Beiträge von HappyDay989

    Zitat

    Original geschrieben von Elke2002
    "Schmerzlichstes Abbild der Zivilisation: ein Löwe, der die Gefangenschaft gewohnt war und, der Wildnis zurückgegeben, dort auf und ab geht wie vor Gitterstäben." :(
    (Karl Kraus)


    Dazu passt ja wohl dieses Gedicht:


    Der Panther


    Im Jardin des Plantes, Paris (Rainer Maria Rilke, 1907)


    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.


    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.


    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.



    Zitat

    Original geschrieben von jabrokoss
    ich wollte nicht mit den gefühlen spielen - aber dieser text, der für mich eine der schönsten totenklagen ist,die ich kenne, im bezug zum tod eines eisbären zu bringen..... das ist schon skurril.


    wie geht der arme kerl erst damit um, wenn nahestehende MENSCHEN von ihm gehen? ;)


    Tja, ich habe meinen Beitrag noch um ein paar Buchstaben ergänzt, da offenbar meine Intention missverstanden wurde, mich leicht ironisch darüber zu äußern, wie man aus dem Tode eines Eisbären fast schon einen nationalen Trauertag macht, während überall auf der Welt Menschen durch Hunger, Seuchen, Kriege und Katastrophen von Natur und auch von Menschenhand gemacht ums Leben kommen.


    Gerade aus diesem Gedanken heraus, um sozusagen diesen Kontrast zu unterstreichen, hatte ich mich für das berühmte Gedicht von W. H. Auden entschieden. Ich war irrtümlicherweise davon ausgegangen, dass jeder aus dem krassen Widerspruch zwischen Gedicht und Anlass auf meine ironischen Absichten schließen würde. Man sollte besonders bei Beiträgen zu später Stunde eben nichts für selbstverständlich erachten... :D


    [small]In der Forschung streitet man sich übrigens bis heute darüber, ob Auden selbst sein Trauergedicht ironisch oder ernst meinte. Einen konkreten Anlass wie z. B. den Tod eines geliebten Menschen oder die schmerzhafte Trennung von einem Freund/Lebensgefährten gab es nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zu dem Zeitpunkt in Audens Leben nicht.[/small]

    Die Frage ist wohl eher, ob es denn bereits offizielle KÜNDIGUNGEN gegeben hat!


    Eine an alle Mitarbeiter versendete Ankündigung, der entsprechende Teil des Unternehmens werde demnächst geschlossen, ist nämlich keine Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses.


    Von daher muss man erst einmal von einem weiterhin bestehenden, d. h. ungekündigten Beschäftigungsverhältnis ausgehen.


    Die Frage, wie es nach der Übernahme des gesamten Unternehmens durch einen anderen Konzern weitergehen wird, ist davon zu trennen. Der neue Besitzer ist zunächst einmal rechtlich an die bestehenden Verträge gebunden, das gilt auch für die bestehenden Beschäftigungsverhältnisse.


    Kündigt ein Arbeitnehmer ein ungekündigtes Beschäftigungsverhältnis von sich aus, weil er z. B. eine andere Stelle gefunden hat, so lässt sich daraus m. W. kein Anspruch auf eine Abfindung ableiten.


    http://www.tagesschau.de/ausland/fukushima250.html




    http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-pacific-12802335



    Die Zahl der Katastrophenopfer steigt dagegen unaufhörlich. Mittlerweile wurde mehr als 8.400 Leichen geborgen, mehr als 13.000 Menschen gelten als vermisst. Die Versorgungslage der aus den betroffenen Gebieten geflohenen oder evakuierten Menschen ist prekär, es fehlt z. T. selbst an den allernötigsten Dingen des täglichen Bedarfs. :(

    Zitat

    Original geschrieben von Tahitimini


    Der Bund haftet nach den 2,5 Mrd. bzw. subsidiär wenn von den Betreibern bzw. Versicherern kein Geld zu erhalten ist... Da der Bund nunmal "treibende" Kraft bzg. des Energiemix in dt. ist, trägt er auch das "worst case" Risiko. Ein Vergleich mit einer KFZ oder Hundehalterhaftpflicht ist hier daher nicht passend.


