Ist schon lustig. Dieser Thread ist wirklich exemplarisch für die politische Kultur in Deutschland.
Angesprochene Probleme dürfen nicht benannt oder müssen verklausuliert werden, damit die Damen und Herren PC-Wächter schön ruhig bleiben.
Man dürfe nicht Sozialismus schreiben, was durch die politische Elite genau gemacht wird und gewollt ist, man dürfe nicht schreiben, was die Griechen und ihre Politiker durch selbst verschuldete Korruption, Unfähigkeit und Gier aus ihrem Land gemacht haben, man könnte ja pauschalisieren und man dürfe natürlich nicht schreiben, welchen Hintergrund es hat, wieso Deutschland mit der Scheckbuch-Diplomatie XXL sich versucht überall Freunde zu "kaufen".
Genau durch diese Kultur der Verschleierung, Verharmlosung und Verklausulierung wird jegliche politische Debatte abgewürgt und zum Schweigen gebracht. Notwendige Reformen bleiben aus, bis es kracht. Tolle Demokratie und tolle Meinungsfreiheit! Mir geht das so auf den Sack!
Zur Frage von Frank_aus_Wedau: Grüße an die Seen!
Wieso werden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt?
Der Otto-Normal-Bürger, der doch das Hauptvermögen in Deutschland hält, der z.B. 5000 € auf einem Tagesgeldkonto hat, wird irgendwann aufwachen und merken, dass sein Erspartes akut gefährdet ist. Aktuell ist das Problem noch für viele völlig abstrakt und weit weg. Die wollen sich mit Politik nicht beschäftigen, weil "Brot&Spiele" interessanter ist und auch weil eine gesunde Diskussion darüber nicht gestattet ist. Das Gefasel in den Medien und von den Politikern der Parteien, egal ob FDP(!), CDU oder natürlich Linke, über die bösen Reichen ist natürlich Populismus pur. Geholt wird die Masse an Geld vom kleinen Mann und seinen Ersparnissen.
Wenn der "Aufwachzeitpunkt" da ist, wird es auch zu sogenannten Bank-Runs kommt, also wo die Leute die Banken stürmen und ihr Geld vom Konto holen. Ist ja alles in Griechenland schon passiert.
Und dann werden auch die Kontrollen eingeführt. Den Leuten soll es nicht gestattet werden, ihr Geld in vermeintlich sichere Häfen zu verlagern, um damit die Euro-Währung noch weiter zu schwächen. Exakt zum gleichen Zeitpunkt versuchen die Menschen auch ihr vermeintlich bald wertloses Geld noch in Waren umzusetzen, was natürlich die Inflation weiter befeuern wird.
Anleger oder Wohlhabende, die sich mit der Thematik beschäftigen, haben bereits dafür vorgesorgt, dass sie die Krise nicht so hart treffen wird. In dem sie z.B. Koffer mit Bargeld Richtung Luxemburg geschafft, in Immobilien investiert haben oder auch in Aktien. Die Zahl der Aktionäre z.B. ist in Deutschland übrigens so hoch wie lange nicht mehr.
Unabhängige Vermögensberater, wie z.B. Laransa, haben diese Thematik schon lange im Fokus und weisen darauf hin, dass man unbedingt, auch mit kleinerem Vermögen, diversifizieren müsse. Weg vom Sparbuch, hin zu einem breit gestreuten Anlagemix.
Auch wurde hier z.B. bestritten, dass Aktien einen gewissen Schutz vor Inflation bieten.
Unternehmen, die z.B. relativ krisenresistent sind, wie z.B. Versorger oder Nahrungsmittelhersteller, können in der Inflation ihre Preise anpassen und verdienen entsprechend "mehr". Analog wird auch ihr Aktienkurs und die Dividende steigen. Auch stehen hinter Aktien natürlich Sachwerte, die dann so einer Krise in den Vordergrund treten. Aktientitel, wo eher wenig Substanz vorhanden ist, z.B. bei Facebook, werden entsprechend links liegen gelassen.