Zitat
Original geschrieben von mr2000
10 Milliarden für eine Bahntrasse und auf der anderen Seite zahlen wir mehr bei allen möglichen Abgaben. Ich werde die Trasse sicher nur selten (oder nie) nutzen. Aber dadurhc sicher auf der Kostenseite daran beteiligt.
Schau Dir mal an, was teilweise an Geld in der Schweiz für einen Zeitgewinn von 2-3 Minuten auf einer bestimmten Strecke ausgegeben wird, damit der Taktfahrplan funktioniert. Da sind die Kosten von Stuttgart 21 und Wendlingen Ulm harmlos dagegen.
Aber ich finde Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen:
Den meisten S21-Gegnern ist die Bahn vollkommen egal, weil sie sie eh nicht nutzen. Ich erinnere nur an das Zitat einer bekannten SPD Politikerin (Hertenstein), die seit Jahren gegen S21 ist:
"Es scheint den DB-Planern auch entgangen zu sein, daß es im Land ein gut
ausgebautes Straßen-und Autobahnnetz gibt und daß wir eine motorisierte
Gesellschaft sind."
Fazit: Bahn brauchen wir eh nicht, wir haben doch Autos!
Aus den gleichen Gründen sind auch die Grünen gegen das Projekt bzw. Wendlingen Ulm. Man wolle das Geld lieber in den Güterverkehr investieren, damit die LKWs von den Autobahnen weg sind. Und danach heissts dann wieder "Freie Fahrt für freie Bürger"! Personenfernverkehr ist auch ihnen egal, denn hey, man fährt ja eh Auto. Richtige Bahnfahrer sind bei den S21 Gegnern offensichtlich in der Minderheit...
Bzgl. Volksabstimmung: Dann aber nicht nur regional sondern national, denn Wendlingen-Ulm ist kein regionales Projekt sondern betrifft den ganzen nationalen Bahn-Fernverkehr.