Beiträge von DJ Wisdom

    Einfach. Nur. Krass.


    Das kann eigentlich nicht wahr sein. Sowas hab ich noch nie erlebt - das ist ein massiver short squeeze, da müssen wohl dermaßen viele Personen unterversorgt sein - unglaublich.



    "Insgesamt hat der Wolfsburger Autobauer zurzeit einen Marktwert von 153 Milliarden Euro - mehr als alle anderen europäischen und amerikanischen Konkurrenten zusammen an der Börse kosten."


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586899,00.html



    Au revoir...

    Zitat

    Original geschrieben von Andreas Böhm
    EDIT: Die Perversion kennt kaum Grenzen:



    Das drückt es ganz gut aus. Dazu:


    "Zahlreiche Händler hatten in den vergangenen Wochen geliehene VW-Aktien verkauft. Sie wollten sie später zu niedrigeren Kursen zurückkaufen, und erst dann den Besitzern wiedergeben. Sie wurden aber von der Aufstockung der Porsche-Beteiligung an VW auf mehr als 42 Prozent kalt erwischt. Nun haben die Händler das Problem, dass weniger VW-Aktien am Markt sind, als nach den Leerverkäufen zurückgekauft werden müssen. Deshalb ist an der Börse eine regelrechte Jagd auf die Papiere ausgebrochen - und die überhöhte Nachfrage treibt die Kurse."


    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,586855,00.html



    Rien ne va plus :D.



    PS: Meine Empfehlung lautet übrigens - raus aus VW. Gewinne einstreichen - nicht vergessen! Das Ganze kann nur übel enden.



    Au revoir...

    bernbayer & autares:


    Nehmen wir mal an, der Vorstand wusste in der Tat wenig über das Ausmaß der Katastrophe (ich glaube daran wie gesagt nicht) - was ist denn dann die Aufgabe eines Vorstands? Wer, wenn nicht er, sollte eine Firma und dessen Aktionen kontrollieren? Sollte ein Vorstand nicht wissen, was in einem Unternehmen "abgeht" - GRADE welche Risiken es eingeht und eingegangen ist? Wie es strukturiert und finanziert ist? Wo, wenn nicht im Vorstand, werden strategische Entscheidungen getroffen und wo wenn nicht im Vorstand sollte die Kernkompetenz vorhanden sein ein Unternehmen in seiner Gesamtheit verstanden zu haben und überblicken zu können?


    Das alles, wie bei der HRE, nur auf Kommunikationsdefizite abzuschieben halte ich für einen sehr großen Fehler. Hier möchte ich die Rolle des Aufsichtsrates eines Unternehmens, das, FALLS wirklich Defizite im Risikomanagement vorhanden sind den Vorstand explizit auf dessen Beseitigung drängen muss, nicht außen vor lassen. FALLS der Vorstand wirklich nicht genau bescheid wusste, hätte spätestens der Aufsichtsrat hier entschieden, grade im Hinblick der seit über 1 Jahr andauernden Krise, darauf hinwirken müssen, das hier jedes Blatt Papier und jede Datenbank auf jede Zeile hin überprüft wird.


    Und das dies versäumt wurde kann ich mir weder im Fall HRE noch bei der BayernLB vorstellen. Das wäre ein absolutes Armutszeugnis für den Managerstand in Deutschland und Inkompetenz wie sie mir noch nie unter gekommen ist. Vielmehr glaube ich, dass hier von allen Seiten versucht wurde möglichst wenig publik werden zu lassen und alles möglichst ohne Medien oder großes Aufsehen hinter der Hand zu regeln.



    Für mich gibt es daher kein Rütteln an der Konsequenz, massiv Vorstands- als auch Aufsichtsratsposten neu zu besetzen. Woher soll eine Veränderung im System kommen wenn man nicht die Personen, die direkt an den gigantischen Verlusten beteiligt sind, ersetzt? Hier ist die Schuldfrage eindeutig (imho). Entweder, der Vorstand wusste zu wenig (Kündigungsgrund) oder er wusste alles und hat versucht alles zu verheimlichen (ebenfalls Kündigungsgrund). Das man da nicht nur nach ganz oben schauen muss, da stimme ich autares zu.



    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    DJ Wisdom, ich finde, es geschieht international sogar recht viel. Natürlich kann man nicht von heute auf morgen die Funktionsmechanismen des Finanzmarktes umkrempeln, aber dass die in diesem System tonangebenden angelsächsischen Staaten sich zu Veränderungen bereit erklärt haben oder sie, wie im Falle Gordon Browns, sogar selbst fordern, ist schon mal ein sehr gutes Zeichen.