    Vielen Dank, dem gibt es wohl auch nichts hinzuzufügen! :top:

    Ich trinke nicht sehr oft Bier. Doch wenn, dann habe ich natürlich auch meine Favoriten:


    1. Budweiser, und damit meine ich natürlich das echte tschechische Budvar, nicht diese amerikanische Brühe, die schmeckt wie schon einmal getrunken


    2. Veltins, das gute Bier aus dem Sauerland


    3. Schwelmer Pils, weil es süffig ist und bei uns aus der Gegend kommt.



    frank_aus_wedau: Veltins ist alles, aber definitiv nicht herb. ;) Vergleiche mit Bitburger, Stauder oder König-Pilsener dürften das eindeutig belegen.



    Was Kölsch angeht, gibt's dazu einen guten Witz (ich würde eher sagen: die Wahrheit):


    Ein Kölsch-Vertreter, ein Altbier-Vertreter und ein Pils-Vertreter treffen sich nach einem harten Arbeitstag in der Kneipe. Der Kölsch-Vertreter bestellt sich ein kühles Kölsch, der Altbier-Vertreter ein Düsseldorfer und der Pils-Vertreter ein Glas Wasser.
    Fragen die anderen beiden, warum er denn nicht ein Pils bestellt. Daraufhin dieser: "Wenn ihr kein Bier trinkt, will ich auch keins!" :D

    Knut ist tot, schluchz!


    Funeral Blues (Wystan Hugh Auden, 1938)


    Stop all the clocks, cut off the telephone,
    Prevent the dog from barking with a juicy bone,
    Silence the pianos and with muffled drum
    Bring out the coffin, let the mourners come.


    Let aeroplanes circle moaning overhead
    Scribbling on the sky the message He is Dead.
    Put crepe bows round the white necks of the public doves,
    Let the traffic policemen wear black cotton gloves.


    He was my North, my South, my East and West,
    My working week and my Sunday rest,
    My noon, my midnight, my talk, my song;
    I thought that love would last forever: I was wrong.


    The stars are not wanted now; put out every one,
    Pack up the moon and dismantle the sun,
    Pour away the ocean and sweep up the woods;
    For nothing now can ever come to any good.



    Nachtrag, da meine Intention wohl falsch verstanden wurde:


    SCNR!

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Ansonsten kamen wieder die scheinbar berufstypischen Phrasen von bedrängten Diktatoren von ihm:
    Volkssturm, Endsieg über alles und jeden, Kampf bis zum letzten Blutstropfen ... kennt man irgendwoher ...


    Die Lügen von den präzisen westlichen Waffen, die auf gar keinen Fall Zivilisten töten, kennen wir aber auch, und die haben sich seit dem ersten Krieg der USA gegen Saddam wirklich nicht geändert. Bloß dass sie dieses Mal zuerst von den Briten präsentiert werden, guckst Du hier:


    http://www.tagesschau.de/ausland/libyen688.html


    Es ist übrigens unglaublich schwer, verkohlten Leichen anzusehen, ob sie mal für Gaddafi waren, gegen ihn oder einfach nur unschuldige Zivilisten... :rolleyes:



    Ganz ehrlich: man könnte mit dem Gedanken an einen Krieg m. E. besser und ehrlicher leben, wenn man den Leuten von Anfang an reinen Wein einschenkt: in einem Krieg sterben Menschen, auch Zivilisten. Das ist nicht schön, aber es ist so. Auch Frauen, Kinder und alten Menschen werden getötet, wenn sie von Bomben oder Kugeln getroffen werden, und wir können nie ausschließen, dass unsere Waffen Unschuldige treffen. Wir verwenden Streumunition und Munition mit abgereichertem Uran für max. Durchschlagskraft. Notfalls haben wir auch noch viel gemeinere Sachen auf Lager, denn es geht uns eigentlich nur darum, unsere eigenen Verluste so gering wie möglich zu halten. Das Ziel, zivile Verluste der anderen Konfliktparteien zu minimieren, werden wir der Vermeidung eigener Verluste stets unterordnen, weil unsere Soldaten uns mehr wert sind als zivile Angehörige einer anderen Nation.
    Wenn man den Menschen diese Wahrheit sagt und die Mehrheit einem Kriegseinsatz unter diesen Voraussetzungen immer noch zustimmt, dann kann sich die politische und militärische Führung eines Landes wenigsten darauf berufen, nicht auch noch das eigene Volk verar...t zu haben und im Namen und mit Einverständnis der Mehrheit der eigenen Bevölkerung zu handeln.

