Beiträge von Meilow

    Hallo zusammen,


    hier ein kleiner Erfahrungsbericht zum NEC N343i, dem wohl flachsten I-Mode Candybar Gerät im I-Pod Look. Los gehts!


    Vorwort:


    Nachdem ich mir vor kurzem das NEC N343i aus England importiert habe, dachte ich gleich an einen kleinen Testbericht. Das Gerät ist bei einem Preis von ca. 60€ ohne Vertrag durchaus als Zweitgerät interessant. Das hier getestete Gerät, unterstützt als Gerätesprache natürlich Deutsch, selbiges gilt auch für das T9.


    Bilder / Video:


    Gerätebilder: Galerie mit 23 Bildern
    Displaybilder: Galerie mit 27 Bildern
    Video: Menüanimation


    Verpackung:


    blauer Pappkarton
    Li-Ionen Akku (800mAh)
    Bedienungsanleitung
    kleines UK Ladegerät
    silbernes Headset
    NEC N343i (Triband), silver


    Gehäuse, Tastatur:


    Nach dem ersten Auspacken dachte ich: Wow, wirklich sehr edel und flach dieses Gerät. Es ist das wohl flachste NEC I-Mode Gerät in Candy Bar Form. Es wirkt wie aus einem Guss bei angenehmen 95 Gramm Gewicht und Abmessungen von 109 x 43 x 12.7 mm. Wenn man erst mal den Akku eingelegt und den Deckel geschlossen hat, hat man wirklich ein ziemlich stabiles Gerät in der Hand. Zu einem hochwertigen Eindruck tut auch der Akkudeckel aus Aluminium sein übrigens, dadurch liegt es wirklich sehr hochwertig in der Hand.


    Die Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem auch noch angenehm groß und leicht zu bedienen. Des Weiteren ist die Tastatur schön kräftig gleichmäßig blau beleuchtet, was für eine perfekte Ablesbarkeit sorgt. Wem das auf Dauer zu hell ist, der kann auf Wunsch sogar die Beleuchtung für das Display getrennt von der des Displays Ein-/Ausschalten.


    Display:


    Das Display hat eine Auflösung von 128x160 Pixeln bei 65.565 Farben. Von der Qualität her ist es in meinen Augen vergleichbar mit dem Display eines Nokia 6101 oder 6111. Ich finde, man sieht nicht wirklich einen Unterschied zwischen 65k und 262k Farben. In diesem Fall liegt dies wahrscheinlich an der relativ geringen Auflösung, hier sind andere Hersteller schon wesentlich weiter. Man muss es aber auch positiv sehen, bei Kamera- & Hintergrundbildern sehen die Bilder ziemlich gut aus und sie werden scharf dargestellt. Die Helligkeit und der Kontrast lässt sich mehrstufigstufig einstellen um die Lesbarkeit zu verbessern.
    Zur Personalisierung stehen einige Menügrafiken (Hintergründe), Farbstils und Animationstypen zur Auswahl.


    Kamera:


    Die Kamera befindest sich recht unscheinbar in der linken oberen Geräteecke und hinterlässt einen durchschnittlichen Eindruck. Sie macht Bilder in einer maximalen Auflösung von 640x480 Pixeln. Die Bilder werden nichts desto trotz selbst unter Kunstlicht recht gut. An Einstellmöglichkeiten hat man folgende Optionen: Bildgröße (VGA, QVGA, QQVGA), Helligkeit( 5-stufig regelbar), Dämmerlicht, Nahaufnahme. Des Weiteren gibt es einen Selbstauslöser aber leider keine Zoomfunktion.


    Menü:


    Das Hauptmenü besteht aus folgenden Menüpunkten:


    - Einstellungen
    - Meldungen
    - i-mode
    - Kontakte-Liste
    - Kamera
    - Eigene Daten
    - JAVA
    - Zubehör
    - E-Plus Dienste


    Nett anzusehen sind die fließenden animierten Übergänge zwischen den einzelnen Menügrafiken (siehe Video).


