Meine Meinung:
Auch ich habe einige Zeit in einem (zugegeben sehr guten) Call-Center gearbeitet, und verstehe die Mitarbeiter, die sich jetzt gelinde gesagt verarscht fühlen.
Ist ein harter Job, da immer freundlich zu bleiben ist nicht einfach.
Auch verstehe ich das mit Sicherheit ein Großteil der Probleme auf falsche Strukturen (IT, Weiterbildung) zu führen sind, hier gibt es allgemein im Bereich des Services branchenübergreifend sehr große Lücken. Auch ist das Verständnis, wie hier schon einige Male angesprochen, in hohen Etagen nicht da, das Service nun mal Geld und Investitionen bedeutet.
Nichtsdestotrotz verstehe ich auch Obermann & Co, es muss Geld gespart werden, die Telekom wird bereits in naher Zukunft eine völlig andere Position im Markt haben - nicht mehr als dominierende Macht, sondern als einer von vielen, höchstens noch als Lieferant für eine gewisse techn. Infrastrukur. Dieser Wandel wird an Geschwindigkeit noch zunehmen, und da muss man sich, auch bei Hinnahme von schweren Entscheidungen, für rüsten.
Meiner Meinung nach führt kein Weg an Obermanns Strategie vorbei, wie schon viele Analysten gefordert haben ist sie sogar nicht radikal genug.
Die Telekom hat als oberstes Ziel, Ihre Kosten besser in den Griff zu bekommen, und gleichzeitig, und hier liegt die Krux, einen über dem Branchendurchschnitt liegenden Service zu liefern, nur so kann man die imho immer noch zu hohen Preise rechtfertigen.
Eine Aufgabenstellung, die fast nicht zu meistern ist, da sie versucht, 2 an sich gegensätzliche Ziele zu vereinheitlichen.
Ich persönlich halte die am Horizont langsam auftauchende Alternative der Zerschlagung (Oh Gott, er hats gesagt) am effektivsten, so wie jetzt wird die Telekom nicht lange überleben, Mobilfunk hin oder her.
Einer der Heuschrecken wirds richten, dieses mal vielleicht sogar mit dem besten Resultat von allen.
Au revoir...