Beiträge von scaleon

    Hab mir die Doku mal angesehen. Interessant finde ich den erwähten Dienst https://reviewmeta.com/ dort kann man Amazonbewertungen auf ihre Glaubwürdigkeit testen.


    Habe mir die Seite zwar unter Favoriten gespeichert, aber nach ersten Testst ist die Glaubwürdigkeit sehr fraglich. Ein Beispiel. Schaue mich derzeit nach einer kleinen Kompaktkamera bei Amazon um und da bin ich auf die gestoßen:


    https://www.amazon.de/dp/B01MT…RX9O?_encoding=UTF8&psc=1


    Scheint also einigermaßen brauchbar zu sein, da ich die negativen Bewertungen z.T. an Hand meiner 11 Jahre alten Ixus 860 durchaus bestätigen kann. Pikant ist dass seiner Zeit diese Kamera mit "gut" bei Stiftung Warentest abgeschnitten hat, aber ich die Fotoqualität eher als "ausreichend" beurteilen würde. D.h. mein heutiges Huwaei Handy macht 10x bessere Fotos, obwohl ja nicht die Pixelzahl sondern der eingebaute Chip entscheidend sei. Insofern würde ich bei dieser Preisklasse-Kamera (meine alte hat sogar 200€ gekostet) die negativen Bewertungen nicht partout als "Fake" bezeichnen. Das tut die Seite aber und ist für mich schon mal unglaubwürdig.


    https://reviewmeta.com/amazon-de/B01MT6WI1B


    Ein anders mir bekanntes Produkt, welches sehr umstritten ist (sinngemäß 10x 5 Sterne, 2x 3-4 Sterne und dann wieder 10x 1 Stern) wird als völlig unbedenklich eingestuft. Da ich aber das Produkt hatte, weiß ich, dass es nichts taugt und die negativen Bewertungen somit absolut glaubwürdig sind. Bei so unterschiedlichen Bewertungen aber (egal wie man selbst das Produkt bewertet hat), sollte doch eigentlich eine seriöse Bewertungsseite sofort anschlagen, nicht?



    Nun hab ich noch mal geguckt und er hat keine negativen Rezensionen. Lediglich kritische neutrale sind zu finden. Bei Google sind ebenfalls keine kritischen Rezensionen mehr zu finden.


    Sag ich ja -alles nur Betrug. Dabei sind schon die obligatorischen "99%Ebay-Positive Bewertungen" ein Witz, denn das sind schon nordkoreanische Verhältnisse. Wo bitteschön findet man denn 100 Leute von denen 99 die gleiche Meinung haben?

    [USER="2637"]SilentBoB[/USER]


    Habe mir die Doku angesehen -aber überzeugt hat sie mich nicht. Habe mehr erwartet.


    Zum einen hat sich die Doku überwiegend damit beschäftigt, dass positive Bewertungen gekauft werden. Das ist aber nur die halbe Wahrheit -denn über die Löschung/Zensur der durchaus wichtigeren negativen Bewertungen wurde nur ein einziges Beispiel mit tripadvisor.de gebracht. Das war die Kundin die eine negative Bewertung abgegeben hatte und diese (mit scheinheiligen Argumenten wie angeblich eine Email zu Verifizierung geschickt) nicht veröffentlicht wurde. Und genau hier sehe ich das grundlegende Problem von Bewertungen und zwar wenn die negativen (ob gefakt oder echt) zensiert und gelöscht werden.


    Denn meine bisherige Erfahrung ist so, dass Portale grundsätzlich keine negativen Bewertungen sehen wollen und dementsprechend sie sich Rechtfertigungen ausdenken wieso nicht veröffentlicht oder geben gar keine Auskunft. Das ist mir neben Ebay auch bei idealo.de und Amazon passiert. Diese wirtschaftliche Abhängigkeit wurde gar nicht in der Doku angesprochen -im Gegenteil, man behauptete sogar dass Bewertungen zu lasch geprüft würden.


    Dann fand ich die Ärzte-Bewertungsgeschichte auch nicht in Ordnung. Da beschweren sich Ärzte weil sie negativ wegen einer pampigen Arzthelferin bewertet wurden oder weil sie Termine abgesagt haben -aber so nimmt nun mal ein Patient den Arztbesuch wahr. In der Doku ist eine gewisse Sympathie dazu rüber gekommen und das finde ich Partei ergreifend. Kritik ist nun mal Kritik und darüber sollten andere entscheiden -nicht die Betroffenen!