    Das Menü ist sehr logisch durchdacht und einfach gegliedert. Man kommt auf Anhieb zurecht, ohne die Bedienungsanleitung lesen zu müssen. Es gibt auch hier Shortcuts wie bei anderen Geräten, d. h. drückt man z.B. im Standby den Navikey nach oben, gelangt man in die Profilwahl (Normal, Meeting, Draussen, Auto), oder drückt man die grüne Hörertaste etwas länger, aktiviert man die Wahlwiederholung - also alles an sich ziemlich gut durchdacht und bekannt. Tastensperre aktiviert man wie bei Siemens z. B. durch gedrückt halten der #-Taste.


    Klingeltöne, Freisprechfunktion:


    Das Gerät verfügt über 40-stimmige Klingeltöne, die sich sehr gut anhören - zwar nicht ganz so gut wie 64-stimmige, wie man sie momentan von Samsung kennt, aber auf jeden Fall auf sehr hohem Niveau was die Qualität und Klarheit der Töne angeht. Eigene Töne lassen sich übrigens einfach als MIDI, MMF oder AMR per mini-USB-Datenkabel aufs Handy schicken - aber zum USB Anschluss später mehr. Insgesamt sind sehr schöne Klingeltöne dabei, u. a. ein altes Telefongeräusch und einige klassische Lieder, sowie einige Klänge aus Fernost.


    Das Gerät verfügt selbstverständlich über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate sowie die kurzen Sprachnotizen einsetzen lässt. Von der Lautstärke her ist es durchaus brauchbar, es gibt IMHO kaum eine Freisprechfuntktion die lauter ist als die bei NEC. Ich würde es durchaus mit der Lautstärke eines S75 / SL75 vergleichen. Der Klang ist angenehm weich und nicht verzerrt.


    Telefonbuch:


    Das Telefonbuch speichert bis zu 250 Rufnummern. Es lassen sich folgende Felder eintragen: Name, Telefonnummer, Büronummer, Mobil-Nummer, Fax-Nummer, E-Mail1, E-Mail2, Anruferbild, Anrufer-Klingelton, Hinweis, Firma, Straße, PLZ, Land, Stadt, URL, Gruppe - sollte also von den Feldern her für die meisten hier ausreichen. Hier hätte man aber noch deutlich mehr Speicherplatz freigeben können, verglichen mit anderen Geräten sind 255 Nummern doch recht mager. Dafür gibt es wenigstens die Spielerei mit kleinen Anruferbildern, man kann also sehen, wer da gerade anruft.


    Akku:


    Zum Akku kann ich durchweg positives sagen. Schon nach der ersten Aufladung hielt der Akku ca. 5 Tage bei ca. einer Std. telefonieren und einigen SMS. Laut Hersteller soll eine gute Standby-Zeit von 200 Stunden möglich sein. Die Gesprächszeit liegt bei max. 3,5 Stunden.


    Büro, Business:


    Das Gerät besitzt einen vernünftigen Kalender (50 Einträge) sowie eine Aufgabenliste.


    Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht, wobei die Termine in einer Art Balkenansicht mit Start- & Endzeit dargestellt werden. Außerdem kann man kurze Sprachmemos aufzeichnen. Es gibt einen Wecker, Countdown, Stoppuhr, Taschenrechner und Hinweisliste. Des Weiteren finden ca. 250 SMS auf dem Gerät Platz.


    Standardfeatures, Connectivity:


    Das Gerät verfügt über eine mini-USB-Schnittstelle wie man sie von aktuellen Motorola Geräten kennt, d.h. ein handelsübliches USB Kabel reicht zur Datenverbindung. Den NEC Handset Manager als Software findet man kostenlos im Internet, sodaß dem Datenaustausch und Sync nichts mehr im Weg steht. Bilder, Töne und das Telefonbuch lassen sich so mit dem PC abgleichen. Einziger Wermutstropfen, es steht beim Sync nur Outlook Express zur Auswahl.


