Media- und Music Player:
Der Musik- und Media-Player hat natürlich auch wieder seinen Weg ins Gerät gefunden. Die Qualität des Players ist sehr gut, so ist die Klangqualität wirklich sauber und klar, egal ob über das Stereo-Headset oder den internen Lautsprecher. Hier hat Sony Ericsson dem Paket das schon vom K750i bekannte HPM-60 Headset beigelegt. Dem Headset fehlt es allerdings etwas an Bass, Volumen und auch die Lautstärke hätte ein Stück höher sein können
Wer also auf einen satteren Bass und einen noch besseren Klang wert legt, dem sei das von der Walkman Serie bekannte HPM-70 ans Herz gelegt, dass dank In-Ear Ohrhörern für einen satten, druckvollen Bass sorgt.
Die unterstützten Media-Formate sind:
- 3GPP
- AMR
- AAC
- AAC+
- eAAC+
- MP3
- MP4
- M4A
- MIDI
- iMelody
- eMelody
- Real Video 8
- Real Audio 8
- RHZ
- WAV
- WMA
- WMV
- XMF
An Einstellmöglichkeiten bietet der Musik Player einige Möglichkeiten, da die Funktionen denen der ersten Walkman Reihe gleichen. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit Titel zu wiederholen oder willkürlich abzuspielen, genauso wie man den Klang per Equalizer anpassen kann. Hier stehen folgende EQ Modi zur Auswahl:
- Normal
- Bass
- Sprache
- Höhenanhebung
- Manuell
Die Lautstärke über den internen Lautsprecher ist des Weiteren auch vorbildlich - klar und ohne verzerren wird die Musik wiedergegeben. Nur wenn man per Lautstärken-Regler "bis zum Anschlag aufdreht" kommt es zu einem verzerren und leichten kratzen des Lautsprechers.
Natürlich hat Sony Ericsson auch an die Möglichkeit der eigenen Playlist-Erstellung gedacht, sodass man seine Lieblingssongs einfach zusammenstellen kann.
Als kleines Extra hat Sony Ericsson auch eine Stereo-Simulation integriert, so wird ein räumlicher Klang simuliert obwohl kein Stereo-Lautsprecher verbaut ist. Wo wir schon beim Thema Stereo sind; das K550i beherrscht auch Bluetooth Stereo Streaming per A2DP, so kann man also auch drahtlos Stereo-Musik hören.
Seitlich am Gehäuse findet man übrigens die Music Player-Taste, diese startet wie bekannt direkt den Music Player auch ohne anstecken des Headsets. Um versehentliches Starten der Musikwiedergabe über den Lautsprecher zu vermeiden hat Sony Ericsson selbstverständlich eine Abfrage „Lautsprecher weiter nutzen? Ja/Nein“ nach dem Tastendruck umgesetzt.
Nachdem der Player in den Hintergrund gelegt wurde, werden übrigens am oberen Bildschirmrand die entsprechenden Track Informationen in einer Scrollleiste dargestellt, genauso wie man es von den Walkman Geräten kennt.
Das integrierte FM-Radio hat Platz für 20 Stationen, und Sony Ericsson hat auch hierbei wieder RDS integriert. So wird bei den meisten Radiosendern hierbei der Sendername übertragen, jedoch nicht Titel oder Interpret (dies ist stark abhängig vom genutzten Sender). Selbstverständlich muss auch beim K550i das Headset angesteckt bleiben, da es wie immer als entsprechende FM-Antenne fungiert.
Der Videoplayer kann natürlich auch Videos im Vollbild abspielen, und Einzelbilder können als Screenshot aus dem Video herausgenommen werden. Ein nettes Feature zur Videobearbeitung ist der VideoDJ. Wie der Name schon vermuten lässt, kann man hiermit Videos, Bilder und Texte auf seinem K550i zusammenschneiden. Heraus kommt eine 3GP Datei, die sich problemlos weiter versenden oder übertragen lässt.
Der Player kann übrigens nicht nur Videos, wie die niedrige Videokamera-Auflösung von 176x144 Pixel vermuten lässt, in dieser Auflösung abspielen sondern auch in Vollbildauflösung. Das heißt dass bei einer Auflösung von 176x220 Pixeln (oder auch höher) eine absolut flüssige Wiedergabe möglich ist und je nach eingesetzter Komprimierung diese auch frei von jeglicher Kästchenbildung ist.