    Aber bitte werf nicht alle Händler in den selben Topf we du es zu Beginn getan hast.


    Tja, das ist so eine Sache wie mit den Bewertungen über die wir reden: Was spielt es für eine Rolle wenn 20% der Verkäufer 5 Sterne kriegen aber die restlichen 80% mit 1-2 Sternen bewertet werden. Wie ist dann die Händler-Quote bei Ebay mal mit der Amazon-Bewertungs-Darstellung gesehen? Richtig! Also schlecht mit ø3 Sterne. Darauf will ich hinaus -da nutzt es wenig dass es ein paar vernünftige gibt, der Gesamtendruck ist aber eher schlecht.



    Aus einem Beitrag mittendrin hatte ich übrigends den Eindruck dass du zumindest teilweise Probleme mit ausländischen/asiatischen Verkäufer hast.


    Also mit asiatischen bei Ebay gar nicht, da mir jegliche Rückabwicklung & Garantie zu stressig wäre. 1x hatte ich mal Probleme mit einem Araber aus Deutschland (gewerblich) der trotz Vorkasse offenbar nichts verschickt hatte. Auf Nachfrage meinte er selbstverständlich alles sei raus, aber da Warensendung keine Track ID. Gut dann habe ich 4 Tage gewartet -wieder nichts da. Dann wieder angeschrieben und gesagt dass ich eine Anzeige bei der Polizei mache (geht ruck-zuck bei mir) und dann meinte er schickt mir die Ware nochmal. Dann wieder 10 Tage vergangen und wieder keine Ware aber wenigstens Geld zurück überwiesen -aber jetzt war die schlechte Bewertung an der Reihe. Bin ich denn Nögler?


    Was ich mit all dem sagen will ist: Das "System" Ebay macht es -milde gesagt- unseriösen Händlern sehr einfach dort ihr Unwesen zu treiben. Angefangen bei den verzerrten Bewertungen, über die Zahlungsmodalitäten bis zum unzureichenden Schutz der Kunden (in rechtlicher Sicht & Ebay Kundensupport) hin. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass viele Händler (trotz der größeren Amazon-Reichweite) ausschließlich bei Ebay verkaufen und fügt sich in das Bild welches ich anfangs aufgezeigt habe. Denn ich suche oft den einen Ebay-Händler bei Amazon um es dort zu kaufen -aber der ist einfach nicht da...;)




    Im Gegensatz zu Deutschland habendiese gänzlich andere Grundlagen und Geschäftsgebaren die deutsche Händler früher oder später den Hals kosten würde.
    u.a. scheint es auch ganz einfach so zu sein das ebay Löschungen dokumentiert und dann ist einfach irgendwann Schluss mit Löschungen für den betroffenen Händler (aber auch Kunden die es mit Bescwerdenn übertreiben).


    Naja, mit chinesischen Händlern auf Amazon habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Nur ein einziges mal gab es mehr als 1 Email und zwar ging es dabei um einen Gürtel den ich aus China bestellt habe. Das Problem dabei: Die Chinesen messen die Gesamtlänge inkl Schnalle, in Deutschland (Europa?) misst man aber vom 3.Loch bis Ende Schnalle. Somit konnte ich den Gürtel gar nicht zu machen. Für mich war das ein klarer Fall von Geld-Zurück oder Umtausch aber dann richtig. Der chinesische Händler wollte aber handeln ala 30% Rabatt und so, aber ich sagte selbst geschenkt ist der Gürtel für mich wertlos. Dann gab er auf und erstattete.


    Und noch ein anderes schönes Beispiel was ich mit einer "Masche" der Verkäufer sowohl bei Ebay wie auch bei Amazon meinte. Es ging um eine Batterie von Varta Modell CR xyz, mit durchweg positiven Bewertungen (keine 1-2 Sterne dabei) und somit bestellte ich gerade die. Es kommt aber eine Batterie Varta Modell CR abc an, die ihrerseits eher negativ abschneidet. Ich schrieb den Verkäufer an (war bei Amazon) und sagte, dass ich gerade die andere bestellt habe wegen der Bewertungen und auch nur diese haben will. Verkäufer hat gleich eingelenkt (war eine 2-3€ Batterie) und schickte mir die richtige zu. Der eine könnte jetzt sagen ich wäre klein-klein, aber dann sage ich dass Verkäufer genau darauf wetten und ihre Shopleichen dadurch loswerden -und hoffen dass es die Leute nicht merken oder den Aufwand einer Reklamation scheuen.



