Also mir hat ein sehr netter Richter mal gesagt, dass sei eben "allgemeines Lebensrisiko", nachdem ich in einem ähnlichen Fall von ihm Recht bekommen, die Klage des Gegeners abgewiesen wurde, mir aber für die Rennerei und Schreiberei kein Ausgleich zugestanden wurde.
Nach einigem Nachdenken war mir klar, dass er ganz recht hat (und nicht nur die ZPO angewandt hat).
Wir müssen uns nunmal mit den Spielregeln der Welt, in der wir leben, abfinden. Die ändern sich sicher ständig, aber wenn man das erstmal für sich akzeptiert hat, kann man gut damit leben und sich auch seine Vorteile sichern, anstatt nur beleidigt zu sein. Die Gegner (in dem Fall die Mobilfunkfirmen) handeln genauso!
Es ist nunmal in diesem Fall effizient, mit einer mehr oder weniger grossen Quote von Falschauskünften zu leben. Der Kunde ist eh blöd, gute Kundenbetreuung kostet Geld und 90% der falsch beratenen Kunden finden sich damit ab. Wenn dann ein paar Kunden klagen, werden sie auch recht bekommen, warum auch nicht, das ist alles nur ein Spiel oder eine Wette. Die Kosten dadurch sind nicht vergleichbar mit den Kosten für einen durchgängigen Kundendienst, "schlechte Schufaeinträge wegen verlorenen Prozessen" kann eine Firma nicht bekommen, das geht nur bei Privatleuten, also, was solls? Eine gewisse Prozessquote gehört zu jedem Geschäft dazu!
Aber was erzähle ich das alles, im Prinzip weiss doch jeder, dass es so läuft.