sich nach (sauberen) Alternativen umzusehen. Ziehen wir nun wegen der Energiekrise wieder neue Atomreaktoren hoch, wird die Entscheidung, sich von der Technologie zu verabschieden, vertagt, und wieder vertagt, und wieder vertagt. Warum sollte man sich nach Alternativen umsehen, wenn doch gerade alles wunderbar funktioniert und die Versorgung mit Energie auf die nächsten Jahrzehnte gesichert ist (und wen interessiert schon, was danach kommt, da die meisten Politiker ohnehin nur in Legislaturperioden denken).


    Schau Dir doch beispielsweise die Auto-Industrie an. So lange Benzin (mehr oder weniger) billig war, war nicht die Rede von alternativen Antriebskonzepten. Jetzt wird Benzin von Tag zu Tag teurer, und auf einmal überschlagen sich die Autohersteller förmlich mit Ideen. Ohne Druck (in diesem Fall ohne den Druck der Konsumenten, für die das Fahren teurer und teurer wird) wäre diese Entwicklung nie eingetreten.


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    Original geschrieben von schmidt3


    Du scheinst wirklich nicht viel Ahnung von den Möglichkeiten des Bunkerbaus zu haben.
    Die Engländer haben nach dem letzen Krieg versucht, die deutschen U-Boot-Bunker auf Helgoland durch die größte nicht-nukleare Explosion der Menschheitsgeschichte zu zerstören. Es ist ihnen nicht gelungen.
    Ein Land wie der Iran, das wohl kaum auf der Höhe der technischen Möglichkeiten steht, ist offenbar in der Lage, seine Atomanlagen zumindest teiweise so einzubunkern, daß selbst die USA daran zweifeln, daß ihre modernsten bunkerbrechenden Bomben sie zerstören könnten. Technisch stellt der entsprechende Schutz von Kernkraftwerken vor Terroristen also sicherlich kein relevantes Problem dar. Das ist schlichtweg ideologisch gefärbtes Gerede.

    Siehe das Argument von CLK.


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    Original geschrieben von schmidt3


    Und ich liebe es, wenn grüne Ideologen ihre technolgiefeindlichen Weltbeglückungsrezepte, die bei ihrer Durchführung schon hierzulande zur Folge hätten, daß Schmalhans für viele Menschen Küchenmeister würde, auch noch der ganzen Welt aufzudrücken versuchen. Im Kreuzzug für das Weltklima und gegen die Atomkraft entfällt ihnen dann nämlich meist recht schnell, daß allein moderne und effiziente Technologie eine Chance dafür bietet, daß einmal auch in Schwellen- und Entwicklungsländern alle Menschen wenigstens leidlich menschenwürdig leben können. Die Methoden einer grünen Landkommune bieten dafür nämlich einfach nicht die notwendigen Voraussetzungen.

    Ich bin weder grün, noch Ideologe - ich denke einfach nur nicht in Kategorien von ein paar Jahren. Nebenbei verstehe ich auch hier wieder diese Keulen-Klischee-Argumentation nicht.


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    Original geschrieben von schmidt3


    Leider erlaubt mir meine undifferenzierte Denkweise tatsächlich nicht, die unendliche Weisheit in jeder Einzelheit des grünen Grundsatzprogramms mitsamt seiner menschheitsbeglückenden Wirkung nachzuvollziehen. Ich hoffe allerdings, daß Du mir diesen menschlichen Makel nachsehen wirst, da Du Dich ja ganz offenkundig im Besitz einer höheren Moral oder doch zumindest einer deutlich ausgeprägteren Konfliktfähigkeit befindest.

    Naja, ich versuche, halbwegs objektiv zu argumentieren, was man von Dir nicht unbedingt behaupten kann, da Du so ziemlich jeden hier, der nicht Deiner Meinung ist, vollkommen undifferenziert in die "verblendete, Kommunen-bewohnende, linke Öko-Fanatiker ohne auch nur einen Hauch von Ahnung von der Welt"-Ecke steckst, was wie gesagt nicht unbedingt für Deine Konfliktfähigkeit spricht. Aber ich lasse mich da natürlich gerne eines besseren belehren.



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    Original geschrieben von EifelMarc


    Könnte man eigentlich nicht einfach den ganzen Atommüll mit Raketen in den Weltraum schießen??

    Spitzenidee - und wenn (wie ja bereits einmal geschehen) eine solche Transportfähre beim Start in der Atmosphäre explodiert, geben wir einfach eine Runde Bleiplatten-Regenschirme aus.

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    Original geschrieben von Christian
    Spricht für differenzierte Denkweise und eine ordentliche Portion Konfliktfähigkeit. :top: :rolleyes:

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    Original geschrieben von schmidt3


    "Hörige Presse"? "Verblödet"? Unkritisches Anbeten"? "Springertypisch"?
    Und ausgerechnet Du hast den traurigen Mut, es das Wort "Verleumden" in den Mund zu nehmen? Offenbar weißt Du es nicht, aber SelbstGefälligkeit gilt gemeinhin nicht als Tugend. Das verwundert allerdings nicht wirklich, SelbstKritik war tatsächlich noch nie die Stärke grüner Weltverschlimmbesserer.

    Quod erat demonstrandum.