    Zwei vorinstalliertes Java-Spiel findet man übrigens auch auf dem Gerät. Weitere Spiele lassen sich über I-Mode nachladen, allerdings wie immer mit der Einschränkung des DoJa Standard, d. h. man wird dazu gezwungen, die Spiele über das I-Mode Portal runterzuladen, da normale Java Games nicht laufen. Die I-Mode Funktion, inkl. Mail und MMS Versand läßt sich ohne Probleme mit den deutschen Einwahldaten von E-Plus versehen und auf Anhieb nutzen.
    Im I-Mode Browser hat man, wie schon gewohnt, folgende Möglichkeiten: Mails inkl. Bild- und Tonanhang bis zu 4000 Zeichen Text verfassen (gilt auch für MMS-Versand, welcher auch über I-Mode passiert).


    Hier nochmal die Features im Detail:


    - VGA Kamera (640x480 Pixel)
    - 12,7 mm flach
    - mini-USB Anschluß
    - Adressbuch, Kalender, Wecker, etc.
    - GSM Triband
    - i-mode Browser (iMMS, iMail, Push Funktion)
    - Aluminium-Rückseite
    - extrem laute Freisprechfunktion
    - Display mit 65.565 Farben (128x160 Pixel)
    - 4 Menüfarbstile, 2 Animationstypen
    - personalisierbare Profile (Normal, Draußen, Auto, Lautlos)
    - unterstützte Dateiformate: GIF89a, JPEG, PNG, WBMP, SMF, AMR, Midi, SMAF, MFI, i-melody


    Fazit:


    Man erhält mit dem NEC N343i ein extrem flaches und stylisches Telefon im Candybar Design, das zwar relativ einfach ausgestattet ist aber dafür in Deutschland absolut selten ist. Als kleines und handliches Zweitgerät kann sich das Gerät durchaus sehen lassen, da sowohl der Akku als auch die Verarbeitung zu überzeugen wissen.

    Klingeltöne, Freisprechfunktion:


    Das Gerät verfügt über 64-stimmige Klingeltöne, die sich sehr gut anhören. Schön, dass Samsung mittlerweile auch MP3s zulässt (individuelle Töne nur möglich für Anrufe und Gruppen), welche absolut klar wiedergegeben werden. Lediglich bei extrem "basslastigen Liedern" verzerrt der Lautsprecher etwas. Eigene Töne lassen sich übrigens einfach per Bluetooth aufs Handy schicken oder laut Samsung Spezifikation alternativ auch über das optional erhältliche Datenkabel. Insgesamt sind sehr schöne Klingeltöne dabei, zwar etwas verspielt, aber auch einige klassische Töne sind dabei. Schade, dass man SMS Ton nur aus den vordefinierten Tönen bzw. auch keine MP3s wählen kann. Insgesamt sind aber alleine für SMS 10 verschiedene Töne möglich, was wohl auch reicht.
    Schade ist leider auch die Tatsache, dass Samsung immer noch keine Umgebungsprofile integriert hat. Ein Lichtblick allerdings dass man dank sogenannter "Vibetonez" mittlerweile Klingeln und Vibrieren gleichzeitig aktivieren kann und zu den vordefinierten Tönen rythmisch vibriert wird.


    Das Gerät verfügt, wie auch schon das D600 über eine integrierte Freisprechfunktion, die sich für Telefonate oder natürlich auch MP3- und Videowiedergabe eignet. Die Lautstärke ist auf jeden Fall über den integrierten Lautsprecher absolut ausreichend, verzerrt aber bei höchster Stufe merklich.


    Telefonbuch:


    Das Telefonbuch speichert bis zu 1000 Kontakte. Es lassen sich folgende Felder eintragen: Nachname, Vorname, Mobil, Privat, Büro, Fax, weitere Nummer, Email, Bild, Klingelton, Gruppe, Notizen). Von den Feldern her also absolut ausreichend, und für ein Samsung sehr
    umfangreich. Ein richtiges Adressfeld gibt es nicht, aber dafür reicht natürlich das Notizfeld. Es fasst 50 Zeichen und sollte somit reichen, um eine komplette Adresse aufzunehmen.


