Beiträge von Siemensanier

    Wie hoch oder tief wird der DowJones wohl ins Wochenende gehen?


    Meine schlimmste Befürchtung bei 7700. Nämlich dann, wenn sich einige die beim Tagestief in den Markt einstiegen, zum WE wieder verabschieden. Also meine Lieblinge ohne wirklichen Horizont.

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Ich will hier ja keine Panik verbreiten, aber bei der Deuba frage ich mich das schon die ganze Zeit. Entweder haben die wirklich nur Genies in London sitzen oder aber die konnten die Verluste bisher gut verstecken. Anshu Jain ist nicht gerade für Risikoaversion bekannt. Und wenn genau diese Sparte in den vergangenen Jahren für 60% des Unternehmensgewinn verantwortlich ist, dann geht das nur übers Risiko.


    aber dank dieser vergangenen Unternehmensgewinne konnte man sich doch ein Speckpolster anlegen. Und die Märkte gehen doch auch deswegen baden, weil sich manche, teilweise unter Zwang, von diesem Polster jetzt verabschieden.


    Merkt übrigens jemand was? Die Deutsche Bank kann nicht mehr durch Investmentoperationen überproportionale Erfolge erzielen, und schon geht deren Kurs auf Talfahrt. Obwohl es nicht darum geht, Verluste zuschreiben, nein, nur nicht mehr im Spielkasione zocken zu können. Zeugt von der wahren Mentalität im Business.



    Siemensanier


    PS:
    Genie und Anshu Jain in zwei Sätzen so dicht beieinander. :D :D :D
    Naja wenn man wiki glaubt muß wohl was dran sein:
    1963 geb.
    1983 Abschluß Volkswirtschaftslehre Uni Dehli
    1985 MBA und Abschluß der akademischen Laufbahn


    Da hat sich jemand das volkswirtschaftliche Wissen für sich zu Eigen gemacht,
    koste es was es wolle. Es soll ja auch böse Mediziner geben. Genie, oder doch verkleideter Teufel? Nunja, vielleicht war ein Absturz im Jahre 2000 dann doch kein Pilotenfehler, sondern ein Versuch der Teufelsaustreibung.

    Zitat

    Original geschrieben von Erik Meijer
    Das dürfte derzeit überall so sein...


    Die Frage von autares, warum man nicht einfach den Handel mal ein paar Tage schließt, stelle ich mir in der Tat auch. Dann könnte man mal in Ruhe, ohne getrieben zu sein, nach vernünftigen Maßnahmen suchen...daran arbeiten...


    Der erste Tag nach Marktwiedereröffnung würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit derm jüngsten Tag sehr nahe kommen.
    Da niemand weiß, was dann genau geschehen würde, traut sich auch niemand diesen Schritt zu machen.


    Ich spreche jetzt hier vom Hauptkriegsschauplatz und nicht diesen kleinen Nebenplätzen, denn dort kann man sich eine Schließung schon eher mal im überschaubaren Rahmen leisten.

    Zitat

    Original geschrieben von DJ Wisdom
    Das hätte ich auch gemacht. Wir sind bei 7900 (fast 8% im minus) :D.



    Au revoir...


    Und Polen ist doch tatsächlich offen :D


    Sind aber schon wieder bei 8200. Und das stinkt mir zur Zeit sehr. Da machen nicht langfristig orientierte Anleger das Geschäft. Soll das jetzt jeden Tag so weiter gehen?


    EDIT: Und nun sogar im + zum Vortag. Wo sind die 8% Minus ,wahrscheinlich bei langfristig orientierten Anlegen, die gleich nach Marktöffnung geflohen sind.

    Zitat

    Original geschrieben von galahad13

    Rund um die Börsen sitzen doch tausende Kriminelle, die nichts anderes tun als Luftblasen zu produzieren und Anlagebots loslassen, um normale Anleger um ihr Geld zu bringen.


    Ein großer Teil der aktuellen Verluste ist nicht durch die Finanzkrise hausgemacht, sondern mal wieder künstlich initiert.


    *ACHTUNG IRONIE ON*
    Das kannst du jetzt aber so nicht sagen, Dafür haben wir doch die Börsenpolizei (Zitat Hans Eichel), Bafin und spezielle Abteilungen bei unterschiedlichen Bundesbehörden. Der Laden ist so sauber wie der Boden einer Bahnhofstoilette ohne McClean.
    *Ironie off*



    und mit folgenden Beispiel befriedige ich nicht meinen persönlichen Sozialneid, sondern will aufzeigen welche Gefahr für eine Staatsbildung davon ausgehen kann.