    Wenn es Bullshit ist den Leuten vorzuschreiben mit was sie vergleichen dann sollte zumindest der Schreiberling erklären mit was er vergleicht - "der Skoda hat im Vergleich mit meinem Ferrari Probleme auf der Landstrasse von 80 auf 120 zu beschleunigen um zu überholen" hört sich anders an als "wegen der Untermotorisierung hatte ich beim überholen beinahe einen Frontalzussammenstoß" - immer an die Leser denken ;)


    Ja, man kann diese Alberei unendlich fortfüheren, der Punkt ist aber der dass jeder anders empfindet und soviel sollte ein "Bewertungssystem" aushalten dürfen. Ansonsten könnte man ja gleich vorgefertigte Rezensionen aus einem Reiter auswählen. Und gerade solche Bewertungen (Skoda-Range Rover) zeigen doch, dass nicht alles gleichgeschaltet ist und jede Bewertung hier (auf der Verkaufsplattform) auch Gehör findet. Denn wenn wir uns die Welt in Skoda und Range Rover aufteilen -dann brauchen erst recht nicht BMW, Audi, VW......


    Die Ware war in Fall schon beim Käufer und er hatte auch keine Sachmängel vorgebracht, die es auch nicht gab.


    War das neue Ware oder gebrauchte? Ich will nur versuchen zu verstehen, was der Käufer dazu getrieben hat? Unabhängig davon bleibe ich aber dabei, dass eine Meinung frei äußern zu dürfen ein hohes Gut ist und dieses Recht dürfe nicht durch irgendwas und schon gar nicht von der betroffenen Seite einfach weggelöscht werden.


    Ich habe dir weiter oben das Beispiel mit dem Bewertungssystem bei Stromvergleichsportalen genannt. Vom Prinzip her zielt auch das "Amazon choice"-Symbol & Buy-Box darauf ab, dass verschiedene Eckpunkte/Kriterien zu einer Gesamtbewertung eines Verkäufers führen. Also mit nur "super schnelle Liefrung" und "meinen Teil des Kaufvertrags erfüllt" kommst du da nicht weiter -da mußt du als Verkäufer schon deutlich mehr bieten u.a. Rückabwicklung, Bewertungsquote usw. Der größte Online-Händler der Welt muss sich also was dabei gedacht haben einerseits und anderseits wollen alle Händler dorthin. Was ich damit sagen will ist, dass ein Verkäufer auf die Kunden zugehen muss, anstatt negative Bewertungen zu bekämpfen.



    Ich lese vor Allen die neutralen Bewertungen und gebe wegen der Zensur und möglicher Rachebewertungen maximal eine neutrale Bewertung die den Sachverhalt beschreibt, da ist noch nie was gelöscht worden, wer die Bewertung liest kann trotzdem erkennen dass die Ware ihr Geld nicht wert ist oder sich der Verkäufer blöd angestellt hat (ist zum Glück bis jetzt sehr selten vorgekommen).
    Bei Verkäufern mit >99.5% hab ich auch noch nie ein Problem gehabt.


    Ja, ich will mich aber nicht verstellen. Was kommt denn dann als nächstes -eine 5 Sterne Bewertung mit dem Text: Versand hat 2 Wochen gedauert, Ware war bereits geöffnet und kaputt obendrauf"?



    Ich kommuniziere direkt mit dem Anbieter und versuche eine Lösung zu finden.


    Das habe ich bisher nicht erwähnt -aber ich hatte vor der Bewertung Kontakt mit dem Verkäufer. Das erfordert die Ebay-Software aber auch die von Amazon -ich halte mich daran, obwohl oft zu erkennen ist dass das eine Masche des Verkäufers ist und er dagegen wettet dass die Leute es nicht merken oder kein großes Drama (also sofort negativ bewerten weil ja eben die Software zur Kontaktaufnahme rät) machen werden.


    In meinem Fall mit der negativen Ebay-Bewertung war das dann so, dass der Verkäufer sinngemäß geantwortet hat dass alles selbstverständlich Original sei, ich mir nur was einbilde und mir eine Anleitung geschickt (vorgefertiger Bausteintext, bezog sich gar nicht auf mein Artikel) wie ich denn zu den Original-Eigenschaften des Produkt komme. Hallo? Erstmal verschickt er mir lose Ware im Briefumschlag (obwohl mit handelsüblicher Verpackung geworben wird), dann soll ich einer ominösen Anleitung folgen um die "original-Eigenschaften" zu erlangen und von Rücksendung/Ersattung/Tausch ist auch nicht die Rede. Und nu? Kuschen, um die heile Welt des Verkäufers nicht anzutasten?



