Zitat
Original geschrieben von Stefan
Auch wenn es offiziell nicht ausgesprochen werden darf: Ein Arbeitgeber merkt sich die streikenden Mitarbeiter ganz genau. Stehen Kündigungen ins Haus (Rationalisierungen etc.) spielt dieses Wissen sicher eine Rolle, die zu entlassenden zu finden.
Stefan
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In der Schule warst/bist Du auch sicher "so einer", der vorm Lehrerzimmer heimlich wartet um seine Klassenkameraden anzuschwärzen. Gleichzeitig hattest Du sicherlich panische Angst davor, im Klassenbuch negativ eingetragen zu werden. So ein "grenzwertiges" Verhaltensmuster legt man eben nie ab. Nur mit solchem Verhaltensprofil, kann man sich zu solch einer entlarvenden Aussage hinreißen lassen .... :flop:
Du bist meiner Meinung nach ein Paradebeispiel dafür, warum es mit Deutschland immer mehr bergab geht. Es fehlt eben schlicht auch an Solidarität. Jeder denkt ausschließlich und nur an sich selbst. Solidarität ist in diesem Falle durchaus nicht (nur) als gewerkschaftliche Solidarität zu verstehen, sondern fängt eben schon im alltäglichen, sozialen Umgang miteinander an.
Von Dir habe ich ein ganz klares Bild vor meinem inneren Auge : die Schuhe immer schön geputzt, die Haare dick gegeelt, die Schickimicki-Klamotten faltenfrei. Aber vor allen Dingen immer schön die Ellenbogen ausgefahren. Jedoch nur dort, wo mit wenig oder gar keinem Wiederstand zu rechnen ist.
Bei größeren Kalibern ,wird dann eben schnell der "Radfahrer" in Dir aktiv. Oben buckeln u. nach unten treten und immer schön rum, um den Schreibtich des Chefs, ständig auf den Lippen : Chef, ich weiß was ....
Mensch Junge, auch wenn Du es vielleicht (noch) meinst, Du bist nicht der Nabel der Welt. Wären in der Vergangenheit noch mehr Menschen so wie Du "gestrickt" gewesen, könntest Du, z.B. jetzt nicht am PC rumtippen, sondern müsstest u.U. unter Tage als Kinderarbeiter schuften....
Manchmal muß man eben aus der allzu geliebten "Deckung" u. sich "gerade" machen, sonst bewegt sich nie etwas !!
Noch etwas, Euere heilsbringenden Arbeitgeber tun eben z.Zt. (noch) nicht ganz, was sie alles tun wollen, weil es eben Gewerkschaften gibt. Aber schon alleine das, was sie bereits durchsetzen, ruiniert die Zukunft einer ganzen Generation. Oder wie soll die Forderung nach der Halbierung der Lehrgehälter verstanden werden ? Klar kostet ein Auszubildender Geld, aber das hat er schon immer gekostet u. das Argument der zu großen finanz. Last, kann wohl bei Großbetrieben (u. auch die fordern dies verstärkt) nicht greifen ! Und dies ist nur ein Beispiel von vielen, die ich hier weiter aufzählen könnte. :mad:
Also, ich bin und bleibe für ein Gleichgewicht der Macht und ich kann bei weitem nicht erkennen, dass die Gewerkschaft übermächtig ist.
Schon die Beiträge hier, spiegeln ein Bild der derzeitigen Meinung nieder. Dabei wird jedoch für mich bestätigt, dass die "Öffentlichkeitsarbeit", (interessierter) Verbände, nun zunehmend Früchte trägt.
Die Stimmen, die vor der Übermacht der Arbeitgeber warnen, finden keine Plattform mehr. Genau so lief es vor Jahren in England ab, erst die Gewerkschaften verunglimpfen od. gar verleumden, um dann mit eiserner Faust die eigenen, unsozialen Interessen durchzusetzen.
So gehört die Zukunft wohl den Duckmäusern u. damit sind wir wieder am Anfang meiner Ausführungen angelangt. 