Beiträge von Erik Meijer

    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Dann lieber auf die Riesterförderung verzichten, und dafür flexibel und vor dem Staat sicher sein.


    Nochmal: wie kommst Du denn auf das schmale Brett, dass man bei Riester ja quasi davon ausgehen muss, dass der Staat es einem später wieder wegnimmt? Wo steht das geschrieben, dass es so kommen wird? Und wo steht, dass Du es "gesichert" hast, wenn Du irgendwann den Vertrag gekündigt hast und Dir hast auszahlen lassen? Dann fließen Zulagen zurück an den Staat und der Staat wird Dich dann vor der Auszahlung von Sozialleistung oder Rente fragen, was Du denn mit dem Geld gemacht hast, was Du da jahrelang angespart hast...die sind ja nun auch nicht blöde. Ja, private Zusatzeinkommen werden wohl auf die Grundversorgung angerechnet werden. Aber ich finde es faszinierend, wieviele Leute heute schon wissen, dass sie im Alter von der Grundversorgung leben werden... und wie hoch die ist...etc. pp.


    Den Studenten, der er schafft, in seinem Studium 10.000 Euro beiseite zu legen, möchte ich übrigens gerne mal kennen lernen. Staatliche Unterstützung hat der jedenfalls nicht nötig...

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Du arbeitest in einer Bankfiliale und diskutierst deswegen verständlicherweise nicht für Onlinebanken. Das ist absolut okay, niemand schneidet sich ins eigene Fleisch oder liefert selber Argumente, die den eigenen Arbeitsplatz gefährden könnten.


    Mir könnte es aber auch völlig egal sein, was mit Sparkassen ist, die sind genauso Konkurrenz wie es Onlinebanken sind. Insofern diskutiere ich hier völlig neutral, ohne irgendeinen eingefärbten Hintergrund, denn ob ein Kunde nun bei der Sparkasse ist oder DKB ist für meinen Arbeitsplatz zunächst einmal vollkommen egal.


    Zitat

    Du musst die Diskussion deswegen aber nicht auf das Argumentationsniveau der Sonderschule, 5. Klasse, runterbringen.


    Doch, genau das muss man bei vielen selbsternannten Finanzexperten hier leider machen.


    Zitat

    Dinge ins Lächerliche zu ziehen oder sich auf Nebenkriegsschauplätzen auszutoben ist nämlich auch ein Indiz für fehlende Sachargumente.


    Ein Indiz ist noch kein Beweis. Manchmal muss man einfach Dinge zuspitzen, andere vereinfachen, um eine Reaktion zu provozieren und manche Dinge offensichtlich zu machen.



    Zitat

    Die betroffenen Sparkassen verlieren mit jedem ausgesperrten Direktbank-Kunden gutes Geld, das sie als Gebühren kassieren könnten. Sie brechen Verträge mit VISA, denn der DBK-Kunde tritt gar nicht als solcher in Erscheinung, sondern das ist ein KK-Inhaber, der Bargeld abholt.


    Das ist eben die Frage, ob sie so gutes Geld verlieren, da sind wir wieder bei der Frage, ob sich das Geschäft mit den Automaten lohnt oder nicht. Die werden sicher nicht aus einer Laune heraus entschieden haben, die betroffenen Karten auszuschließen. Und auch die Sparkassen haben Juristen, die sich doch aller Wahrscheinlichkeit nach vorher die Verträge angeschaut haben, ob das geplante Handeln zulässig ist. Und ich nehme an, die kennen die Verträge besser als die User, die sich im im Thread über den Vetragsbruch der Sparkassen echauffieren.


    Zitat

    Obendrein verspielen die betroffenen Sparkassen alle Sympathien, denn verärgerte Kunden werden jetzt garantiert gar nicht mehr zur Sparkasse zurückkehren, sondern genau das Gegenteil ist der Fall: das Image rutscht tief in den Keller und sollte jemand der Sparkasse bisher neutral gegenüber gestanden haben - herzlichen Glückwunsch, dann haben sie den Ruf jetzt richtig ramponiert.


    Hm, bei mir nicht. Und ich stehe den Sparkassen ziemlich neutral gegenüber.


    Zitat

    Dieses Beleidigte-Leberwurst-Gehabe bringt doch absolut gar nichts, außer negativen Schlagzeilen und "Reallohnverlust" weil pro Barabhebung die Kasse geklingelt hätte...


    Ob es was bringt, wird sich zeigen. Überzeugt bin ich davon auch nicht. Aber dennoch kann ich die Motivation der Sparkasse verstehen.

    Och Martyn, hör doch mal endlich mit Deinem Gering- und Durchschnittsverdienerquark auf. Das nervt allmählich echt. Wieviele Gespräche zu dem Thema hast Du denn schon geführt und wie oft begegnet Dir das? Mal abgesehen von Deiner eigenen Situation und RTL-extra? :rolleyes:


    Natürlich gibt es Leute, die sich keine Altersvorsorge leisten. Aber tu doch nicht so, als würde das jeden betreffen und es gäbe nur noch Gering- und Durchschnittsverdiener. Nur, weil man ständig diese Gruppen im TV sieht, muss das nicht heißen, dass es nur die gibt. Und ein Durchschnittsverdiener kann sich sehr wohl Altersvorsorge leisten.