    Sehr schlau, wenn das Manager Magazin morgen 11 Oktober wieder ihre Liste der 300 reichsten deutschen am Kiosk präsentieren wird.
    http://www.manager-magazin.de/…ste/0,2828,583215,00.html


    Da versichert die Kanzlerin dem kleinen Sparer, dass seine Einlagen sicher sind. Niemand glaubt ihr, erste Festgeldanlagen sind nicht mehr im Zugriff des Spares. Ob das die richtige Situation ist, um eine solche Liste zu publizieren?
    Rang 1 bis 10 entsprechen zusammengenommen 105,6 Mrd. Zwar nur eine fiktive Summe und kein Barvermögen, aber erzähl das mal den verblendeten Wähler von uns Oskar, oder besser denen, die selbst uns Oskar nicht mehr erreicht. In der Öffentlichkeit hänger derzeit wieder Plakate mit Terrorwarnung diesmal islanmistisch Verdächtiger. Die Älteren unter uns werden sich noch an die RAF Fahndungsplakate erinnern. Und außerdem wird in der Öffentlichkeit gerade mit einem Film die RAF Geschichte aufgearbeitet. Ich hoffe nur inständig, dass in naher Zukunft nicht ganze Plakatwände voll mit Fahndungsfotos hängen werden, und die Liste des ManagerMaganzin nicht als Zielidentifikationsliste missbraucht werden könnte.

    Hier ist soviel Sprengstoff für das Staatswesen begraben. Doch die wirkliche Gefahr besteht darin, das die verantwortliche Stellen weder in Politik noch der meinungsbeeinflussenden Zunft dies zu erkennen scheinen.

    Ich bin mal wieder im falschen Film.


    Schaut zufällig noch jemand JBK. Meister Segelo** (Nein das war jetzt gemein) in schwarzem Anzug auf der Trauerfeier erschien,und ein hochqulifiziertes Expertenkarbinett vor sich sitzend. Was sucht da eigentlich unser ZDF HyperWissenschaftler?


    Und dann noch dieser Anwalt, der sein Examen wahrscheinlich vorgestern noch nicht in der Tasche hatte. Natürlich bekommen alle Lehmangeschädigten wegen Falschberatung ihre Einlage wieder, müssen sie doch nur einen Anwalt aufsuchen.



    Man, und all diese Pappnasen verdienen heute abend auch noch Geld genannt Gage. Zwar nicht vom Steuerzahler bezahlt, aber vom zweitschlimmsten der GEZ.

    Zitat

    Original geschrieben von Andreas Böhm
    IMHO zu früh. Grade eben hat der Dow die 9000 Punkte nach unten durchbrochen. Seitdem gibt es kaum einen Halt nach unten.


    8650 :eek:



    damit hätte ich zugebenerweise nicht gerechnet. Nur gut, dass es mir nur einige Gedanken kostet, und ich nicht aktiv am Abwärtsstrudel involviert bin.


    Und wir wollen ja mal eines nicht vergessen, wieviel Mrd sind schon zusammengenommen stützend international in die Märkte geflossen?

    Zitat

    Original geschrieben von Hellwach

    Die Zeit für neue Spielregeln wird kommen, aber sie ist nicht jetzt. Jetzt ist die Zeit des entschiedenen Handelns, sodass Vertrauen bestehen bleibt. "Außergewöhnliche Zeiten erforderten eben außergewöhnliche Maßnahmen", wie derzeit so oft und schön zitiert wird.


    Jeder Euro oder Dollar der heute von staatswegen in das System gepumpt wird ist ein verlorener Euro oder Dollar. Bevor nicht die Löcher im Eimer gestopft werden, würde auch dieses Geld wieder versickern. Und so groß könnten die Summen gar nicht sein, als dass sie nicht viel zu schnell versickern um wirklich nachhaltige Auswirkungen zu haben. Aber da bin ich wieder bei meinem Lieblingsthema der Kapitalkonzentration.


    Und um jetzt mal ehrlich zu sein, wer flitzt den gerade zur Bank. Doch nicht der gemeine Sparer.

