Beiträge von lixxxy

    Hier nochmal der europäische Teil der Türkei: http://www.askasia.org/image/maps/turkey1.gif


    Mir sind noch einige Argumente für den EU-Beitritt aus europäischer Sicht in den Schoß gefallen, also welche Vorteile Europa an dem Beitritt hat, abgesehen, von einem grossen Markt von 67 Millionen Konsumenten...


    5. Die Türkei als ein muslimsches und europäisches Land, kann eine Brücke zwischen der EU und den Nahen Osten, sowie zu den ethnischen Verwandten in Zentralasien darstellen. Über die anatolische Brücke ließen sich von der EU aus enge wirtschaftliche und politische Kontakte erschliessen. Auch würde als stabiles Mitglied der EU die Türkei als ein säkulärer Staat mit der Trennung von Staat und Religion ein Modell für die Zentralasiatischen Staaten sein.


    6. Die Türkei als grosses muslimisches Land in Europa kann als Identitätsstiftend und als integrativer Faktor für die in Europa lebenden Muslime fungieren. Sie würden in der Türkei das Modell eines moderaten Islam sehen, welches sich über das Parlament artikuliert, und sich nicht in der Unterdrückung radikalisiert, und in den Terror abgleitet, wie in anderen muslimischen Staaten/Regimen.


    7. Europas Interesse muss es sein, die Ausrichtung der Türkei in Richtung Europa weiter beizubehalten, es nicht durch eine Radikalisierung und Islamisierung (in fanatische Bahnen natürlich!) abdriften zu lassen, mit grossen geostrategischen Folgen für viele für die EU essentielle Regionen! Also muss Europa die traditionell kulturell nach Europa gerichtete Intelligenz des Landes stärken, und somit die gesamte Bevölkerung den Anschluss an europäischen Werten durch den Beitritt nahebringen. Indem man die Türkei mit Beitrittsverhandlungen "belohnt", kann man als EU viel mehr Einfluss auf sie nehmen, als wenn man sie aussen vor lässt. Und die Probleme, abgesehen von der Wirtschaft, sind in einigen Jahren lösbar. Aber am besten im Zusammenspiel mit Europa, sonst tut sich da noch länger nicht so viel.
    Denn die Türkei muss nationale Kompetenzen an Brüssel abgeben, was für sie schwer fällt, denn sie haben immer ein Misstrauen, an ausländische Staaten, nach ihren Erfahrungen mit den Kolonialmächten, während den Zeiten des "Kranken Mannes am Bosporus" (im 19. Jh.), nach der drohenden Zerstückelung des Landes nach dem 1. Weltkrieg, nach den Enttäuschungen der Erfüllungen der Bedingungen des IWF und der EU, und der Einflussnahme der Sowiets im Kalten Krieg, des Iran, um einen Gottestaat auch in der Türkei entstehen zu lassen, der Irakis und Syrer, um die Türkei mit den instrumentalisierten Kurden zu destabilisieren, auch den amerikanischen Geheimdiensten, die im Kalten Krieg die Türkei für ihre Zwecke nutzten. Deshalb ist es für die Türkei schwer, Kompetenzen abzugeben. Aber nötig.

    Hi CK-187 und Jochen,


    ich weiss ehrlich nicht ganz recht, worüber ihr euch aufregt. Vielleicht habe ich was übersehen, und Jochen kennt den Ck-187 schon länger als den grossen Vereinfacher, der alle Diskussionen unfruchtbar polarisiert.


    Das Plakat zeigt in naiver Malerei den osm. Sultan Mehmet II. der 1453 Konstantinopel eroberte. darunter die Worte "Kill for you", Worte, die sich mir in diesem Zusammenhang nicht erschliessen - bin wohl schon müde...


    Wahrscheinlich sind sie ein Zitat von New Yorker Gangsta Rappern, die sich grosser Beliebtheit bei türkischen Fussballfans erfreuen und auch hierzulande regen Zulauf in die CD-Abteilungen wegen ihrer lyrischen Texte erfreuen... :D ;)


    Naja, sollten es eben Hooligans sein? Gibts hier auch, nicht wenige... Davon ne Entscheidung gegen den EU-Beitritt der Türkei zu machen?? HAbe ich kein Verständnis für, angesichts der vielen handfesteren Fakten: Wirtschaftlicher Rückstand, demokratische Defizite, Zypern, Kurden, usw. Was ist da schon ein Plakat?



