Hi,
wie es der Zufall so will bin ich momentan in der gleiche Situation und schilder dir mal, was ich in den vergangenen 4 Monaten gemacht habe. Nur so nebenbei, wir haben bereits den 15. und ich habe auch noch keine Kohle gesehen.
Ich würde an seiner Stelle ein Schreiben aufsetzten. Inhalt sollte sein, dass er dem Arbeitgeber eine angemessene Frist (1 Woche) setzt, ihm das fällige Gehalt zu zahlen. Genau auflisten, was noch seitens des AG offen ist. Bei nichteinhalten der Frist soll er drohen, von seinem Leistungsverweigerungsrecht gebrauch zu machen und eine Klage beim Arbeitesgericht zu erwirken um die ausstehenden Gehaltsforderungen gerichtlich einzuklagen.
Desweiteren ist es wichtig, dass er mit reinschreibt, dass er eine Bestätigung darüber haben will, dass die Vermögenswirksamen Leistungen sowie die Sozialabgaben / Lohnsteuer ordnungsgemäß abgeführt wurden ansonsten bekommt er nämlich noch da ein Problem.
Noch nen höflichen Satz von wegen: Ich hoffe im beiderseitigen Interesse, dass Sie diese von mir gesetzte Frist einhalten.
Dieses Schreiben setze ich nunmehr seit ca. 4 Monaten jeden Monat auf´s neue auf. Es wirkt, seitdem bekomm ich wenigstens das Geld - wenn auch spät.
Dieses Schreiben hat mein Onkel (Betriebsratsekretär bei VerDi) mir so diktiert.
Sollte er nicht zahlen ist es wichtig, dass er auch ernst macht und zum Arbeitsgericht geht. (ist übrigens kostenlos bei der ersten Beratung und der Güteverhandlung mit dem AG).
Zum Thema Sperrfrist und Kündigung. Es ist so, dass hier ein schwerwiegender Fall vorliegt und keine Sperrfrist besteht. Wäre jedenfalls bei mir so. Wichtig dabei ist, dass man belegen kann, dass die Gehaltszahlungen in den vergangenen Monaten immer so schlecht gelaufen sind.
Wenn du willst, kann ich dir mein Schreiben mal mailen.
Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen.
Gruß
Sebi-TT