    Zitat

    Original geschrieben von Hellwach
    Richtig. Geht auch nur eine deutsche Bank pleite, dann haben wir ein riesen Problem. Es wäre dann sehr wahrscheinlich, dass es einen Bankrun gäbe, die Folgen wären unabsehbar, da das dann wie Dominosteinchen im Extremtempo läuft.


    und was ist die Folge dieses Dominosteinprinzips? Banken macht weiter so, denn man kann euch nicht einzelnd vor die Wand fahren?


    Nene, so einfach ist das nicht. Der Markt, sofern überhaupt noch vorhanden, muß schon von solchen Marktteilnehmer bereinigt werden. Lehman hat es erwischt, weil drüben Wahlen anstehen, und keiner genau wußte wie man in einer solchen Situation mit der Sache am Besten umgehen kann, ohne Porzellan bei der Wahl zu zerschlagen.


    Einfache Warnschüsse vor den Bug haben schon lange nicht mehr gereicht, denn es reagierte sowieso niemand mehr darauf. Eventuell wäre es bei Lehman sinnvoll gewesen die Brücke gezielt unter Beschuss zu nehmen, ohne gleich den ganzen Kahn zu versenken. Nur waren unsere Grobmotoriker dort dazu nicht wirklich in der Lage. Und Verstaatlichung hat in den USA nunmal einen ähnlich schlechten Ruf wie Kommunismus.


    Hier fehlt einfach noch ein Instrument für solche Fälle, neben Insolvenz Chapter11 und "weiter so". Ein Instrument, was aber durchaus auch Anlegern als Warnschuß dienen sollte. Also nix mit 100% Forderungsbedienung.

    Zitat

    Original geschrieben von Hellwach
    Man kann vom Normalbürger kaum verlangen, dass er sich über alle Details selbst informiert. Von dem her sehe ich auch keine Schuld bei den Kunden, es sei denn man war sich des Risikos bewusst durch Fachpresse, Fachforen,.... Es ist völlig natürlich, dass Menschen auf Anreize (hohe Zinsen, niedrige Preise) reagieren.


    Natürlich kann man das nicht. Aber seit dem selbst die Tageschau für die börsen Bereichterstattung platz schaffte, waren wir doch alle Wirtschaftsexperten. Wie schön waren noch die Zeiten, als über den Zustand am Wohnungsmarkt und über den Butterberg berichtet wurde.


    Zitat

    Original geschrieben von Hellwach
    Das Problem ist vielleicht eher die Bankenaufsicht, die es erlaubt hat, dass eine Bank, die lediglich eine Mikro-Volkswirtschaft mit 310.000 Einwohnern hinter sich hat überhaupt mit einer eigenen Einlagensicherung aktiv werden durfte. Weshalb hat man nicht darauf bestanden, dass sich die isländischen Banken (Landsbanki in England und Kaupthing anderswo) sich einem europäischen System anschließen?


    Ich denke es wird zudem als größter Fehler in der Geschichte Islands eingehen, dass man sich nicht dem Euro angeschlossen hat. Vielleicht kommt ja auch Großbritannien demnächst wieder auf den Geschmack.


    Das Problem ist doch, das Island von dem Großteil der Anleger als Teil Europas angesehen wird. Wie die wahren Zusammenhänge sind, spielt da kaum eine Rolle. Wäre es nicht Island sondern Guinea gewesen, hätte das Spiel so nicht funktioniert.


    Zitat

    Original geschrieben von Hellwach
    Die Krise hat zudem bisher eines gezeigt: Es kann in Zukunft nur voran gehen, wenn man eine europäische Wirtschaftsregierung etabliert und die Steuer- und Finanzregeln einheitlich gestaltet. Sarkozy und Berlusconi - so demagogisch sie sich sonst auch geben - sowie Brown haben schon allen Grund, auf Merkel und insbesondere Steinbrück sauer zu sein.


    In solchen Zeiten braucht man einen Fels in der Brandung. Und der heißt ganz klar Europa.


    Merkel hätte sich schon längst an der Flickschusterei beteiligt. Nur arbeitet sie schon heute massiv daran, den Mietvertrag für das Bundeskanzleramt im nächsten Jahr zu verlängern. Wären wir wieder beim Normalbürger, nur diesmal nicht als Anleger sondern als Wähler