Beiträge von HHFD


    Jeder Verbrenner hat ebenfalls ein Motorsteuergerät (MSG), was kaputt gehen kann (und kaputt geht, wie man in diversen Foren nachlesen kann). Also ist das kein Argument. Edit: Bei Verbrenner müssen eben zusätzlich zum MSG-Risiko alle xx Tkm die Zündkerzen, Öl usw. gewechselt werden.


    Beispielsweise geht beim Mercedes W203 gern das MSG kaputt, weil Öl durch den Kabelbaum kriecht. Kann beim Elektroauto gar nicht passieren.


    Oder es ist zwar die Benzinpumpe in Ordnung, aber das Benzinpumpenrelais nicht. Dann fährt der Wagen ebenfalls keinen Meter.


    Und wenn der ADAC wegen elektrischer Probleme gerufen wird, dann ist das wohl zu einem Großteil Starthilfe infolge schwacher Batterie oder Lichtmaschine (hat ein Elektroauto beides nicht). Oder es kann durchaus eines der tausenden Kabel, die ein Verbrenner im Motorraum hat, durch Feuchtigkeit, Ölaustritt oder infolge Durchscheuerns defekt sein.


    Weniger Kabel = geringere Fehleranfälligkeit.


    In einem gebe ich Dir allerdings recht: auch bei Elektroautos werden die Hersteller durch geplante Obsoleszenz dafür sorgen, daß alle paar Jahre mal ein teures Teil defekt ist.


    Gruß


    HHFD

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Das ist ein Trugschluss. Die Fahrzeuge haben zwar weniger mechanische Teile, dafür steigt die Komplexität der elektronischen Systeme.


    Naja, damit ein Verbrenner überhaupt erst anspringt, müssen mindestens die folgenden Teile funktionieren:


    1. Benzinpumpe
    2. Anlasser
    3. Batterie muß noch genügend Kraft haben (im Winter gern mal ein Problem)
    4. Benzinfilter/Luftfilter darf nicht verstopft sein
    5. Zündspulen/Zündkerzen/Glühkerzen müssen funktionieren
    6. Einspritzpumpe
    7. Nockenwellensensor/Kurbelwellensensor muß funktionieren
    8. elektronische Drosselklappenregelung muß OK sein



    Damit er vernünftig zum Fahren benutzt werden kann, muß zusätzlich folgendes OK sein:
    9. Lichtmaschine
    10. Ölpumpe/Ölkreislauf
    11. Kühlwasserpumpe/Kühlkreislauf
    12. Turbolader
    13. Luftmengenmesser/Luftmassenmesser
    14. Lambdasonden/DPF/Kat (sonst Notprogramm)
    ...
    ...
    ...



    Beim Elektroauto muß halt das Steuergerät in Ordnung sein, das wars schon.


    Bei beiden Fahrzeugtypen gleich sind diese Voraussetzungen:
    voller Tank == voller Akku
    intaktes Motorsteuergerät


    Hinsichtlich Komplexität, Ausfallwahrscheinlichkeit und Wartungskosten liegt der Verbrenner ohne jeden Zweifel weit hinten!


    Gruß


    HHFD

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt


    Was Wartung betrifft, darfst du nicht vergessen, dass der Akku nur eine begrenzte Lebensdauer hat.
    Verschleiß hat das Elektroauto genauso. Denn auch hier hast du Bremsen, Stoßdämpfer und Betriebsstoffe für die Hilfsaggregate. Natürlich hast du bei einem Verbrennungsmotor viel mehr bewegte Teile, die auch verschleißen. Doch seien wir mal bitte ehrlich: Bei modernen Autos halten die Maschinen locker ein Autoleben lang.Teuer sind letztlich nur die Inspektionen, Ölwechsel, Filter, usw.
    Und wenn ich so lese, dass die Autos zunehmend Elektronikprobleme haben, dann kannst du dir an zehn Fingern abzählen, was das für Elektroautos bedeutet. Also wartungsärmer sind die gewiss nicht. Mehr noch: Während ich beim Verbrenner bestimmte Dinge noch selbst machen kann, sollte man bei einem E-Auto mit der Hochstromtechnik besser die Finger weglassen. ;)



    Was bitte hält heutzutage ein Autoleben (für mich sind das mindestens 200.000 km) lang?


    Bei VW gehen reihenweise TSIs hoch, wegen der Steuerkettenproblematik. Verstopfte Diesel-Hochdruckinjektoren sorgen für Werkstattrechnungen im vierstelligen Bereich. Seitdem durch Downsizing auch die Benziner Turbolader haben, dürfen sich nicht nur die Dieselfahrer an sterbenden Turbos erfreuen.


    Ganz zu schweigen von Dieselpartikelfiltern, die den Motor ins Notprogramm zwingen. Oder es ist mal wieder die Lichtmaschine, Ölpumpe, Abgasrückführventil, Benzinpumpe oder der Kühler schadhaft. Und diese Liste läßt sich ncoh verlängern.


    Alles Dinge, die ein Elektrofahrzeug nicht hat, aber jedes Mal hunderte EUR Werkstattkosten generieren. Und deshalb mögen weder Politik noch Autoindustrie die Stromer. Es läßt sich einfach zu wenig dran verdienen.