    Die frei definierbaren Gruppen können übrigens einen individuellen Klingelton sowie ein eigenes Bild zugewiesen bekommen. Neben den vordefinierten Anruferbildern sind natürlich auch eigene Anruferbilder möglich, zwar nicht bildschirmfüllend aber als nettes Gimmik absolut tauglich.


    Akku:


    Zum Akku kann ich leider nicht viel sagen, weil ich es erst seit gestern Mittag hier habe. Aber bisher hält er, ohne dass ich ihn einmal aufgeladen habe, meinem Rumspielen stand. Laut Hersteller soll eine mittlere Standbyzeit von 200 Stunden möglich sein. Die Gesprächszeit liegt bei max. 3,5 Stunden.


    Sprachwahl / Sprachsteuerung:


    Neu bei Samsung erstmal die Sprachwahl / Sprachsteuerung die erstmals integriert wurde und zugleich noch Stimmunabhängig arbeitet. So muß also keine Sprachfunktion angelernt werden, sondern man kann gleich mit der Sprachsteuerung loslegen. Aktivieren lässt sich die Funktion für längeres drücken der linken Softkey-Taste.
    Schön das man übrigens bestimmen kann welche Menüfunktionen sowie Rufnummern per Sprache anwählbar sein sollen. So kann man für jeden Kontakt den entsprechenden Haken setzen bzw. wegnehmen. In leiserer Umgebung ist die Funktion erstaunlich gut nutzbar, sobald Umgebungsgeräusche dazukommen ist dies aber leider kaum noch nutzbar. Schön aber das Samsung stellenweise auch beweist das man lernfähig ist was fehlende Features angeht.


    Empfang / Sprachqualität:


    Den Empfang empfinde ich recht durchschnittlich im E-Netz. Ich habe parallel noch ein S/// K750i in Verwendung und würde dieses auf wesentlich höherem Niveau einstufen. Wo das K750i noch volle 5 Balken hat, zeigt das E770 zwischen 3 und 4 Balken. Zu Gesprächsabbrüchen ist es bisher noch nicht gekommen, es bleibt aber abzuwarten ob es sich im Alltag durchsetzen kann. Die Sprachqualität ist sehr gut, schön laut und nicht so blechern wie z.B. das E720.


    Büro, Business:


    Das Gerät besitzt einen großen Kalender (400 Einträge) sowie eine Memo- & Aufgabenliste. Natürlich lässt sich eine akustische Erinnerung für Termine und Aufgaben setzen, und sogar Wiederholungen von Terminen sind möglich. Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht, wobei wie gewohnt die Termine in einer Art Balkenansicht mit Start- & Endzeit dargestellt werden. Außerdem verfügt das Gerät über eine Sprachaufzeichnung von bis zu 60:00 Minuten. Diese Aufzeichnung geht wohl auch mehrfach, bis kein Speicherplatz mehr auf dem Gerät vorhanden ist.


    Nach dem Samsung D600 bietet natürlich auch das E770 auch einen E-Mail Client. Dieser erlaubt das Senden und Empfangen von E-Mails inklusive Anhang (POP3, IMAP4, SMTP). So kann man problemlos Bilder oder Töne auf das Gerät bringen, falls man keinerlei Datenschnittstellen an seinem PC besitzt.


    Es gibt außerdem einen Wecker, Taschenrechner, Timer, Stoppuhr und Umrechner. Des Weiteren finden 200 SMS auf dem Gerät Platz. Die T9 Eingabehilfe ist mittelmäßig umgesetzt. Das Schreiben einer SMS geht zwar sehr gut von der Hand, doch das Großschreiben mitten in einem Satz hat Samsung immer noch nicht gerafft. So muss man sich daran gewöhnen 1x die Shift-Taste zu drücken um ein Wort groß und dann klein weiterzuschreiben. Wieso kommt nach einem Großbuchstaben nicht gleich wieder die Kleinschrift liebe Samsung-Mitarbeiter? Das T9 ist selbstverständlich lernfähig, und es lassen sich bis zu 12 SMS mit je 160 Zeichen verketten. Eine Anzeige über die noch verbleibenden Zeichen gibt es beim E770 am oberen Bildrand.