    Nochmal für die erdkundlich nicht bewanderten, die Türkei IST geografisch ein Teil Europas (Ost-Thrakien), auch wenn die meiste Türkei asiatisch ist. Eben eine Brücke zwischen Europa und Asien. Mit den Wurzeln in Asien, mit dem Antlitz gen Europa, wie es einer mal formulierte.



    Und repräsentative Umfragen in der Türkei haben immer wieder ergeben, dass sich die Türken selber zu ca. 90 % als Europäer sehen. Falls jemand in einem früheren Post das nicht glauben wollte.



    Was spricht denn für eine Aufnahme in die EU, und zwar im Interesse Europas, gibt es das auch?


    1. Die Grenze zu Irak, usw.? Ist das ein Problem? Wenn ja, warum? Die ist jetzt auch durch die zweitgrösste Armee der NATO gesichert, und die Türkei hat auch in der EU den grössten Wirtschaftspartner (Stichwort: Zollunion, Mitglied im Europarat, assoziertes Mitglied der EU, ...). Die Äusseren Staaten haben eben die Aufgabe die Grenzen der EU zu sichern, genauso wie Spanien und Italien nach Süden ihre Küsten immer stärker werden schützen müssen, um den "Flüchtlingsdruck standzuhalten".


    2. Wenn Europa einen Clash of Civilizations (Huntington) verhindern wollte, wenn er denn eintreten sollte (wovon ich überhaupt nicht ausgehe!), dann sollte die Türkei lieber auf unserer Seite sein, nicht auf der anderen, denn mit den drei "muslimischen" Staaten in Europa (Bosnien-Herzegowina, Albanien, Türkei) könnte man viel besser vermittelnd agieren. (Ich gehe davon aus, dass irgendwann auch der Balkan komplett in der EU ist, damit auch "muslimische Staaten", was die Diskussion um die Religion obsolet macht...)


    3. Europas Öl fließt durch die Türkei (nachfolgend ein Zitat von Günter Seufert, er leitete bis 2001 das Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft in Istanbul; arbeitet heute als freier Publizist aus der "Zeit")


    Der Wert der Türkei für die EU liegt primär im Bereich der Außenpolitik. Die Stichworte sind Energiepolitik und Sicherheit. Ende der ersten Augustwoche wurde in London jenes Konsortium gegründet, das die lange geplante Erdölpipeline vom aserbaidschanischen Baku nach Tiflis und von dort zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan bauen wird. Damit haben sich Ankara und Washington nach achtjährigem Ringen um die Erdöl- und Erdgasvorräte in der kaukasischen Senke gegen Teheran und Moskau durchgesetzt. Bereits jetzt durchziehen Röhren mit turkmenischem, iranischem und sibirischem Gas die türkische Erde. Mittelfristig wird die Türkei zur wichtigsten Verteilerstelle der Öl- und Gasvorräte einer Region, deren Reserven Kuwait den Rang ablaufen. Pläne für den Weitertransport der Brennstoffe über den Balkan oder durch die Adria nach Europa liegen in der Schublade. Europa ist - stärker noch als die USA - einseitig von nahöstlichem Erdöl abhängig und hat ein vitales Interesse an sicheren Transportwegen. Und damit an der Türkei.


    Die Transportwege müssen geschützt werden. Ankaras große Armee gründet sich nicht allein auf die Begeisterung der Türken für alles Militärische. Das Land ist von potenziellen Krisenregionen umgeben: Balkan, Kaukasus und Naher Osten, alles Gebiete, die für die Stabilität Europas eine Schlüsselrolle spielen. Sosehr die EU-Beamten die starke innenpolitische Stellung des Militärs kritisieren, so sehr loben die Soldaten der europäischen Armeen den kompetenten, überlegten und zuverlässigen Beitrag der Türkei bei der Eindämmung der Krisen auf dem Balkan. Gegen die Türkei ist eine effiziente europäische Außen- und Sicherheitspolitik weder in Südosteuropa noch im Nahen Osten möglich, wo unter anderem die Existenz Israels durch die Türkei mit gesichert wird. Auch der Ausbau der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungsinitiative ist nicht ohne die Türkei zu haben. Sie ist ein Schlüsselmitglied der Nato, das sich aus verständlichen Gründen jedem Alleingang der EU in dieser Region widersetzt.