Abschließend beschreibe ich das vom W850i bekannte Musikerkennungsfeature - die Rede ist vom TrackID Tool. Es ist nun erstmals in einem Sony Ericsson K-Serien Gerät zu finden. Mit Hilfe dieses Menüpunktes lassen sich zu, dem Hörer unbekannte Musiktiteln, der entsprechenden Musiktitel, der Interpret und das dazu passende Album anzeigen. Das Feature funktioniert erstaunlich gut und es wird eine ziemlich hohe Trefferquote erzielt. Möchte man also zu einem Lied aus dem Radio oder auf einer Party den passenden Interpreten und den Titel wissen, geht dies kostenlos und schnell (einzig für die Datenübertragung entstehen kosten).
Verbindung:
Hier kann man wie gehabt Töne, Themes, Videos und Bilder per Infrarot, Bluetooth oder USB-Datenkabel übertragen. Schön ist die Tatsache, dass das K550i als Wechseldatenträger ohne externe Treiber angesprochen werden kann. In meinem Test wurde sowohl der Telefonspeicher als eigenes Laufwerk angezeigt als auch eine Speicherkarte.
Ansonsten steht die übliche Verbindungs- und Syncmöglichkeit mit der Sony Ericsson Software zur Verfügung (per Datenkabel, Bluetooth oder IrDA). Ein Senden des Telefonbuches von einem anderen Sony Ericsson an das K550i ging übrigens in meinem Test per Bluetooth problemlos und inklusive der Anruferbilder vonstatten.
Die wichtigsten, unterstützten Bluetooth Profile:
- DUN (Dial-up Network)
- OPP (Object Push Profile)
- SPP (Serial Port Profile)
- HFP (HandsFree Profile)
- HS (Headset Profile)
- BIP (Basic Imaging Profile)
- BPP (Basic Printing)
- FT (File Transfer)
- HID (Human Interface Devices)
- A2DP (Advanced Audio Distribution)
- AVRCP (AV Remote Control)
- Sync (Sync Profile)
An Synchronisationsmöglichkeiten mit dem heimischen PC bietet der Sync Manager Kontaktmöglichkeiten zu folgenden PIM-Anwendungen:
- Windows Adressbuch
- Outlook 2000
- Outlook 2002
- Outlook 2003
- Lotus Notes 5
- Lotus Notes 6
- Lotus Notes 6.5
Für die Nutzer einer Speicherkarte empfehle ich, wie bei anderen Geräten mit Speicherkarten-Slot einen Card Reader, da eine Speicherkarte ja problemlos im laufenden Betrieb gewechselt werden kann (sofern man den Akkudeckel entfernt). Als zweite Übertragungsart bietet sich natürlich das USB-Kabel an, da auch hier die Geschwindigkeit noch recht gut ist. Allerdings ist diese Variante meines Erachtens bei weitem nicht so schnell wie ein USB 2.0 Kartenleser.
Ein Test mit einem Speedmeter ergab bei Nutzung des Datenkabel nur knapp 28 MB/Minute, was klar dafür spricht das es kein echte USB 2.0 Vergnügen ist.
Für die mobile Datenübertragung stehen sowohl GPRS als auch EDGE zur Verfügung.
Büro- und Alltagsfunktion:
Bei den Alltagsfunktionen bietet das Sony Ericsson K550i einige Features. Es sind genaugenommen mittlerweile die etablierten Standardfeatures der aktuellen Sony Ericsson Geräte. Hier aber nichts desto trotz für jeden User (auch für die Neulinge) nochmal die wichtigsten Funktionen in der Übersicht:
- Kontakte speichern mit mehreren Rufnummern (Mobil, Privat, Geschäft, Emailadresse, URL, Anruferbild (schön groß), etc.)