    Wie beim D600 gibt es auch beim E770 den Picsel-File-Viewer, welcher es ermöglicht MS Word, Excel, PowerPoint, Text, PDF, HTML sowie die Standard-Bilderformate anzuzeigen. Die Betrachtung und Umsetzung ist erstaunlich gut und man kann die Dateien wirklich prima betrachten, ein Lohn des brillianten Displays. Aufgrund des TV Anschlußes (Kabel nicht im Lieferumfang) bietet das E770 in Verbindung mit dem Document Viewer auch die unzähligen Anwendungsmöglichkeiten wie das D600.


    MP3 Funktionen / Connectivity:


    Der MP3 Player ist wirklich gut realisiert. So spielt dieser MP3s in sehr guter Qualität wahlweise über den Lautsprecher oder über das Headset ab. Es stehen 6 EQ-Visualisierungen und 3 MP3-Skins für den MP3 Player zur Verfügung. Des Weiteren verfügt der Player über eine 3D Sound-, Loop- und Repeat-Funktion. Gut auch, dass man eine eigene Playlist erstellen kann und hier die Files aus dem Dateisystem beliebig einfügen kann. Schön das es endlich eine Speichererweiterung gibt, so reichen die knapp 81 MB interner Speicher nur für knapp 1,5 Std. MP3 Genuss.


    Schön, dass Samsung das Gerät jetzt endlich mit einer MP3 Multitasking Funktion ausgestattet hat. So kann man endlich eine SMS schreiben und gleichzeitig MP3 hören. Weiterhin hat Samsung mitgedacht, und so schließt sich der MP3 Player nicht beim Öffnen/Schließen der Klappe. So kann man das Gerät praktisch in die Tasche packen und weiterhin Musik hören. Zu einer komfortablen Player Bedienung in der Tasche tun natürlich die außen angesiedelten Tasten (Play, Stop, Vor, Zurück) ihr Übriges. Gut auch dass sich die äußeren Player-Tasten sperren lassen um Fehleingaben in der Hosentasche zu vermeiden - gut gemacht Samsung.


    Das Gerät verfügt über eine vollwertig nutzbare Bluetooth Schnittstelle. So lassen sich endlich Bilder, Töne und das Telefonbuch problemlos mit Outlook und Outlook Express. Als zweite Sync Schnittstelle steht auch das USB Datenkabel zur Verfügung. Eine Neuerung bietet das Samsung auch im Bereich Bluetooth, so unterstützt es Bluetooth 1.2 (u.a. A2DP - Stereo-Audio-Streaming), mit dem entsprechenden Kopfhörer ist somit auch per BT Stereogenuß möglich.


    Vier vorinstallierte Java-Spiele findet man übrigens auch auf dem Gerät. Weitere Spiele lassen sich über den Browser nachladen.


    Vorteile / Nachteile:


    Hier noch ein Nachtrag um überschaubar die subjektiven Vor- und Nachteile des E770 aufzulisten. Schließlich gibt es immer noch einige Lücken die Samsung bei zukünftigen Geräten vielleicht endlich mal schliessen kann.:


    + großes Display
    + MP3 Stereo Sound
    + Speichererweiterung mittels MicroSD-Wechselspeicher
    + Videosaufzeichung in 352x288 Pixeln möglich
    + Bluetooth (u.a A2DP)
    + Picsel Viewer (Office Dokumente)
    + Standby-Statusanzeige
    + Multitasking fähig
    + Sprachwahl / Sprachsteuerung
    + VibeTonez (Klingeln und Vibrieren gleichzeitig)


    - keine Umgebungsprofile
    - keine Vollbild Videowiedergabe
    - T9 Groß/Kleinschreibung umständlich
    - nur 4 Farbschemas (keine Themes)
    - kein Address- & Geburtstagsfeld im Telefonbuch
    - Kamerasucher zieht etwas nach


    Fazit:


    Man erhält mit Samsungs SGH-E770 ein recht gutes Megapixel Handy inkl. Support für Stereo Bluetooth Headsets. Neuerungen beim E770 sind der MicroSD-Slot, die sogenannten VibeTonez, die Sprachwahl / Sprachsteuerung sowie die Multitasking-Fähigkeit des MP3 Players. Insgesamt kann man sagen das es ein sehr schönes und ansehnliches Gerät ist, mit (leider) Samsung typischen Schwächen. Wer über diese kleinen Schwächen hinweg sehen kann der erhält mit dem E770 ein erstklassiges Klapphandy. Neben dem großen Speicher, der guten Videofunktion weiß das Gerät durch Features wie den Picsel Viewer oder die Musikwiedergabe im Hintergrund zu glänzen.