    Absolut lächerlich, was sich "der Westen" hier leistet! :flop:


    Während die Franzosen und mittlerweile auch die Briten und Amerikaner munter Bomben werfen, streitet sich die NATO-Führung über die Details eines Militäreinsatzes, der gerade unter ihrer Nase stattfindet. Man hatte Wochen Zeit, die Dinge zu koordinieren, und da fällt diesen Genies NACH dem Beschluss der Einführung einer Flugverbotszone endlich ein, dass man sich doch auch einmal Gedanken darüber machen könnte, was denn nun eigentlich passieren soll! :mad:


    http://www.tagesschau.de/ausland/libyen688.html


    Besser hätte sich die Propaganda-Abteilung von Herrn Gaddafi die Sache nicht ausdenken können als sich die NATO hier gerade selbst der Lächerlichkeit preisgibt und dem libyschen Diktator politisch in die Karten spielt. :flop:



    PS: Selbstverständlich darf dabei übrigens das Märchen von den präzisen westlichen Waffen nicht fehlen, die natürlich nur "die Bösen" töten und die Zivilbevölkerung sowie zivile Einrichtungen verschonen. :rolleyes:

    Dass es die Versicherungswirtschaft aufgrund der unkalkulierbaren Risiken ablehnt, KKW zu versichern, ist ein alter Hut. Schön, dass Herr Martenstein vom Tagesspiegel dies auch schon bemerkt hat.


    Wie er auf eine Einschätzung von ca. 1.000 Mrd. € Schaden für den Fall eines GAU kommt, verrät er leider nicht. Sollte er in der Lage sein, exakte Berechnungen vornehmen zu können, wäre ihm die Versicherungswirtschaft dafür überaus dankbar. Versicherungen wären dann endlich in der Lage, basierend auf der max. Schadenssumme und der Eintrittshäufigkeit, Versicherungsprämien zu berechnen. Bisher ist ihnen nämlich nicht "das Risiko zu hoch," sondern es ist schlicht und einfach unkalkulierbar, nicht aufgrund der Eintrittshäufigkeit, sondern aufgrund der nicht zu beziffernden Schadenshöhen.


    Es gibt, trotz der deutschen Vollkasko-Mentalität, die sich ja gerne gegen alles versichern will, einschließlich der Auswirkungen von Flächenbränden unter Wasser, die durch einen achtlos ins Wasser geworfenen Zigarettenstummel verursacht wurden, übrigens auch keine Versicherung gegen die Folgen der Entscheidungen von Politikern, gegen die Auswirkungen von Kriegen und Bürgerkriegen. Weil auch dabei Risiken und Schadenssummen unkalkulierbar sind, bei Politikern vielleicht noch eher als bei (Bürger)kriegen.


    Herr Martenstein entblödet sich leider nicht, eine Haftpflicht-Versicherung für KKW mit jener für Kfz oder Hunde zu vergleichen. Dann sollte er aber wissen, dass auch die Haftpflichtsumme für Schäden, die durch vierräderige und -beinige Lieblinge verursacht werden, begrenzt sind, d. h., alles was über eine bestimmte Schadenssumme hinausgeht, muss der Verursacher aus eigener Tasche bezahlen, egal ob es ihn finanziell ruiniert oder nicht.


    Fazit: Nicht alles, was auf beiden Beinen hinkt, ist auch ein angemessener Vergleich. Und nicht jeder, der für eine Tageszeitung über ein bestimmtes Thema schreibt, weiß deshalb auch zwangsläufig über das Thema Bescheid. ;)