    Ob eine Altersvorsorge dann später mal ausreicht, das wird niemand wissen. Das weiß auch ich nicht, was mich selber betrifft. Aber soll ich deswegen nichts machen?


    Zitat

    So würde dann lediglich der Staat entlastet, der dann Sozialleistungen sparen kann, aber man hat im Ernsfall dann keinen einzigen Cent mehr zur Verfügung als wenn man garnicht vorgesorgt hätte.


    Das Argument begegnet mir ebenfalls oft. Dabei finde ich eins immer beeindruckend: alle sagen "was weiß ich denn, was in 20-30-40 Jahren ist" - aber die, die genau das sagen, wissen alle, dass man ihnen auf jeden Fall das Geld im Alter wegnimmt. Etwas widersprüchlich oder?

    hm. Die einen sagen "Automaten lohnen sich wegen der Gebühren, die durch Fremdnutzer gezahlt werden". Die anderen sagen "der Markt ist erschlossen und gesättigt. Manche Automaten werden wieder abgebaut". Aber einen Automaten, der sich rentiert, den baue ich doch nicht wieder ab?!


    Ist am Ende die Aussage auch mal wieder zu pauschal? Könnte es sein, dass es Automaten gibt, die sich rentieren und welche, die sich nicht rentieren?

    Zitat

    Original geschrieben von Sliders
    Riester Rente ist nur Müll (meine Meinung). Was heute vielleicht nett scheint, ist in Zukunft nicht viel Wert.


    Gilt das ausschließlich für Riesterrenten? Eine Garantie gibt es für keine einzige Assetklasse. LediglichWahrscheinlichkeiten.



    Zitat


    Lege selber fest, was für dich am Besten ist. Immobilien sind immer gut, kaufen und dann vermieten. Das bringt schon einiges, aber auch einiges an Bürokratie und Nerven (falls der Mieter nicht doll ist).


    Immobilien sind immer gut. Ja. Ausser Bürokratie und Nerven / Zahlungsausfällen etc. pp. --> ich will keine Immobilien schlecht reden als Altersvorsorge, aber auch hier aufzeigen, dass pauschale Aussagen wie von Dir einfach Unfug sind.


    Zitat

    Ansonsten würde ich mir da nicht so viele Gedanken machen. Auf so einen Blödsinn (nur meine Meinung) wie private Vorsorge kann ich gerne verzichten, wenn ich mir überlege, dass am Ende eh alles teuerer wird und die 100 Eurs, mit denen ich vorgestern noch einen Wagen voll bei Aldi kaufen konnte, übermorgen nicht viel übrig sein wird. Außerdem: entweder hat man das Geld am Ende (zB Rentenalter) oder man hat es nicht. Ein paar Kröten mehr machen es auch nicht fetter.


    Hinter die Logik werde ich nie steigen. Sie begegnet mir bei vielen Kunden..."ich weiß, dass alles teurer wird. ich weiß, dass ich vom Staat weniger zu erwarten habe. Aber vorsorgen? Wozu denn?"


    Zitat

    Wenn du investieren willst, dann investiere das Geld "in deine Person" (weniger /gar nicht während des Studiums arbeiten, dafür aber mehr auf das Studium konzentrieren): Studium, Master/Diplom und dann PhD mit guten Noten. Dann kannst du vom Gehalt langfristig ohne Zusatzdinger gut leben.


    Eine Investition in Bildung ist imho in der Tat nie verkehrt. Aber auch da: ne Garantie, dass Du immer ein gutes Einkommen hast, bekommst Du dadurch nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Apfelbrei
    Sorry, aber red keinen Schmarrn! Die ING Diba hat rund 970 eigene Automaten (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/ING_DiBa#Produkte)


    nungut, da hätte ich mich präziser ausdrücken müssen, das ist richtig. 970 Automaten von weit über 53.000 Automaten in Deutschland (genau weiß ich es auch nicht)...halt ich immer noch für sehr wenig.


    Mir geht es auch mehr darum, die Unsinnigkeit einer Argumentationskette hier aufzuzeigen. Es wird doch von vielen hier behauptet, es sei lohnend, einen GA zu betreiben, auch oder gerade wegen der Gebühren, die Fremdbanken zahlen. Wenn es aber doch so lohnend ist, dann könnte man auch deutlich mehr Automaten selbst betreiben, um damit als Direktbank Gebühren einzunehmen von den anderen Instituten?!


    Grundsätzlich ist der Markt erschlossen, die Frage ist, wie weit er gesättigt ist. ;)

    naja, aber wenn jetzt jemand mit Diskriminierung um die Ecke kommt und das wohl doch leider ernst meint, dann muss man schonmal den Geisteszustand hinterfragen dürfen. Tut mir leid, aber das kann man bei aller verständlichen Kritik dann doch nicht mehr ernst nehmen.


    Und die Frage, warum die Direktbanken keien eigenen Automaten betreiben, wenn es sich doch offenbar zu lohnen scheint, die ist auch noch nicht schlüssig beantwortet. ;)