Zitat
Original geschrieben von R. U. Serious
dr zuzelbach: Sehr simplizistische Einstellung die du da verbreitest. Menschen sind ja glücklicherweise nicht den Instinkten ausgeliefert, sondern das Verhalten ist in besonderem Maße durch Sozialisation etc. etc. beeinflusst.
Sorry, aber Deine Theorie sieht das Ganze wohl zu sehr von einem akademischen Standpunkt aus.
Meine Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass die "Sozialisation" gewissermaßen eine hauchdünne Schicht darstellt, die den Urmenschen darunter verbirgt. Ruckzuck ist eben genau diese Schicht weg u. der Neandertaler hat die Hand, im besten Fall nur kurzzeitig, am Ruder !
Genau das gilt eben, Querbeet, für alle Lebensbereiche. Ob es die Eifersuchtszene im Bekanntenkreis, der Fremdgänger in der Nachbarschaft ("der ist doch sonst ein solch seriöser Mensch"..), aber auch solch banale Dinge wie der Kampf um einen Parkplatz sind. Überall kommt bei (fast allen) Zeitgenossen, mehr od. weniger ausgeprägt der "Homo-Brutalus" raus.
Wenn Du also damit ausdrücken wolltest, das der Mensch in der Evolutionsleiter bereits die nächste Sprosse erklommen hätte, lade ich Dich hiermit ein, Dir davon selbst ein realistisches Bild, z.B. beim nächsten Sommer-Schlußverkauf zu machen. Ich kenne da einige "lustige" Stellen, von denen aus man den unverfälschen Keulenmann aber auch die fleißige Sammlerin live erleben kann..... 
Das das nun mal so ist, finde auch ich nicht gut. Aber man betrügt sich selbst, wenn man meint, bloß weil man z.B. eine Mikrowelle fehlerfrei bedienen kann, man sich vom Urmenschen u. seinem Verhaltensmuster großartig unterscheiden würde.
Gerade die jüngsten politischen Entwicklungen beweisen auch hier diese Theorie, letztendlich ist es, wenn es darauf ankommt so, dass der Stärkere den Schwächeren frisst ....
Das ist zwar z.B. für die Rentnerin kein großer Trost, wenn sie künftig nicht mehr an die nötige Dialyse kommt, weil ihr eben die finanzielle Stärke fehlt, aber zumindest weiß sie dann, das das ganze hier doch noch ein technisierter Dschungel ist !! :p