    Bilder / Videos:


    - Gerätebilder: Galerie mit 25 Bildern
    - Displaybilder: Galerie mit 23 Bildern


    Lieferumfang:


    - Samsung SGH-E770 (silber)
    - Akku (Li-Ionen)
    - Bedienungsanleitung
    - kleines Standardladegerät
    - Stereo-Headset


    Gehäuse, Tastatur:


    Gehäusegröße: 90 x 46 x 20 mm


    Das Gerät kommt in einem schön dezenten silbergrau daher und hinterläßt gleich auf den ersten Blick einen edlen Eindruck. Auch die Verarbeitung ist echt super, kein Wackeln oder Knarzen, soweit das Auge reicht. Selbst nach einsetzen des Akkus ist wirklich alles super fest und sitzt absolut bombig, hier könnten sich andere Hersteller immer noch ein Beispiel nehmen. Der Klappmechanismus ist wie schon beim E720i gewohnt gelöst, allerdings ist es im geöffneten Zustand leicht kopflastig.


    Die Tastatur ist 1A vom Druckpunkt her, alle Tasten sind gut zugänglich und leicht zu bedienen. Selbst die oberste Ziffernreihe ist sehr leicht zu erreichen und erfordert keine Gewöhnung. Das Steuerkreuz zur Menünavigation ist gut gelöst, mittlerweile kann man mit der zentralen Taste (die früher bei Samsung rein für den Internetzugang diente) auch Menüauswahlen bestätigen. Einziges Manko: Sobald man die Taste im Standby drückt, kommt man weiterhin ins Internet. Hiermit kommt Samsung wohl der Forderung der Netzbetreiber nach.


    Die Beleuchtung ist sehr gut gelungen. Alle Tasten sind schön hell weiß beleuchtet und perfekt abzulesen. Neu ist die Beleuchtungszeit als Feature, d.h. hier kann man einstellen zwischen welchen Uhrzeiten die Tastenbeleuchtung aktiv sein soll. Hiermit läßt sich also zusätzliche Akkulaufzeit erzielen und z.B. nur nachts die Tastenbeleuchtung aktivieren.


    Displays:


    Kommen wir zu einem ersten Samsung Top-Punkt, dem Innendisplay. Das Innendisplay hat eine Auflösung von 176x220 Pixeln bei satten 260.000 Farben. Von der Qualität und Größe ist es absolut gleichwertig mit anderen Samsung Clamshells dieser Klasse. Bei dieser Gerätegröße ist das Display aber weiterhin absolut genial und reicht vollkommen aus. Sämtliche Bilder werden absolut brilliant und gestochen scharf dargestellt. Die Helligkeit lässt sich perfekt einstellen, dazu gibt es eine mehrstufige Anzeige. Selbst eine niedrigere Stufe reicht locker für eine gute Ablesbarkeit und spart somit Strom.


    Ein wichtiger Punkt bei Samsung Clamshells ist das Außendisplay und die damit verbundene Statusanzeige. Beim E770 hat es Samsung fast richtig gemacht und bietet eine permante Standbyanzeige, d.h. sobald man das Gerät schließt sieht man neue SMS anhand von kleinen Symbolen. Natürlich wird in diesem Screensaver Zustand auch die Uhrzeit und das Datum permanent eingeblendet. Einzig verpasste Anrufe werden leider nicht per Symbol permanent angezeigt, ähnlich dem E720i oder dem X800.


