Wenn die TSI Motoren neu sind, dann sind sie alle brauchbar. Das Problem ist, dass wenn sie älter werden, schon frühzeitig Motorverschleiß auftritt. Meiner ist ein TFSI im Octavia RS. Das Ding hat schon immer einen deutlichen Ölverbrauch gehabt. Da ich das aber mittlerweile weiß und mein Öl bei einem günstigen Teilehandel einkaufe, juckt mich das aktuell nicht besonders. Die Maschine braucht halt einfach Öl und da ich das weiß, schaue ich einfach häufiger nach dem Ölstand. Ein Wechselintervall kann ich so "etwas weiter" ausdehnen, weil die Menge, die noch in der Ölwanne drin ist, eh immer mit neuem Öl vermischt wird. Ich kippe auf guten 20000 km immer ca. 2 Liter Öl in den Motor. Das ist eindeutig zuviel!
Ein Aspekt könnte sein, dass der Motor über den Turbo Öl verliert. Damals habe ich das noch zu Garantiezeiten moniert, die "Vertrags-"Werkstatt hat aber keinen Fehler gefunden. Heute denke ich, dass die entweder einfach nur inkompetent waren oder man den Motor schlampig konstruiert hat. In den einschlägigen Kfz.-Foren ist beim Octavia RS im Allgemeinen die Rede davon, dass der Motor Öl braucht.
Bei den neueren TSI-Maschinen hatte es mal beim 1.4er Probleme mit den Steuerketten gegeben. Da konnte es pasieren, dass zwischen 40.000 und 70.000 km die Ketten rissen. Das soll heute kein Problem mehr sein.
Bei der 170 PS Maschinen kommt hinzu, dass diese über eine so genannte "Register-Aufladung", bestehend aus einem Turbo für den oberen Drehzahlbereich und einem mechanischen Kompressor für den unteren Drehzahlbereich, verfügen.
Das Problem ist, dass es hier sehr teuer werden kann, wenn an dieser recht komplizierten Technik etwas dran ist. Bei den frech-dekadenten Werkstattpreisen heute, kann das schon in einem Kleinkredit ausarten, wenn der Wagen in die Werkstatt muss.
An den neuen TSI-Motoren ist viel zu viel komplizierte Technik dran. Ich traue dem "Braten" einfach nicht.
Hinsichtlich des Themas "Kompressoren im VW" siehe die Technik der "G-Lader" im VW Polo G40, VW GOlf 2 G60 und Corrado G60. Da hat VW keine Meisterleistung vollbracht. Die Lader sind damals "gestorben wie die Fliegen" und waren als Verschleissteil zu werten!
Nach Möglichkeit wird auch bei VW die Technik "billigst" produziert, was dazu führt, dass Materialgüten und -Legierungen nur auf die maximale Belastung, die in der Praxis vorkommen kann, ausgelegt sind. Sicherheitsreserven, wie früher üblich, werden heute fast nicht mehr ausreichend mit eingerechnet. Wenn man an einem Bauteil 2 Cent sparen kann, dann wird das auch gemacht. Soll der Kunde doch zum Service, wenn was ist.
Die Schäden treten eh erst nach Ende von Garantie- und Kulanz-Zeiträumen auf. Spätestens dann sieht bei mir kein Fzg. aus dem VW-Audi-Seat-Skoda-Konzern mehr eine Vertragswerkstatt.
Wer für eine Inspektion, bei der neben einem Öl- und Filterwechsel nur noch der Innenraumluftfilter gewechselt wird, 400,- Euro verlangt, der hat es auch nicht anders verdient, wenn der Kunde später nicht mehr kommt und dem "Freien" eine Chance gibt. Wenn die Technik nicht zu kompliziert ist, dann kann man da auch problemlos hinfahren, schließlich haben die Jungs dort ihren Job auch gelernt.
Bei älteren BMW-Dieseln wäre ich auch vorsichtig. Da soll es auch Probleme geben, die dann richtig ins Geld gehen.