Hier mal meine Erfahrungen nach 10 Jahren PKV:
- Kosten: Anfangs dramatisch billiger, jetzt (verheiratet, zwei Kinder, Ehefrau Beamte) liege ich etwa auf dem Niveau der GKV. Dabei habe ich allerdings immer noch den Luxustarif, dafuer sind die Kinder zu 80% bei meiner Frau in der Beihilfe mitversichert.
- Leistungen: DER Grund schlechthin, zur PKV zu wechseln. Man rechne sich mal eine Gebisssanierung oder die laufenden Kosten fuer Medikamente und Brillen etc. aus - was die PKV da im Gegensatz zur GKV zahlt muss man natuerlich auch in die Beitraege mit einrechnen (d.h. im Zweifel der PKV gutschreiben).
- Arztaussage: "Wenn Sie kein Privatpatient waeren, koennte ich Ihnen das Medikament nicht verschreiben". Und das, obwohl es fuer die Sitiation das beste Medikament war. DAS ist fuer mich das Killerargument, weswegne ich selbst bei hoeheren Beitraegen in der PKV bleiben wuerde. Wenn ich mir vorstelle, mein Kind hat eine kritische Krankheit und der Arzt waehlt wegen GKV ein ggf. nicht ganz so optimales Medikament.... (ja, ich weiss, der Arzt wird sein bestes tun, aber der reine Gedanke macht mich nervoes).
- Noch eine Arzterfahrung: manche Medikamente oder Behandlungen bekommt man als GKV-Patient ueberhaupt nicht angeboten, obwohl sie ggf. ut waeren. D.h. nicht mal zum selbst draufzahlen - das ist u.U. auch nicht unwesentlich.
Fazit: ich bin sehr froh, unter 30 die Chance gehabt zu haben, zu wechseln, und wuerde es immer wieder tun. Wie das im Alter aussieht wird sich zeigen, aber wenn ich mir ansehe, was in der Zeit meiner PKV-Mitgliedschaft in der GKV alles gestrichen wurde, sind die Beitraege nicht das einzige, was man sich zu dieser Entscheidung ansehen muss.
Frank.