Beiträge von ChickenHawk

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Gewalt und Zerstörung sind gar keine Lösung dagegen, aber manchmal nachvollziehbare Reaktionen auf eine Gesellschaft, die den Leuten zunehmend den Hals zudrückt.


    Nein. Punkt.


    Und bei so manchen Statements frage ich mich ernsthaft was man geraucht haben muss um so einen Unfug in die Welt zu setzen...


    Lynchen, asoziales Beratergesindel - sag mal Jungs merkt ihr noch was?

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Und wenn Medikamente aufgrund von Kürzungen fehlen sterben was....Tiere?


    Also bitte...


    Zitat aus dem Artikel:


    "Was ist mehr wert: Das Leben eines griechischen Rentners? Oder ein deutscher Streifenwagen?"


    Das ist und bleibt nun mal polemischer Mist. Zumal es eben nicht nur ein Streifenwagen war sondern da noch Personen drin gesessen haben.


    Man kann ja gegen alles und jeden protestieren wenn man denn will - aber dann bitte im Rahmen der Demokratie und ohne Gewalt. Es passiert jetzt nämlich genau das was in solchen Fällen immer geschieht. Anstatt die Gewaltausbrüche nun zu verurteilen wird hier wieder relativiert und abgewiegelt, denn schließlich wäre man ja schon irgendwie moralisch im Recht und deswegen müsste ja so ein bisschen Krawall ja wohl auch mal drin sein...


    NEIN! Gewalt ist hier nicht zu tolerieren - egal ob sie von rechten oder linken Spinnern kommt.


    Und was ja auch immer gern vergessen wird: Es ist ja eben nicht so als wäre die EZB / Politik allein Schuld daran das GR momentan so beschissen da steht. Man hat sich 2001 mit - sagen wir freundlich - geschönten Zahlen in den Euro "geschummelt" (ja haben andere auch gemacht).


    Hat sich über Jahre einen überbordenden Staatsapparat mit zigtausend Beamten (ca. 770.000 bei gerade mal 10 Millionen Einwohnern, 2009 hatte man sogar über 1 Mio. Beamte!) geschaffen bei dem die Leute fürs rumsitzen bezahlt werden (im Vergleich 1984 hatte man 250.000 Beamte - in DE gibt es 1,9 Mio. Beamte für 80 Mio. Einwohner). Verhältnis Beamte / Bürger in GR 1 zu 12, in DE 1 zu 42.


    (Die ganzen "Beschäftigten" in unwirtschaftlichen Staatsbetrieben sind dabei noch nicht mal mit drin.)


    Und obwohl es für 12 Griechen jeweils statistisch einen Beamten gibt bekommt man es dort nicht auf die Reihe ein Katasterwesen auf die Beine zu stellen (-> Folge es wird keine Grundsteuer gezahlt). Das sonstige Steuerwesen ist eine Katastrophe (geschätzte 30 Mrd.(!) € in 2011 hinterzogen), Korruption ist ein großes Thema usw. usf..


    Die Liste könnte man beliebig fortsetzen. GR hat sich seit 1999 seinen Wohlstandszuwachs mit Schulden "erkauft" - das Pro-Kopf-Einkommen hat sich in einer sehr kurzen Zeit fast verdreifacht. Man hat sich also einen Lebensstandard geleistet der deutlich über der eigenen Produktivität gelegen hat. (WiWis sagen man müsste in GR die Löhne um ca. 25% senken um ein Lohnstückkostenniveau von DE zu haben). Steuerquote liegt bei 32% (EU-Durchschnitt 40%).
    Damit ist man international eben nicht wettbewerbsfähig.


    Ging lange gut - auch weil man eben die tatsächlichen Zahlen verschleiert hat. 2009 wurde das der EU gemeldete Haushaltsdefizit von 3,7 auf 12,5 Prozent "korrigiert". Zur Erinnerung: Die EU hätte gern nicht mehr als 3% Defizit. Zweistellige Defizitraten (und das über Jahre) sind der Tot einer Volkswirtschaft. Und das war lange bevor(!) die EZB auch nur irgendeine Reform vorgegeben hat.


    Wenn man das auf den privaten Bereich überträgt: Ich verdiene 2.000,- € netto gebe aber jeden Monat 4.000,- € aus. Irgendwann dreht mir dann die Bank den Hahn zu weil ich meinen Dispo bis zum geht nicht mehr ausgereizt habe - Schuld daran, dass ich jetzt aber nicht mehr weiterhin die 4K € auf den Kopf hauen kann hat dann die böse Bank?


    Wäre GR nicht Teil der EU gewesen - die Staatspleite wäre (ähnlich wie in Argentinien) über kurz oder lang nicht zu verhindern gewesen. Sie sind nun mal aber Teil der EU und insofern zeigt man sich hier solidarisch - aber verständlicherweise nicht um jeden Preis.


    Und ja es ist nicht schön wenn sich jemand seine Medikamente nicht mehr leisten kann - aber das ist eben nicht ausschließlich dann die Schuld der EZB oder von Fr. Merkel. Man kann sicherlich darüber streiten welche Maßnahmen nun geeignet sind GR langfristig wieder auf die Beine zu helfen und ob die bisherige Sparpolitik nun wirklich das beste oder einzige Mittel ist. Das ist aber noch lange kein Grund dann Autos abzufackeln oder Scheiben einzuschmeißen. Nicht mal ein bisschen...


    GR braucht Reformen - und zwar schnellstmöglich. Das die Kredit-/Geldgeber hier aber nur bedingt bereit sind erstmal noch weiterhin unbegrenzt Geld zuzuschießen und darauf zu hoffen das dann irgendwann mal (vielleicht) doch die ein oder andere Reform in Angriff genommen wird sollte auch klar sein oder?