    Was arbeitest du eigentlich scaleon? Pilot? Fluglotse? Ich denke das sind Jobs bei denen man tatsächlich in einem großen Maß absolute Fehlerfreiheit sowie 100% Perfektion erwarten darf (vermutlich sehen wir aber als außenstehende gar nicht was alles schief läuft...).


    Was heißt denn Perfektion und Fehler machen? Die Leute leben doch von dem Betrug den man ihnen so leicht macht -negative Bewertungen mit Wörtern wie "Fälschung, Fake" werden sofort gelöscht und man kann die Fälschungen weiter verkaufen. Das ist doch absurd -Die Fälschungen kommen nur durch, weil Hinweise darauf gelöscht werden. Also ein Selbstläufer...



    Und nochmal:
    du hast es nicht verstanden - wenn ich für einen Neuwagen 12.000,-€ ausgebe ist es absoluter Bullshit es mit einem 100.000,-€ Auto zu vergleichen - klar, solche Spinner gibt es aber glücklicherweise verstehen andere Kunden zumeist das der Bewertungsschreiber spinnt.


    Nein, es ist Bullshit den Leuten vorzuschreiben wie sie was zu vergleichen haben. Das ist jetzt so, als wenn man bei einer Bundestagswahl die Wahlzettel von AfD und Die Linke schreddert, weil die Leute nicht wissen was sie tun.....



    Lästig ist es trotzdem wenn vereinzelte Kunden wo z.B. mal was nicht passt hunderte von potentiellen Käufern verunsichern wegen einer z.B. Passform.
    => Kunde A schreibt: zu klein, potentieller Kunde B stellt eine explizite Frage via Amazon (kennst du, oder? Die wird dann auch veröffentlicht), darauf antworten 5 Kunden, bei drei davon passts perfekt, bei 2 ists etwas weit => hätte der Kunde A sich gemeldet dann wäre eine eventuelle Fehlproduktion aus dem Verkehr gezogen worden und niemand verunsichert worden.


    Na was heißt denn verunsichern? Oft hat die gleiche Größe der selben Marke einen anderen Schnitt und fällt kleiner/größer aus. Es ist doch völlig legitim so eine Frage zu stellen und es ist völlig legitim, dass unterschiedlicher Körperbau der Kunden zu unterschiedlichen Aussagen führen. Auf der "The North Face" Seite ist es z.B. so, dass man seine Körpergröße, Gewicht, Alter usw eingibt und zum Schluss eine Antwort kommt dass sinngemäß bei 82% der Kunden die Kleider gepasst haben. Gemessen alles an der Rücksendequote, versteht sich.



    Das es ganz normal ist eine gewisse Serienschwankung zu haben braucch ich dir vermutlich nicht erklären - ich nehme an du bestellst deshalb jeden Artikel drei mal und behälst den besten (hört man ja immer wieder hinsichtlich Fotoaparaten oder auch Bildschirmen bei denen man die mit den wenigsten Pixelfehler raussucht da eine gewisse Quote kein Gewährleistungsfall wäre).


    So ein Quatsch. Für so einen Blödsinn habe ich keine Zeit und keine Lust mich mit Rücksendungen rumzuschlagen. Im Gegenteil -bei mir muss die Quote stimmen, d.h. nach ausgiebiger Recherche das richtige Produkt beim 1x abschießen.




    Wann sind bei dir denn die Sommerferien vorbei?


    Vorbei? Die haben doch erst heute angefangen...:D


    Nö, meine persönliche Zufriedenheitsquote mit ebay Käufen liegt über 99%.


