leibi111
Zahn überbrücken? meint wohl Zahn überkronen.
Eine Krone ist eine Art Kappe, die über den zuvor beschliffenen Zahn geklebt wird.
Metall: metallfarbig, also golden oder silbern, stabil, langlebig, Aussehen Geschmackssache.
Keramik: Zahnfarbend, Aussehen natürlich, aber in Abhängigkeit vom Material (Feldspatkeramik, Leucitkeramik, Zirkonoxidkeramik) spröde und bruchanfällig, evt. nicht so langlebig.
Klassische Lösung: Metallkeramik, d.h. Metallgerüst (der Stabilität wegen) mit Feldspatkeramik verblendet, Sandwich-mäßig.
oder neuzeitlich : Zirkonkeramikgerüst (weiß) mit Feldspatkeramik verblendet.
mannesmann
Das Material heißt Amalgam ,
Das Material wird je nach Verwendungzweck ausgesucht. Aus Amalgam und Kunststoff lassen sich z. B. keine Kronen fertigen, aus Titan keine Füllungen (Inklays).
Titan war (ist) schwierig unter den Bedingungen im zahntechnischen Labor zu verarbeiten (Guß mit der verlorenen Form). Ist aber sonst von den Eigenschaften ideal: Biokompatibel, Röntgentranzluszent, Preiswert, Korrosionsfest etc.
Aber beim Guß entsteht die sog. Alpha-Case, eine nicht mundstabile Oxidschicht, die durch Abschleifen entfernt werden muss. Dadurch sind die Gußteile leider nicht sehr exakt. Maschinelle Fertigung wie in der Großindustrie ist für individuelle Einzelanfertigungen wie Kronen etc. nicht möglich. Kopierschleifverfahren sind erst im Kommen.
hasenhirn
Ob der Zahnnerv durch eine Kunststofffüllung abgestorben ist, kann man natürlich nicht eindeutig beantworten, aber Bestandteile des Kunststoffes (Restmonomere) können durch die verbliebene Zahnsubstanz diffundieren, und können dann Pulpentoxisch (vergiften den Zahnnerv) sein. Tiefe Kunststoffüllungen sollten darum eine isolierende Unterfüllung haben.
Ein wurzelbehandelter, also "toter" Zahn wird nicht mehr ernährt, und wird spröde, ist also bruchgefährdet. Wurzelbehandelte Zähne brechen häufig ab, oder splittern. Aus diesem Grund werden solche Zähne häufig mit Kronen versorgt. Da bei großflächig zerstörten Zähnen wenig Halt zu finden ist, wird gerne ein Stift, oder eine Schraube im Wurzelkannal verankert, um mehr Haftung zu bekommen. Das sind alltägliche Verrichtungen eines Zahnarztes.
Wahrscheinlich ist der Schaden am Zahn garnicht so groß: die Zunge vergrößert etwa 7x, also abwarten.
DrMac
Leider sind seit Anfang 2005 nicht mehr alle Wurzelbehandlungen Kassenleistung. Seitenzähne sind nur noch bei ganz bestimmten Ausnahmeindikationen von der gesetzlichen Krankenkassen zu tragen.
200 Eur sind ein ganz normaler Betrag für eine private Wurzelbehandlung.
@ Anja
Die Temperaturempfindlichkeit ist durch das "Schleiftrauma" bedingt, das Material spielt eine untergeordnette Rolle.
Ansonsten geht eben nicht jedes Material für jeden Einsatzzweck.
In der Hoffnung ein bischen Klarheit gebracht zu haben.