    Es stehen sowohl für das Innen- und Außendisplay einige Hintergründe zur Auswahl. Diese sind allesamt sehr nett anzusehen und wirken echt super. Zur Individualisierung lassen sich 4 verschiedene Farbschemata einstellen (blau, grün, rot, lila) sowie diverse Analog- und Digitaluhren für das Außendisplay. Warum man keine richtigen Themes (wie beim Z500v), oder ein paar Farbschemata mehr integriert hat weiß wohl auch nur Samsung. Weiterhin kann man wie bei Samsung üblich die Anzeigeposition, Farbe und Schattierung des Betreibernamens ändern bzw. den Betreibernamen komplett abstellen.


    Neu ist übrigens das man wie beim D600 oder X800 bei der Menüanzeige zwischen der herkömmlichen Raster-Anzeigevariante und den größeren Flash-Symbolen wählen kann. Mittlerweile gefällt mir die Flash-Variante sogar besser als das alte Menü, irgendwie ist es netter anzusehen mit den großen Icons, aber dazu später mehr.


    Kamera / Videofunktion:


    Echte 1,3 Megapixel liefert das Samsung E770 in einer Auflösung von 1280x1024 Pixeln. Die Kamera hinterlässt einen durchschnittlichen Eindruck verglichen mit 2 Megapixel Geräten wie dem Sony Ericsson K750i oder dem Nokia N90. Leider ist der Sucher bei weitem nicht so flüssig wie beim K750i, das Bild im Sucher zieht immer etwas nach. Auch beim Auslösen erscheint nach wenigen Augenblicken ein vollkommen anderes Bild wie das was man gerne zum Auslösezeitpunkt gehabt hätte.
    Es lassen sich viele Dinge einstellen, u.a. die Helligkeit oder die ISO Empfindlichkeit. Die digitale Zoomfunktion steht immerhin in allen Auflösungsstufen zur Verfügung, das konnte das D500 z.B. noch nicht. Gespeichert wird übrigens auf dem recht üppigen internen Speicher von 81 MB (welcher dank MicroSD-Speicher erweitert werden kann). Aber nun weiter im Test.


    Es sind folgende Auflösungen verfügbar:


    1280x1024 Pixel
    640x480 Pixel
    320x240 Pixel
    176x148 Pixel
    160x120 Pixel


    An Einstellmöglichkeiten hat man folgende Optionen: Aufnahmemodus (Einzelaufnahme, Serienbild, Mosaikaufnahme), Effekte (Grautöne, Negativ, Sepia, Antik, Mondschein, Nebel), Rahmen, Fotolicht. Des Weiteren gibt es einen Selbstauslöser und in der Bildergalerie die Möglichkeit der Bilderpräsentation (wahlweise wird nach 1 Sek. oder 3 Sek. weitergeblättert). Der Auslöser der Kamera ist übrigens entweder der zentrale Softkey oder die seitlich angeordnete Auslösetaste. Zur Nachbearbeitung findet man übrigens auch eine "Bildbearbeitung" unter den Anwendungen, d.h. hier kann man nachträglich Effekte wie Sepia, etc. einfügen, sowie das Bild schneiden, drehen, usw. - kommen wir jetzt zur Bedienung im Kameramodus.
    Praktisch: Viele der Ziffern sind mit zusätzlichen Funktionen belegt. So kann man die Effekte über die Taste 5 durchblättern, oder den Blitz aktivieren und deaktivieren. Zur Erklärung der Tastenfunktionen gibt es einen entsprechenden Punkt "Schnellzugriff" im Kameramenü der nochmal die Ziffernbelegung grafisch darstellt. Insgesamt bietet die Kamerafunktion also ziemlich viele Funktionen, sodass wirklich alle Kamerafreaks zufrieden gestellt werden.


    Mit der Kamera des E770 kann man nicht nur Fotos schießen, sondern auch Videos zwischen MMS Größe und maximaler Speichergröße aufnehmen. Die Auflösung ist wahlweise 352x288 Pixel, 320x240 Pixel, 176x144 Pixel oder 128x96 Pixel. Hier steht einem die volle Zoomfunktion zur Verfügung, und auch die Helligkeit kann angepasst werden. Als Einstellungsmöglichkeit lässt sich auch ändern, ob mit oder ohne Ton aufgenommen werden soll.