    Vom Fluss des kaukasischen Öls wird die Türkei direkt und indirekt profitieren. Schon jetzt sind türkische Firmen im Bereich Bau, Telekommunikation und Lebensmittel in Zentralasien aktiv. Der Ausbau der Transportwege für Öl und Gas wird aus den 240 Millionen Einwohnern der gesamten Region mittelfristig Konsumenten machen, die aus der Türkei als Ausgangspunkt leicht zu erreichen sind. Wer die 67 Millionen Türken nur als Einwanderungsmasse und nicht als einen viel versprechenden Markt betrachtet, wird seine eindimensionale Sicht in 10 bis 15 Jahren gründlich revidieren müssen.


    4. Und nicht zuletzt ist die Demografische Entwicklung unseres Landes so, dass schon jetzt die Zuwanderung besprochen wird, auch wenn die Menschen in Deutschland noch nicht ganz reif für das Thema sind, dass wir zuwenige werden, um ein wie bisher funktionierendes Gesellschaftssystem zu bleiben. leerstehende Häuser, Mieteinbrüche, mangeldes Personal in allen Bereichen, besonders im Niedriglohnsektor, Notstand bei Pflegeberufen/Krankenhäusern, keine Arbeitnehmer in der Infrastruktur, Verfall der Infrastruktur, usw. wenn nix passiert, wenn es keine Zuwanderung, zur Abdämpfung und Hinauszögerung der Symptome, gibt... (<-- vereinfacht... :) )
    Dazu brauchen wir junge Steuerzahler, schon jetzt sucht Bayern auf seiner Internetseite nach polnischen Krankenschwestern...



    Habt ihr noch mehr Gründe, die im Interesse Europas an der Türkei sind?

    mal was provokantes zur diskussion: ;)


    Deutschland steht als soziale Marktwirtschaft am Scheideweg ihrer Geschichte. Die Systeme des Ausgleichs, eine Basis unseres Wohlstands und des systems der sozialen gerechtigkeit, stehen vor der Zerreissprobe: Das Krankenkassensystem, die Sozialsysteme, das Rentensystem, usw.


    Warum? Wir haben mehr und mehr zu wenig Einzahler, bei zu hohem prozentualem Anteil an Rentnern, der generationenvertrag ist ins wanken gekommen. Wir könnten ihn nur retten, wenn wir in den nächsten 20 Jahren wieder mehr kinder zeugen würden... Kinder sind der wichtigste Rohstoff der Zukunft, wollen wir ein System wie bisher beibehalten!


    (Alles ist natürlich langfristig zu sehen...)


    Und die plötzliche steigerung der deutschen geburtenrate ist nicht abzusehen. Nun gibt es aber ein Land, bei den der Anteil der unter 18 jährigen noch sehr gross ist, und bei einer geburtenrate von noch 2 % auch hoch bleibt: Die Türkei. Natürlich kann es bei einem evtl. Einttritt der Türkei in die EU keine sofortige Freizügigkeit innerhalb der EU der türk. Arbeitnehmer geben, sondern es müssten mehrjährige Übergangsfristen dazwischen sein; genauso, wie damals bei den Spaniern, Portugiesen und Griechen.


    These:
    Aber: Um unsere Systeme zu retten (in 20-30 Jahren!), brauchen wir die Türken, die deutschsprechenden, malochenden, steuerzahlenden Türken hier im Lande.


    Rohstoff Arbeiter, wenn wir alle unsere Renten in 40 Jahren einstreichen wollen, dann sind wir froh, über die ganzen Türken, Tschechen, usw, die unsere Renten sichern, hehehe...


    Was meint ihr dazu?


    PS: Der geografisch europäische Teil der Türkei, ist zwar nur 3 % des türkischen Staatsgebietes, (die Türkei ist aber auch mehr als dreimal so gross, wie die alte Bundesrepublik), aber sie hat mehr Einwohner als z.B. Finnland, oder Niederlande, usw.... nur mal so zur Info... ;)

    Klar will die Türkei rein, das weiss ich auch und habe es wohl auch deutlich in meinen Posts geschrieben.


    Und dass die EU, auch Griechenland dafür sein müssen, ist auch logisch. Ohne Zustimmung kann die Türkei nicht von Geisterhand einfach schwuppdiwupp in der EU sein... :D


    Gehört Moldawien, die Dnjestr-Republik, Bosnien-Herzegowina, Makedonien, Montenegro zu Europa? Nicht geografisch oder geschichtlich, sondern kulturell?