    Wow. Die Zahl 99% scheint ja magisch bei Ebay zu sein -sowohl bei Käufern als auch bei Verkäufern...:D



    Dabei hilft wenn man vor dem Kauf:
    -Produktbeschreibung genau liest
    -Bilder anschaut
    -Bewertungen liest, vor Allen auch Neutrale sind oft sehr aufschlussreich
    -Durchschnittswerte <99% sind ggf. ein Warnsignal


    Nö, das hilft gar nicht weil:


    -Produktbeschreibungen oft falsch übersetzt werden oder unvollständig
    -Bilder entsprechen oft nicht dem, was man bekommt
    -Was für Bewertungen? Die, die nach der Zensur übrig bleiben? :D
    -habe kaum <99% erlebt. Und wenn mal ausnahmsweise 98%, dann am nächsten Tag....taraaa....99%


    P.S. Im Übrigen kaufe ich bei Amazon selbst noch bei 75% ein, aber dort sehe ich wenigstens was negativ bewertet wurde (meist Lieferzeit). Bei Ebay dagegen haben alle 99% und ich weiß nicht mal wieviel bereits an negatives gelöscht wurde....;)





    Es wäre allerduings in der Tat besser wenn Verkäufer und Produkt separat bewertet werden könnten, wenn das Produkt meine Erwartungen nicht erfüllt ist das außer im Falle einer falschen Beschreibung ja nicht die Schuld des Verkäufers, könnte aber anderen Interessenten bei der Kaufentscheidung helfen


    Damit man dann 2x zensieren kann? :D


    Aber im ernst: Wie ernst kann man eine Bewertungen bei Ebay als Käufer nehmen, wenn ich schon nur einen einzigen kurzen Satz schreiben darf und eine negative Bewertung zu 90% wieder gelöscht wird. Das ist doch alles eine Luftnummer...


    "Interessante" Sichtweise. Das heißt: Du als privater Verkäufer räumst Deinen Käufern also ein Rückgaberecht ein?


    Wo habe ich das gesagt? Ich habe lediglich gesagt, dass ich als Privatperson bei Ebay-Kleinanzeigen verkaufe -und zwar ausschließlich vor Ort und in bar. Warum sollte ich also jemanden ein Rückgaberecht gewähren (und das bei gebracuhten Sachen) -wenn er doch vor Ort die Möglichkeit hatte sich alles genauestens anzusehen und zu probieren? Das ist nun mal "wie gesehen, so gekauft". Bei Online-Käufen (sei es nun privat oder gewerblich) sieht man doch die Ware nicht im echt und daher hat sich der Gesetzesgeber eben dieses 14 Tage-Rückgaberecht ausgedacht. Das mag bei Privatpersonen nicht gelten, aber damit sind ja wohl eher Verkäufer wie mich gemeint, die ausschließlich über lokale Anzeigen & nur vor Ort verkaufen. Wenn man aber die breite Öffentlichkeit als Verkäufer sucht, in Verkaufsplattformen anbietet und über Versand abwickelt (also kein Augenschein der Ware) -Tja, da muss man damit leben dass der eine oder andere Käufer enttäuscht wird und auf Rückgabe pocht. Und wer kauft schon gerne die Katze im Sack? Ihr etwa...?



    Und wenn ein anderer privater Verkäufer das nicht tut, hat er eine negative Bewertung verdient, obwohl es im deutschen Recht überhaupt nicht vorgesehen ist, dass Privatleute ein Rückgaberecht einräumen müssen?
    Und ob er jetzt privat oder gewerblich verkauft, kann man anhand der Postings hier nicht beurteilen...


    Also im Einzelhandel gibt es ja auch kein Rückgaberecht (also Geld zurück) und trotzdem machen es die allermeisten Geschäfte. Im Umkehrschluss heißt doch auch, dass der, der es nicht macht unten durchfällt und entsprechend die Kunden das negativ auslegen (sei es über eine Zufriedenheitskarte im Geschäft), Beschwerde beim Inhaber usw. Die Unzufriedenheit verschwindet ja als solche nicht, nur bleibt sie für potenzielle(!) Kunden im Verborgenen. ;) Es ist ja auch nicht so, dass die Leute wieder glücklich aus dem Geschäft gehen -nur weil es das Gesetzt so vorsieht.


    Abgesehen davon habe ich den Sparfuchs so verstanden, dass die Ware noch nicht verschickt war als der Kunde einen Rückzieher gemacht hat. Das würde auch zu seiner Auffassung "rechtlich bindend" passen, denn sie haben sich nicht etwa um die Rückkosten gestritten oder so. Nichtsdestotrotz finde eine negative Bewertung in solchen Fällen sogar für sinnvoll -denn der eine schließt Rückgabe aus, der nächste ist aber kulant genug und macht es trotzdem. Durch Bewertungen soll ja letztendlich die Spreu vom Weizen getrennt werden.



