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Original geschrieben von Boris1968
Ich habe kein Wort von einem eigenen Projekt namens netzclub in den entsprechenden Billanzen gefunden.
Netzclub wird als Marke und Produkt genausowenig in einer Bilanz auftauchen wie Nutella bei Ferrero. (-;=
Früher, also zu Zeiten von "Zahlen können andere" war im Impressum auch die immer als Koproduzent erwähnte Yoc AG samt Handelsregisternummer, Vorständen und Aufsichtsräten aufgeführt.
Ob mit Yoc oder solo werden die Netzclubguthaben bei einer eventuellen Einstellung wohl widerstandslos von O2 entweder ausgezahlt oder auf eine Nachfolgekarte übernommen. Darum mache ich mir überhaupt gar keine Sorgen.
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Original geschrieben von Boris1968
Aber man sollte die Leistungen von netzclub auch mal so sehen:
Jeder eingegangene Anruf bringt netzclub indirekt Geld.
Die haben Adressen für gezielte Werbung.
Jedes geführte Telefonat verringert den Umsatz des Mitbewerbes.
Etwaige Veluste von netzclub können den steuerlichen Gewinn von O 2 schmälern.
Ich glaube nicht an tatsächliche Verluste von netzclub, obwohl das Projekt in meinen Augen gescheitert ist. Das einzige ist, das vielleicht manche keinen O 2 Vertrag mehr abschließen, weil denen die Netzclub-Karte langt. Aber die paar Kunden, die dadurch fehlen? Und selbst wenn, die meisten schließen doch einen subventionierten Vertrag ab und kündigen dann nach der Mindestlaufzeit. Also innerhalb dieser Zeit auch nicht gerade der riesige Gewinn, wenn man die Provisionen / Subventionen abzieht.
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Wenn mit Netzclub mehr Kunden/Umsatz von den anderen drei Netzbetreibern fernhalten kann, als man selbst an tatsächlichen Kosten ist die Sache bezüglich des ewigwährenden Viererschwanzvergleiches schon im Plus. (-;=
Die gesammelten Adressen sind doch ganz offensichtlich wertlos. Für Luxusprodukte sind die Adressen schon wegen ihrer Sparfuchsdominanz ungeeignet, für günstige Produkte sind die relativen Werbekosten per Netzclub-SMS offensichtlich zu hoch. Wenn sie in beinahe zwei Jahren nichts mit den Adressen anfangen konnten und die niedrige Werberate immer nur zurückgeht kann man die Adressdatenbank rückstandslos nach /dev/null verschieben.
Die Bedeutung von Verlusten zur Steuerreduzierung wird ja gern überbewertet. Was nutzt ein dem Finanzamt nicht geschuldeter Euro, wenn man dafür einen geschäftlichen Verlust von zwei Euro erleidet? Aber O2/Telefonica als multinationaler Konzern wird natürlich durch interne Verrechnungen versuchen Gewinne in Länder mit niedriger Besteuerung fällig werden zu lassen (Privatisierung von Gewinnen) und Verluste in solchen mit hoher Steuerersparnis (Sozialisierung). Aber, ob unser niedlicher Netzclub für so einen Verschiebebahnhof nicht zu arg winzig und unbedeutend ist? Wahrscheinlich ist Netzclub doch nur eine Sozialstudie und wir sind die Untersuchungs- und Versuchsobjekte.
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Netzclub ist doch hier auch vertreten. Warum nimmt keiner der Mitarbeiter hier mal verbindlich Stellung zu der Problematik.
Netzclub war hier nur in den ersten fünf Monaten aktiv, eigentlich sogar nur zwei Monate wirklich, danach nochmal ein ganz kurzes Aufblitzen ein halbes Jahr später. Aus zuverlässiger Quelle weiß man, daß Monate vergehen, daß sich Netzclub hier auch nur einloggt, also wohl nichtmal mitliest.
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Bisher demnach nur Verschlechterungen für den Kunden.
Die bisherigen Nichtkunden interessieren sich nichtmal für die Leistungen, mit denen wir so zufrieden sind, also besteht zur Ausweitung weder Anreiz noch Möglichkeit. Verschlechtern kann man's andererseits gefahrlos, weil für O2 nur um ganz viele, unbezifferbare Ecken Verluste durch die Verschlechterung entstehen können. Es gab aber auch Vergesserungen für den Kunden: Weniger langweilige Werbung (durch weniger Werbung) und keine Gefahr (mehr), daß das Projekt zu groß wird und umkippt. <-;<