    Gruß


    HHFD

    Zitat

    Original geschrieben von Gag Halfrunt

    Heute hat ein Auto eine Reichweite zwischen 500 bis 1000 km -- gehen wir mal von 600 im Mittel aus, weil es ja viele Kleinwagen gibt. Der Tankvorgang dauert maximal 10 Minuten. Nun ist es simpler Dreisatz, um herauszubekommen, wie viele "Supercharger" mehr als bisherige Tanksäulen es benötigte, um das abzudecken.


    Ganz so einfach ist es nicht. Der Normalfall sollte sein: nachts zu Hause laden, tagsüber fahren.


    Auswärts tanken nur bei Langstrecken, die aber bei den meist nur einen geringen Teil der Fahrten ausmachen.


    Ich wage mal zu behaupten, daß die Tankstellen nahezu menschen- und autoleer wären, wenn jedermann zu Hause eine Zapfsäule hätte.


    Für einen Vertreter im Außendienst ist das sicher nichts. Aber wer max. 100km Entfernung zur Arbeit hat, ist mit einem Tesla gut bedient.


    Gruß


    HHFD

    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Womit wir wieder beim Thema staatliche Subventionen wären. Wäre es nicht besser jetzt zu investieren und Kaufanreize für Elektroautos zu schaffen ...


    Natürlich wäre das besser. Aber niemand (außer den potentiellen Nutzern) hat ein Interesse daran, daß sich Elektroautos in Deutschland etablieren.


    1. Die Politik nicht, weil so die Einnahmen aus der Mineralölsteuer sinken werden, und weil die Bundesregierung Lobbypolitik für die Autoindustrie macht (siehe 2.).


    2. Die Autoindustrie/Autohäuser haben ebenfalls kein Interesse, denn dann wären Autos nicht mehr das komplexe und teure Konstrukt, das sie heute sind. Man muß nur noch in die Werkstatt, um Räder, Bremsen (nur noch sehr selten dank Energierückgewinnung) oder Fahrwerksteile zu wechseln.


    Sowohl für die Hersteller als auch für die Werkstätten bestehende Goldgruben in Form von Zahnriemenwechsel, Lambdasondenerneuerung, neuen Zündkerzen, Luftfilterwechsel, Turboladererneuerung, Ölwechsel, Getriebeinstandsetzung, neuen Auspuffanlagen usw. fallen schlicht und einfach weg. Da geht es um Milliardenumsätze.


    Das ist eine reale Gefahr für die Wirtschaft, und wird deswegen nicht gefördert. Offensichtlich die Politik, wenn man sich die Staaten ansieht, die Elektrogfahrzeuge fördern: entweder sind das Länder wie Norwegen, die keine eigene Fahrzeugindustrie besitzen, oder Staaten wie die USA, die selbst konkurrenzfähige Elektrofahrzeuge produzieren.



    Und das Verkehrsministerium schießt den Vogel ab. Erst die unsinnigen PKW-Maut-Pläne, und jetzt die tolle Förderung von Elektroautos, die Busspuren nutzen dürfen. Dies ist erstens nur ein kleiner Alibi-Anreiz, zweitens schädigt es den ÖPNV, und drittens ist es auch noch gefährlich. Busspuren verfügen oftmals über eine separate Ampel. Hält sich nun ein PKW-Fahrer auf der Busspur an die für den normalen Verkehr vorgesehene Ampel, kann es zu Kollisionen kommen. Daß dies nicht bedacht wurde ist eine weitere Folge der geballten Inkompetenz des Ministeriums.



    P.S.: Wenn ich 80.000 EUR für ein Auto ausgeben könnte - es würde ein Tesla werden! Allerdings habe ich eine Lademöglichkeit zu Hause. Hätte ich das nicht, wäre er derzeit keine Option.


    Gruß


    HHFD

    Hi


    ich wohne auch ziemlich abgelegen, daher mache ich bei Abwesenheit folgendes:


    - Es stehen stets 1-2 Autos gut sichtbar auf dem Grundstück, auch wenn niemand zu Hause ist. Die Garage nutze ich nicht. (Das sind Ersatzteilspender für die beiden Erstwagen). Das ehemalige Kennzeichen ist an den Fahrzeugen befestigt.


    - Es brennt, wenn wir im Urlaub sind, stets Licht in mehreren Räumen. Die Kosten halten sich Dank LED sehr in Grenzen.


    - Tagsüber lasse ich zuweilen die Stereoanlage ziemlich laut laufen.


    - Ältere, defekte Notebooks/Mobiltelefone/Uhren werden nicht verkauft/verschenkt, sondern liegen gut auffindbar in der Gegend herum. Geklaut werden nämlich oftmals nur Handies, Notebooks, Schmuck und Geld. Den 60"-Zoll-Plasma lassen sie dagegen sehr wahrscheinlich stehen.


    - Ebenso steht eine verschlossene Geldkassette herum, in der sich z. B. Kieselsteine befinden.


    Mit 1-2 Notebooks und der Geldkassette dürfte sich der Durchschnittseinbrecher zufriedengeben, und nicht großartig weitersuchen. Denn es muß ja schnell gehen.


    Eine Alarmanlage - auch mit telefonischem Alarm - nützt in der Tat nicht viel. So ein Einbruch dauert 5 Minuten. So schnell schafft es niemand nach Hause.


    Gruß


    HHFD

    Hi


    man braucht sich diesbezüglich keine Sorgen machen; die Nachrichten werden in beiden Fällen mitgelesen bzw. ausgewertet.


    Also Terroranschläge bitte mit Brieftauben planen :-)



    Gruß


    HHFD