    Es gibt (zum Glück) so was wie Vertragsrecht, der Begriff Kauf-Recht ist mir hingegen noch nicht begegnet. Vertragsrecht sieht bei Verträgen zwischen Privatpersonen etwas anders aus als wenn es B2C gilt. Einzuhalten sind Verträge aber nun mal, auch im privaten Bereich.


    Ja, und es gibt verdammt nochmal auch eine Meinungsfreiheit, die sogar im GG verankert ist. Wenn ich also meine(!) Meinung äußere -kann ich dich doch nicht fragen ob das auch deine Meinung ist oder nicht.



    Das "untragbar" dürfte sich hier auf die Meinung eines potentiellen Bewerters beziehen, der das T-Shirt als untragbaar bezeichnet, obwohl genau so geliefert, wie beschrieben.
    In den amazon-Rezensionen bewertet man übrigens das Produkt, nicht den Verkäufer. Für den gibt es separate Bewertungsmöglichkeiten.


    Ok, dann habe ich das missverstanden. Aber auch hier gilt: Wieso wollt ihr dem einzelnen das Recht absprechen wie und was er empfindet? Ja, dass passt euch nicht und das ist auch menschlich verständlich. Aber eine Bewertung ist nun mal was sehr individuelles & subjektives und wenn man die auch noch zensiert -wozu dann überhaupt Bewertungen? Damit nur die positiven übrig bleiben? Wollt IHR echt so im Internet einkaufen?



    Also wäre es Deiner Meinung nach ok, wenn der RangeRover-Käufer sich nen Skoda kauft, der genau so ist, wie er sein soll, und ihn dann als Schrott bewertet - weil er zu doof war sich vorher zu informieren?


    Ja natürlich ist das OK. Schließlich kann ja der Skoda-Käufer genau so den Range-Rover bewerten. Darüber rede ich doch die ganze Zeit: Entweder unzensierte Bewertungen für alle oder gar keine. Und ich verstehe nicht warum man sich vorher informieren muss um (s)eine subjektive Meinung abzugeben? Deshalb heißen ja Bewertungen...Bewertungen und nicht etwa Gutachten. Die Vergleiche könnte man unendlich fortsetzen: Was ist besser -Mercedes oder BMW, Opel oder VW, Lamborghini oder Ferrari. Was ist eine schöne Frau usw usw. Wie ihr sieht -jeder empfindet anders und das ist auch gut so!



    Durch die Bewertung wird doch kein Problem mit dem Produkt gelöst - dafür sollte man erst mal seine Gewährleistungs- oder Garantieansprüche, sofern vorhanden, geltend machen, vorzugsweise belegbar in schriftlicher, direkter Kommunikation...


    Sehe ich nicht so! Wenn alles unterm Teppich gekehrt wird und der Verkäufer nichts zu befürchten hätte (also Umsatzeinbrüche) und munter weiter verkaufen darf, dann ist ihm die Qualität seiner waren egal. Schiebt man aber einen Riegel davor in Form von Bewertungen -wird er sich nach anderen Produkten/Lieferanten umsehen müssen. Hinzu kommt noch, dass oft bestimmte Chargen vom Betrieb aus schon mit Fehlern ausgeliefert werden -warum sollte das nicht beim Namen genannt werden dürfen? Ich meine, der Kunde zahlt ja das gleiche -nur ist die eine Charge Müll, die andere dagegen bereits nachgebessert worden.


    Die Amazonkunden sind zu einem kleinen Teil wie scaleon.


    Ja, wie ist den scaleon? Wie bist DU denn im stationären Handel? Läßt du dir alles gefallen, nur damit der Verkäufer/Hädler bloß nicht eine schlechte Bewertung bekommt? Das sind ja echt Vorstellungen...



    Da schreibt man als Aldi Markt das man nur Kreditkarte anbietet und bekommt im Gegenzug, obwohl das Produkt wunderbar ist eine 1 Sterne Bewertung die man auch langfristig fast nicht mehr ausgeglichen bekommt.