- Alarme (bis zu 5 Alarme können getrennt voneinander definiert werden)
- Notizfunktion
- Aufgabenliste
- Codememo
- Netfront Browser (WAP 2.0 und HTML mit JAVA Script- / SSL Support, Smart-Fit Funktion)
- E-Mail Client
- Sprachwahl und Sprachsteuerung
- und natürlich einen umfangreichen Kalender mit Erinnerungsfunktion (Geburtstage, Termine etc.).
Sony Ericsson hat einen ordentlichen Telefonbuchspeicher spendiert; so kann man echte 1000 Kontakte mit insgesamt maximal 2500 Rufnummern speichern. Des Weiteren muss man um eine Adresse anzuzeigen den entsprechenden Kontakt nicht mehr „Bearbeiten“, sondern kann nun endlich über „Anzeigen“ alle Details ansehen.
Die einzelnen Felder des Telefonbuchs sind:
- Name
- Mobil
- Privat
- Geschäft
- Fax
- Andere
- E-Mail Adresse
- Webadresse
- Bild
- Rufton
- Sprachbefehl
- Titel
- Firma
- Straße (Firma)
- Ort (Firma)
- Bundesland (Firma)
- PLZ (Firma)
- Land (Firma)
- Straße (Privat)
- Ort (Privat)
- Bundesland (Privat)
- PLZ (Privat)
- Land (Privat)
- Info
- Geburtstag
Ob das Telefonbuch nach Vor- oder Nachnamen sortieren soll, ist übrigens jedem selbst überlassen, dies lässt sich nämlich problemlos über die Telefonbuch-Optionen einstellen.
Neben den gerade genannten Funktionen gibt es eine weitere, sinnvolle Funktionen. Es gibt im Telefonbuch die Möglichkeit alle Kontakte in einem Rutsch auf einem Memory Stick Micro M2 zu sichern und ggf. wiederherzustellen. Dieses Feature wird auch in Zukunft sicherlich bei vielen Sony Ericsson Geräten Anwendung finden und somit dabei helfen schneller zwischen den Geräten zu wechseln.
Auch beim Kalender hat man sich seit längerem zwei Mankos zu Herzen genommen, so kann man ein eigenes Feld für Geburtstage (Jahrestag) hinzugefügt. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit Termine beliebig zu wiederholen, egal ob: täglich, wöchentlich, monatlich, jährlich.
Der Kalender bietet eine Tages-, Wochen- und Monatsansicht. Bei der Tagesansicht gibt es eine Liste der jeweils anstehenden Einträge, bei der Wochenansicht eine Balkenansicht mit Start- und Endzeit der einzelnen Termine.
Ein Termin kann folgende Felder beinhalten:
Allgemein:
- Thema
- Anfangszeit
- Dauer (0.5 Stunden, 1 Stunde, 1,5 Stunden, 2 Stunden, etc.)
- Erinnerung
- Anfangsdatum
Details:
- Ort
- Beschreibung
- Ganztags
- Wiederholung
Sollte man mal einen Eintrag suchen ist dies auch nicht weiter tragisch, so bietet der Kalender eine Suchfunktion mit der man nach ganzen Einträgen, oder Teilen des jeweiligen Eintrags suchen kann.
Außerdem gibt es eine Sprachaufzeichnung für Voice Memos oder Gesprächsmitschnitte. An vorinstallieren Java Anwendungen findet man FaceWarp, HP Print und Photo Mate auf dem Gerät. Als Pflichtinstallationen für gelegentliche Surf-Sessions empfehle ich zusätzlich die kostenfrei erhältlichen Programme Jimm und Opera Mini auf dem Gerät zu nutzen.
Für kurzweilige Unterhaltung im Büroalltag sorgt beim K550i nur ein Spiel names PuzzleSlider.
Browser:
Schön auch das für das mobile Surfen der integrierte Netfront WAP bzw. HTML Browser wieder seinen Weg in das Gerät gefunden hat. Dieser bietet unter anderem einen Vollbild Modus und eine Zoomfunktion (zwischen 50% - 200% Zoomfaktor). So lassen sich auch große Seiten perfekt auf dem Display darstellen und wer Traffic sparen will kann auch das Laden von Bildern deaktivieren. Gut ist auch die Möglichkeit nach Bedarf im Querformat zu surfen, dies ist gerade bei etwas aufwändigeren Websites sehr praktisch.
