Also grundsaetzlich ist es so, dass O2 befuerchtet, dass Du Deinen Anschluss als Gateway fuer einen Billig-Telefonanbieter nutzt, um die Interconnect-Gebuehren zu umgehen.
Deswegen der Hinweis auf eine eventuelle Anschwaerzung Deiner Person/Firma bei der Bundesnetzagentur.
Wenn das nicht der Fall ist, ist das erste Argument schonmal hinfaellig.
Der Abschnitt der AGB, in denen von "missbraeuchlicher Nutzung" gesprochen wird, ist unwirksam, da nicht spezifiziert. Allenfalls kann man darunter kriminelle Aktivitaeten subsummieren - trifft hier auch nicht zu.
Was jetzt passiert:
Die Karte ist erstmal gesperrt, d.h. Du kannst nicht telefonieren und damit ist die Sache aus der Sicht von O2 erstmal erledigt. Wenn Du weiter brav Deine monatliche Grundgebuehr bezahlst, passiert gar nichts.
Nun hast Du folgende Moeglichkeiten:
1. Du kuendigst, weil die Leistung nicht erbracht wird. Eine Kuendigung muss zunaechst mal nur zugehen und bedarf nicht einer Akzeptanz seitens des anderen Vertragspartners. Allerdings wird O2 was dagegen haben und weiter auf Zahlung des Betrages bestehen. Wenn Du die Zahlung verweigerst (ist natuerlich etwas schwierig bei Deiner Vorauszahlung) geht das zum Inkassobuero, wie bei jedem notleidenden Vertrag.
2. O2 kuendigt. Ist etwas unwahrscheinlich, denn dafuer gibt es keine Rechtsgrundlage und letztendlich beschaeftigt sich mit solchen Sachen bei denen auch ein Rechtsanwalt. Fuer diesen unwahrscheinlichen Fall koenntest Du Dich entweder freuen, aus dem Vertrag zu sein, oder auf Erfuellung klagen.
Das kannst Du natuerlich auch machen, wenn Deine Karten nicht freigeschaltet werden.
Warum ich mich damit so gut auskenne? 
Ich hatte vor ein paar Jahren mal aehnlichen Spass mit Viag. Die haben mir meine Karten wegen eines von mir bestrittenen und nicht bezahlten Betrages von irgendwas um 10eur gesperrt.
Was besseres konnte mir gar nicht passieren, denn nun konnte ich meine frischen 24mon-Vertraege wegen Nichterfuellung kuendigen.
Nach TKG und aehnlichem gibt es fuer eine Sperre gewisse Voraussetzungen, die nicht erfuellt sind, wenn der Betrag zu gering ist und ueberdies der Kunde einen Abschlag in Hoehe des unbestrittenen Betrages ueberweist.
Die Kuendigung wurde natuerlich seitens Viag ignoriert und ich habe dann einfach nicht mehr bezahlt. Die Schreiben vom Inkassobuero habe ich weitestgehend ignoriert, die waren absolut inkompetent.
Nach dem Inkassobuero ging es zu einem Anwalt, dem ich geduldig noch einmal die Rechtslage erklaert habe. Danach kam nie wieder was, Viag hat wohl auf die aussichtslose Klage verzichtet, obwohl es um einen Streitwert von ca. 500eur ging.
Ich bekomme nun vielleicht keinen Viag-Vertrag mehr, was mir aber ziemlich egal ist 
Also: lasst euch nicht verunsichern oder erpressen!
Stefan