    Nein! Du kannst nicht eine Kaufabwicklung in unzählige Schritte aufteilen und sich nur die positiven Aspekte rauspicken und somit auf eine positive Bewertung pochen. Ein Einkauf wird nun mal als "Gesamterlebnis" vom Kunden bewertet und da spielen solche Sachen nun mal eine Rolle. Oder ein noch besseres Beispiel: Bei den Stromvergleichsportalen check24, verivox usw wird meistens der Stromanbieter seitens der Vergleichsseiten auch bewertet. Und bewertet wird dort z.B. wie lang die Kündigungsfrist (ggf. mit Sternabzug), wie lange die Vertragslaufzeit ist, wie lange sich ein Vertrag nach dem 1.Jahr verlängert, wie kundenfreundlich sind die AGB's usw usw. Also alles, was für dem KUNDEN relevant ist. So, und jetzt kommst du und sparfuchs und sagt: Alles was mich abwertet möchte ich gelöscht sehen!



    Jetzt gibt es 10% der Amazonkunden die meine durchweg positiven Bewertungen sehen und danach enttäuscht sind das sie die Qualität nicht so empfinden wie der Kunde der die positive Bewertung schrieb => im Gegenzug bekomm ich für ein Produkt was zu 100% so ist wie beschrieben und auch vom Bewerter als tadellos in Verarbeitung etc. beschrieben wird eine 1 Sterne Bewertung weil die Qualität (konkret Materialgewicht zu niedrig) ist.
    => untragbar.


    Was ist untragbar? Wie ein Kunde empfindet oder dass er nicht wie andere Kunden (mit günstigeren Empfindungen) empfindet? In DDR-Zeitungen wurde auch nur das geschrieben, was "tragbar" war...



    Die negativen Bewertungen bei meinen Produkten sind zu 50% solche und die anderen 50% sind von Kunden wo ein Gewährleistungsfall vorliegt und die keine andere Möglichkeit gefunden haben ihren Unmut zu äußern (wusste nicht wie ich mich bei Ihnen melden soll).


    Ja, und Gewährleistungsfall ist für dich was nebensächliches was keine Sau interessiert und sich darüber auch noch zu beschweren ist der Gipfel der Frechheit...?



    Das mal ein Produkt fehlerhaft ist kommt vor - aber sich dann nicht beim Verkäufer zu melden und stattdessen bei einem Produkt wo offensichtlich die meisten Kunden seit Jahren super zufrieden sind als Schrott zu bezeichnen erschließt sich mir überhaupt nicht.


    Wieso wollen Verkäufer entscheiden was für Kunden Schrott ist und was nicht? Ein Range-Rover-Käufer würde sicherlich einen kleinen (und neuen) Skoda sicherlich auch als Schrott bezeichnen -ja und? Und umgekehrt genau so. Müssen wir Kunden jetzt beim Verkäufer die Bewertungen erfragen oder wie?



    Wenn ich ein Produkt möchte, es ist fehlerhaft, dann will ich doch das Problem gelöst haben und nicht das Geschäft vom Verkäufer zerstören.


    Soso, ihr läßt Bewertungen löschen -wollt aber das Problem lösen. Na wie denn? Erst durch die "Bewertungen" werden doch Probleme gelöst! Welchen Anreiz solltest du denn als Verkäufer haben dich ständig zu verbessern, wenn du immer eine 2., 3., 4. Chance hättest? Das ist doch ein Interessenkonflikt.




    Amazonkunden die negativ bewerten scheinen jegliche Kommunikation, im Sinne von Dialog, vermeiden zu wollen und wie amazon es beschreibt "einen Platz um Dampf abzulassen" zu suchen.


    Worüber willst du denn reden? Ändere doch einfach das bewertete negative Verhalten und du bist wieder im Spiel.



    Negative Bewertungen bekommt man anscheinend bei ebay tatsächlich leichter gelöscht (bei amazon geht das bei Händlerbewertungen übrigens auch, nur die Produktbewertungen sind quasi unlöschbar) aber das kann ich mir aus dem Dialog mit Händlern etc. nur bei genau den krassen Situationen vorstellen wo Kunde Produktbeschreibung nicht liest und Blödsinn schreibt.
    Dennoch muss man erwähnen das ebay Verkäufer davon ausgehen das weniger als 99% zu einem drastischen Verkaufseinbruch führen wird => während man bei amazon mit 4 von 5 Sternen noch keine Probleme bekommt = 75% hat man diese bei ebay eben schon bei 95-98%.


    Sage ich ja. Die unangenehmen Bewertungen bekommt ihr gelöscht -aus welchen Gründen auch immer. Ein Bewertungssystem ist es somit nicht mehr -sondern ein Fake!