Des Weiteren gibt es ein Smart-Fit Feature, d.h. Websites werden in einer Spalte dargestellt und somit muss nicht mehr seitlich gescrollt werden. Der Seitenaufbau geht trotz reinem GPRS erstaunlich schnell und flüssig vonstatten, so kommt bei vorranglicher Nutzung von für PDAs vorkonfektionierten Seiten Freude beim mobilen Surfen auf. Die maximal darstellbare Seitengröße liegt bei 500kb, was bei einem reinen GSM Gerät schon sehr viel Ladezeit entsprechen würde, und somit in der Praxis kaum erreicht werden wird.
Für längere Surfsessions empfehle ich selbstverständlich einen Blick in die Preisliste des Netzbetreibers zu werfen, da es schon extreme unterschiede in den Kosten für eine Datenverbindung per GPRS gibt. In meinem Fall kann ich sagen dass man bei E-Plus mit dem Data30 oder Data50 sicher kaum an seine Volumengrenzen stößt.
Abschließend sei zum Browser noch erwähnt das dieser übrigens eine RSS Feed Suchfunktion bietet, d.h. man kann die aktuelle Seite nach Feeds durchsuchen und diese zur eigenen Liste hinzufügen. Auch wenn auf einer Webseite RSS Feeds zu finden sind, dann bekommt man dies automatisch über ein kleines RSS Symbol am rechten unteren Bildrand signalisiert.
PC Software:
Die beigefügte Sony Ericsson PC Suite bietet einen einfachen Zugang zum Sony Ericsson K550i. Das Hauptaugenmerk liebt natürlich auf der Synchronisierbarkeit mit diversen PIM-Anwendungen (weiter oben im Test gibt es schon eine Liste der unterstützten Anwendungen). So konnte ich in meinem Test einige hundert Kontakte problemlos zwischen K550i und dem heimischen PC synchronisieren. Selbst einige Kalendereinträge oder Notizen sind mit der PC Suite kein Problem. Inwieweit sich das Gerät bei einem richtig umfangreich gefüllten Outlook Adressbuch verhält kann ich nicht beurteilen, da sich in meinem Adressbuch in erster Linie Rufnummern, E-Mail- und Postadressen befinden.
Ein weiteres Detail in der Software ist der Sony Ericsson Datei Manager. Dieser sorgt für einen problemlosen Austausch von Multimedia-Dateien. Selbstverständlich tut es alternativ auch der Microsoft Windows interne Explorer um das Gerät oder die optional verfügbare Speicherkarte mit Daten zu füttern.
Das wohl nützlichste Stück Software um die Musik-Features des Gerätes auszuschöpfen ist die Disc2Phone Software. Diese ermöglich es dem Anwender seine heimischen Audio CDs spielend einfach auf das Handy zu kopieren. Falls nicht schon CD-Text auf der jeweiligen CD vorhanden ist, besorgt sich die Software die entsprechenden Titelinformationen aus dem Internet und fügt diese Informationen den MP3-Tags hinzu. Selbstverständlich kann vor dem eigentlichen Konvertierungsvorgang die Bitrate nach eigenen Wünschen beeinflusst werden, um die Qualität individuell anzupassen.
Fazit:
Das Sony Ericsson K550i bietet für viele User endlich das was dem K610i gefehlt hat, ein handliches Gehäuse verbunden mit einer guten Kamera und guten Alltagsfunktionen. Abgesehen von dem fehlenden UMTS beherrscht das Gerät sämtliche Funktionen des K610i, doch ist es im direkten Vergleich noch flacher und dadurch handlicher. Wer schon länger auf der Suche nach einem guten und handlichen Cyber-shot Gerät war, der wird vom neuen Sony Ericsson K550i sicherlich nicht enttäuscht werden.
Anmerkung: Nichts desto trotz bleibt ist es wichtig zu beachten vor dem Kauf einen genaueren Blick auf die Zifferntasten zu werfen. Jeder muss sich im klaren sein das die Tasten wirklich klein und filigran sind und somit auch nicht jedermanns Sache sind. Wer mit den Tasten aber zurecht kommt, der wird mit dem K550i sicherlich seine Freude haben.









