Zitat
Ich stimme die voll und ganz zu. Die Ansicht von Autotelefon ist reiner Populismus. Fakt ist daß es Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt. Wenn diese Überschritten wird, ist es legitim wen hierzu ein Bußgeld oder Fahrverbot aufgelegt wird. Dabei ist es egal wo geblitzt wird und ob eine Beschränkung sinnvoll ist. Das entscheidet immer noch die legislative und exekutive hier in der BRD und nicht wir !
So argumentiert nur jemand, der die Realität auf deutschen Straßen, insbesondere Autobahnen, nicht ausreichend kennt.
Ich fahre sehr, sehr viel Autobahn im Jahr, und es gibt unzählige Stellen, deren Tempolimit einzig und allein dem Zweck gewidmet ist, dort Kasse zu machen.
So gibt es schon seit langem eine Baustelle auf der A72 bei Zwickau, die fast 13 Kilometer lang ist. Dort gilt Tempo 60. Niemand, aber wirklich niemand, fährt dort 60, selbst mit 80 blockiert man noch den Verkehr.
Aber wer kassiert dort? Richtig, die anliegende Kommune, deren Haushalt ziemlich eng ist.
Natürlich kann man den "Abzock"-Vorwurf nicht pauschalisieren, und das tue ich auch nicht. In Bayern etwa wird i.d.R. nur an Gefahrenstellen geblitzt und im Vergleich zu anderswo auch relativ selten.
Aber gerade in den neuen Bundesländern (gegen die ich übrigens nichts habe! Ich mag Städte wie Leipzig, Dresden etc. sehr gern!) wird zum Aufbessern des kommunalen Etats geblitzt - und das in Städten wie Leipzig oder Dresden, aber auch vielerorts auf dem platten Land. Und sehr oft auch sehr exzessiv.
Hier steht dann nicht die Verkehrssicherheit als oberstes Motiv.
Wer von den Heiligen hier im Forum (ich sehe die Heiligenscheine leuchten
) jedenfalls stur jedes Limit befolgt - ganz nach dem Motto: Wird schon seine Richtigkeit haben -, der tut mir leid. Leid deshalb, weil er nicht kritisch reflektiert und Dinge als gegeben hinnimmt.
Ich persönlich stehe dazu, Limits oft nicht einzuhalten, fahre aber max. +20 zu schnell, so daß ich mich stets nur im Bußgeldbereich bewege.
Und ja: Ich trage keinen Heiligenschein... :p :cool:
MTT 