Amen,
mehr bleibt zu dieser ökonomischen Gardinenpredikt nicht zu sagen, greift sie doch viele wahre Punkte auf.
Aber warum die Stimmung in vielen Teilen Europas , entwickelten Asiens und auch den USA dann so ist wie sie ist, kann ich gar nicht verstehen. Die zunehmende Zukunftsangst der Menschen. Müßten wir doch im Paradies leben, nachdem die Hölle Kommunismus ausgetrieben wurde. Hat da nicht doch einer in die böse Frucht der Erkenntnis gebissen?
"Wert einer Leistung":
Dumm nur das sich dieser durch Globalisierung nicht mehr einheitlich konstant abbilden lässt. Zölle und Schranken sind gefallen, Werte im Zuge dieses auch.
"funktionsfähigen Marktwirtschaft":
*hüstel* schon Ironie des Schicksals, dass der böse Kommunismus es erst durch sein Zugrundegehen schafft genau diese Funktionsfähigkeit zu untergraben. (Überangebot von Arbeitsleistung) Oder doch besser ausgedrückt, die Rahmenbedingungen für eine funktionsfähige Marktwirtschaft nicht weiter mit Unterstützt. Huch jetzt bin ich ein Linker. Schreiben die doch auch was vom Nutzen innerhalb des Kapitalismus durch vorhandensein des Kommunismus.
"Für den Preis oder Tauschwert eines Produktes ist es in einer Marktwirtschaft jedoch gänzlich unerheblich, wie hoch die subjektive Anstrengung war, die erbracht wurde, um es zu erstellen."
Wie recht du hast. Warum werden dann eigentlich oftmals gerade gewisse Vergütungen subjektiv und nicht objektiv bewertet. Ein böser M der Vermögen objektiv vernichtet, verdient objektiv hierfür keinen Lohn, erhält aber subjektiv eine Abfindung. Weil die bösen M eben nur subjektiv und nicht objektiv bewerten können.
"Mindestlohn":
Und immer schön nach unten orientieren. Deflation ist ja auch ein vom Ökonom zu bevorzugendes Aggregat.
"Und wieder unsere 10 50 Debatte"
Wäre die Welt doch schön, würde es die anderen 90% nicht geben.
Und jetzt wird es ganz links:
Arbeitspflicht für alle?
klar, aber bitte in Lagern, und unter Aufsicht der Stasi mit einer hohen Mauer darum. Oder doch nur ein soziales Jahr, innerhalb der Heranwachsende lernt, das man das Alter in einer Privatresidence auf Mallorca verbringen darf, wenn man denn mal genug geleistet hat, oder andernfalls 23 h am tag in einem Zimmer mit 2 anderen Genossen im bettliegend verbringen darf.
"Oder die Enteignung aller Vermögen über 250000€?"
Warum denn enteignen. Setze deine Grenze bei 10.000.000 € an, und begrenze hier das max. zulässige Privatvermögen. Erträge oberhalb sind in Kapitalgesellschaften zum Nutzen derer als Grundkapital anzusehen. St. Moritz ohne deutsche Großaktionäre, nicht vorstellbar. Noch schlimmer, Unternehmungen mit ausreichender Eigenkapitaldecke. Die Banken jammern heute schon, wohin mit den Mrd. Euro der Privataltersversorgungen und Kleinsparer.
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Jaja, die Ökonomie ist schon eine tolle Religion, wenn man Ihr erstmal verfallen ist sieht alles so schön einfach aus. Nur ein Haken hat das Ganze doch. Religionen können sich innerlich zerrütten, obwohl doch alles so klar und eindeutig sein sollte. Siehe Evangelen und Katholiken.
Man hat in dieser Predikt immer gelesen, Marktwirtschaft. Vieles was gesagt wurde stimmt zweifelsohne. Zumindest wenn wir bei der Marktwirtschaft bleiben. Setzt man erstmal sozial vor die Marktwirtschaft sieht es schon anders aus. Und richtig schlimm wird es dann, wenn die Reformierten erkennen müßen, dass eine soziale Marktwirtschaft nicht mehr unter den Gesetzen einer Marktwirtschaft dauerhaft funktioniert. Den Altgläubigen ist dies egal, funktioniert doch ihr Modell so schön in der Theorie. Und das es in dieser Theorie eine Großzahl von geduldeten Verlieren gibt, braucht man ja nicht zu erzählen.
Und die Reformierten müßen sich halt weiter auf die Suche nach der Erkenntnis begeben. Wenn es denn einen Ausweg ohne Verlierer überhaupt geben soll.
Siemensanier