    Die aufgenommenen oder selbst aufgespielen Videos im MP4 Format lassen sich über den integrierten Player wiedergeben. Die Bild- und Tonqualität ist ziemlich gut, bei voller Lautstärke kann man selbst im Freien wirklich gut Videos schauen. Leider gibt es keinen Vollbildfunktion mehr, diese war beim D600 eigentlich ganz praktisch. Die Qualität ist erstaunlich gut, da selbst kleinere Videos dank Kantenglättung relativ weich rüberkommen und es kaum zu Quadratbildung kommt, zudem ist selbst bei maximaler Auflösung die Bildwiederholrate sehr hoch und flüssig.


    Menü:


    Das Hauptmenü besteht, wie auch schon etabliert, aus neun Symbolen, die in einer 3x3 Anordnung positioniert sind:


    Anruflisten----------Telefonbuch----------Anwendungen
    Internet-----------Nachrichten----------Dateiverwaltung
    Kalender------------Kamera--------------Einstellungen


    Das Menü ist im Groben schon vom D600 bekannt und sehr logisch durchdacht. Neu ist wie beim D600 die Möglichkeit zwischen der gewöhnlichen Gitteransicht und einer Flash Ansicht zu wählen. Bei der Flash Ansicht wird der aktuelle Menüpunkt groß hervorgehoben, während die anderen Icons klein in den Hintergrund springen. Der ausgewählte Menüpunkt ist dann sehr schön animiert und das brilliante Display kommt richtig gut zur Geltung. Aber nun zurück zur Bedienung!


    Man kommt auf Anhieb zurecht, ohne die Bedienungsanleitung lesen zu müssen. *g* Es gibt auch hier Shortcuts wie bei anderen Geräten, d. h. drückt man z.B. im Standby den Navikey nach oben, gelangt man in die Klingeleinstellungen Klingelton, Laustärke, etc.). Man kann die 4 Wege des Steuerkreuzes frei belegen, was sehr praktisch ist. So kann man z.b. das Fehlen der Profile kompensieren, indem man die Klingeltoneinstellungen auf einen dieser 4 Wege legt.
    In der Mitte des Navikeys erhält man durch Drücken die Browserfunktion. Wie bei Samsung üblich aktiviert man über die #-Taste den "Lautlos" Modus (wahlweise mit oder ohne Vibrationsalarm "Vibetonez").

    Also ich habe es in den letzten Tagen sowohl mit der UMTS Card II als auch mit einem Samsung SGH-Z500 getestet und ich muß sagen es lief alles schnell und stabil in Verbindung mit dem Samsung. Mit der Datenkarte kam es kurioserweise regelmäßig zu Hängern in der Datenleitung, es wurde die Verbindung getrennt und auch der Datenfluß brach einfach ab. Kaum hatte ich das Z500 per USB angeschlossen lief alles 1A und ohne Probleme. Selbst ein Download von 250MB ging in einem Rutsch problemlos durch.

    Kleiner Nachtrag zu den beiden Akkus: Der Unterschied zwischen beiden Akkus bewegt sich, an der reinen Standby gemessen, bei ca. einem Tag Unterschied. Bei mittlerer Nutzung bin ich auf ca. 3 Tage gekommen, wobei das Gerät fast permanent im UMTS Netz eingebucht war. Der dickere Akku sorgt somit also für ca. 4 Tage Standby. Telefoniert habe ich in dieser Zeit jeweils ca. 1 Std. und ca. 15-20 SMS verschickt, BT war nur zeitweise aktiviert.


    Gruß,


    Meilow

    Ich würde auch erstmal abwarten ob die neuen Geräte nicht vielleicht sogar mit "Klingeln + vibrieren" aufwarten können. Es gibt ja schon einige Geräte bei Samsung die dieses Feature beherrschen (z.B. Z500, Z320i). Sogar Profile sind möglich, allerdings bleibt abzuwarten auf welcher Software Plattform die einzelnen Geräte basieren.