    Meiner Meinung nach sollte jeder der ne negative Bewertung schreibt mal an seine eigene Arbeit denken - jeder macht mal Fehler, häufig kann der Verkäufer nicht mal was dafür (ok - Verkäufer wählt z.B. DHL als Paketdienst aber selbst dort klappt mal was nicht) - wieso muss man dafür den Verkäufer abstrafen?)


    Mir kommen gleich die Tränen. Der Handel ist kein Ponyhof -da gibt es nun mal Höhen und Tiefen.

    So wie Du scheibst, kann ich mir schon genau vorstellen, warum der Verkäufer, mit dem Du "unzufrieden" warst, Deine Bewertung hat löschen können.


    Nein, kannst du nicht. Meine Bewertung wurde gelöscht weil darin das böse Wort "Fälschung" vorkam. Das Produkt (neu) kam ohne Verpackung lose in einer Tüte, die Eigenschaften entsprachen nicht annähernd dem des Original und der Preis war 40% günstiger (also jetzt keine 50%, 60% usw wo man misstrauisch werden sollte). Völlig unabhängig von meiner gelöschten Bewertungen kamen in den nächsten Tagen ähnliche Bewertungen mit Wörtern wie "Fake", "Fälschung", "kein Original" usw. die alle gelöscht wurden. Man kann sich nur ausmalen, wie viele Bewertungen bereits gelöscht wurden bevor ich den Verkäufer beobachtet habe. Also von einem Irrtum meinerseits oder gar "Rachebewertung" kann nicht die Rede sein.

    Zur Erinnerung: Du hast den Jammerthread hier aus Käufersicht gestartet.


    Das ist kein Jammerthread -so sieht die Realität aus und ich wette die Doku am Montag wird in die gleiche Richtung gehen.



    Der Betrug oder sagen wir besser der Rechtsverstoß ist, dass Käufer oft meinen sie können nach dem Kauf einfach nicht zahlen, obwohl sie einen rechtsverbindlichen Kaufvertrag abgeschlossen haben. Ob Du es glaubst oder nicht: Auch private geschlossene Kaufverträge sind rechtlich bindend. Wie kommst Du darauf, dass das nur bei gewerblichen Kaufverträgen so wäre?


    Welches Recht ist denn das, wo Kauf zwar bindend ist aber Rückgaberecht nicht? Sagt das mal bitte!



    Und ob es Dir nun passt oder nicht, rechtlich ist es nun mal so, dass bei privaten Verkäufen eine Rücknahme wie bei Amazon ausgeschlossen werden kann. Die allermeisten privaten Verkäufer machen das auch so. Ein Kauf von Privat ist eben kein Kauf von Amazon.


    Und welches Recht ist das? "Wie gesehen so gekauft" kann es ja nicht sein, da übers Internet bestellt. Du wirfts hier alles in einem Topf, suchst dir die günstigste Variante aus und sagst: So ist das Gesetzt! Welches denn?



    Deine Einstellung zeigt eben auch die Schizophrenie bei einigen Käufern. Sie meinen ich kaufe gebrauchte Artikel von Privat und erwarte aber Amazon-Service. Das ist einfach eine lächerliche Einstellungen.


    Es geht im Thema gar nicht um Service, sondern um ehrliche Bewertungen. Ehrlich im Sinne: Das ist meine subjektive Meinung! Du hast damit angefangen was du als Bewertung nicht sehen willst usw. Ein Käufer bewertet nun mal "deinen" Sevice ob du das wahr haben willst oder nicht. Das hat nichts mit Amazon-Erwartungen zu tun. Du wünscht dir offenbar eine Kaufabwicklung aus dem 17 Jahrhundert ohne dabei jedoch auf das rechtlich bindende aus dem 21.Jahrhundert zu verzichten. So läuft das aber nicht.



    Wenn ein Käufer nach dem Kauf mehr haben will als in der Beschreibung klar und deutlich zugesagt wird (aka "Keine Rücknahme") und dann negativ bewertet, weil er was nicht zugesagt wurde auch nicht bekommt, ist und bleibt das eine ungerechtfertigte Rachebewertung.


    Du kannst doch nicht den Leuten vorschreiben wie sie zu bewerten haben. Entweder muss man allen Kunden erlauben so zu bewerten wie es gerne hätten -oder Bewertungen gänzlich verbieten. Ich sehe den Sinn von frisierten Bewertungen nicht -da kannst du dir doch gleich selbst 1.000 Jubelbewertungen rein schreiben. Wo ist der Unterschied?