    Ich habe selber eine Meinung zu der Frage, ob die Türkei in die EU soll, oder zu Europa gehört. Ich wollte auch nicht eine Antwort auf eine Frage, sondern eher eine Diskussion starten. :)


    Ich bin der Meinung, dass mit dem Übersetzten Anfang des 14. Jahrhunderts der Türken über die Dardanellen auf die Halbinsel Gallipoli, die Türken in den letzten 650 Jahren ein Teil Europas wurden. Denn sie prägten die Geschichte Südosteuropas über viele Jahrhunderte, wurden dann auch Teil der Gesamteuropäischen Politik, zu Anfang durch die gemeinsame europäische Front, in Form von Kreuzzügen, später durch diplomatische Beziehungen, auch zwischen christl. Reichen und dem Osmanischem Reich, gegen andere christl. Reiche. Auch hätte Martin Luther mit seinem Protestantismus nie diese Verbreitung und Erfolg gefunden, wenn die gegnerischen Truppen nicht gebunden wären, in der Abwehr der Osmanen, als sie das erste Mal Wien belagerten, (auch wenn sie die erste Belagerung aufgrund von logistischen Problemen abbrechen mussten, da sie eigentlich gar nicht ganz bis Wien vordringen wollten.)


    Und nach der Franz. Revolution setzte dann auch die kulturelle Europäiisierung von oben herab sich immer mehr durch. Das ist auch schon 200 Jahre her. Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, wie er nie abgeschlossen werden wird, da es immer andere Auffassungen in einem Staat geben wird.


    Naja, soviel erstmal... ;)

    Dass es nun schon soweit ist, die Türkei in die EU aufzunehmen, ist illusorisch, angesichts der Neuaufnahme vieler Mittel und Osteuropäischer Staaten.
    Aber danach, wie siehts denn in 10-15 Jahren aus, wenn die Zyperngeschichte, der Kurdenkonflikt, und die Menschenrechtslage sich gebessert haben sollten.
    Ist die Türkei geschichtlich, oder kulturell ein Teil Europas, abgesehen davon, dass sie geografisch bis zum Bosporus zu Europa gehört? Und allein damit mehr Einwohner hat, als manche der aktuellen Eu-Mitglieder... ;) Mal ganz abgesehen von der EU-Beitrittsfrage.... ist die Türkei ein Teil Europas?

    Hi Jungs und Mädels.


    Ich wollte mal eure Meinung zu dieser Frage hören:


    Ist die Türkei ein Teil Europas und/oder soll sie irgendwann in die EU?


    ( "und/oder" deshalb, weil es ja auch Leute geben könnte, die meinen, dass die Türkei nicht Teil Europas ist, aber schon irgendwann in die EU soll.)


    Diese Frage sollte unabhängig vom Ausgang der heutigen Wahlen dort diskutiert werden.
    Vielleicht solltet ihr eure Ansicht auch begründen, und zwar möglichst mit rationalen Fakten, und nicht mit irrationalen Emotionen.


    Bin mal gespannt auf die (qualifizierten) Äußerungen... ;)


    Schöne Grüße
    lixxxy aka lynxxx

    Hi,


    vielen Dank! Das mit dem Fast Wap habe ich auch schon herausgefunden, es ist richtig, was du sagst.


    Das Fix dialing heißt einfach festgelegte Tel.Nr., die man dann nur antelefonieren kann.


    bleibt noch die Frage des Displayschoners und des T9 beim Sagem MY X-5....



    Jemand ne Idee??


    THX!°!!!

    Hi Leute,


    ein Tipp, um direkt zu Wählen, ohne ins Telefonbuch zu gehen:


    Bei jedem Kontakt ist ja die Nr. eingeblendet, wo es auf der Karte oder im Speicher abgelegt ist. Zu sehen, wenn man den Kontakt ändert. Nun kann man im Ausgangsmenü (also Startbildschirm) einfach diese Nr. mit einem * danach eingeben, und das HAndy wählt. Z.B. 770*


    Will man erstmal die Nr. sehen, vor dem Wählen, gibt man ein # nach der Nr. ein. Danach auf die grüne Wähl-Taste. Z.B. 770# -> grüne Taste


    Ausserdem kann man bei Veränderung des Flashs mittels Kabel, die programmierbaren Tasten doppelt belegen, mit kurz drücken und lang drücken. ganz leicht mit dem programm telmemplus zu ändern. auch nützlich, um direkt ne neue SMS zu schreiben, mit einem Tastendruck.



    Habt ihr weitere Tricks?