    Das ist für mich ein Widerspruch in sich ;). Bisher ist bis auf viel heiße Luft nicht viel geschehen. Treffen um Treffen, an denen am Ende nur Termine für erneute Treffen herauskommen.


    Natürlich, hier sollte man mit ruhiger Hand agieren. Trotzdem - es sind bereits Monate vergangen und es hat sich absolut nichts gerührt. Man hat die Wunde bandagiert, aber sie kann immer wieder aufreißen. Wie ich die Politiker aller Länder einschätzen gelernt habe wird sich da erst, wenn überhaupt, nächstes Jahr etwas rühren. Dann herrscht hier Wahlkampf, und dann wird das Thema "Bankenregulierung" wieder versinken, da dann um Pakete diskutiert werden wird um die Wirtschaft anzukurbeln oder es parteipolitische Querelen geben wird. War immer so, wird immer so sein.



    Au revoir...

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Danke! Das sehe ich ganz genauso. Es mag perspektivisch nicht so gut aussehen, aber zu kopflosem Handeln besteht nun wirklich kein Anlass. Wenn zum Teil zu lesen ist, es gebe Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre, dann kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Leider tragen die Medien nicht unwesentlich zu dieser blödsinnigen Panikmache bei.


    Ähhh - es GIBT Parallelen. Sogar sehr große. Der einzige Unterschied: Das was man damals versäumt hat zu tun, wurde diesmal getan - der Eingriff von staatlicher Seite. Ansonsten, da bin ich mir absolut sicher, wäre das ähnlich verheerend ausgegangen.


    Ich stimme dir und autares im Prinzip zu - keine Panik. Die ist, im Vergleich zu 1929/30/31, nicht angebracht, aber man sollte nicht un-besorgt sein. Jetzt gilt es Investmentstrategien zu re-fokussieren und zu optimieren. Es geht für viele um viel Geld. Nicht nur kurzfristig, da ich und auch die Mehrheit der Analysten als auch Banken/Wirtschaftsinstitute von schweren Zeiten ausgehen (die DeuBa ist gar seeehr pessimistisch).


    Von daher - keine Panik, aber jetzt verstärkt informieren und versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur alles aussitzen (es sei denn, man kann es sich leisten, und das können vermutlich die wenigsten).



    Zitat

    Die einzige richtige Sorge, die mich im Moment umtreibt, ist die Befürchtung, im Zuge der staatlichen 'Rettungsmaßnahmen' werde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und schon völlig unsinnigerweise das Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. (Ein Wirtschaftssystem, das sich seiner nicht zu schämen hat.)


    Das Totenglöckchen sollte sicher nicht geläutet werden, aber zumindest sollte man das Kind nicht mehr frei rumlaufen lassen und wieder ins abgesperrte und mit hohen Holz-Gittern versehene Bett stecken.


    Der Kapitalismus an sich sollte sicher nicht hinterfragt werden, aber die momentane Interpretation eben jenes schon. Ich finde es richtig, das man sich momentan vermehrt fragt, ob der Kapitalismus des 21ten Jahrhunderts den Sinn hat, den Wohlstand einer Gesellschaft zu fördern oder es ihm nur darum geht, eingesetztes Kapital ohne Rücksicht auf Verluste schnellstmöglich zu vermehren.




    Anderes Thema: Ich finde es momentan überraschend, wie wenig international passiert. Es wurden also jetzt Pakete geschnürt, die mit einigen Regeln versehen wurden. Aber was ist sonst passiert? Wurde jetzt wirklich ernsthaft etwas geändert? Irgendein Gesetz? Irgendeine neue Aufsichtsbehörde eingesetzt, die schärfere Regeln auch effizient kontrolliert (die sicher noch sehr langwierige Diskussion um den IWF mal außen vor)? Sind Köpfe gerollt?


    Ich kann es nicht verstehen, das jemand wie Kemmer noch im Amt bleibt und sich Sparkassenverbände massiv hinter ihn stellen. Wer es schafft, eine Landesbank derart stark in den quasi-Ruin zu treiben, gehört abgeschafft. Nicht er allein, sondern der Vorstand + Aufsichtsrat. Und was passiert? Nüchts.


    Nicht nur hier, sondern auch in Frankreich (ich kann nur heilfroh sein keinen Mann wie Süper-Sarko als Präsident zu haben :rolleyes: ) und in den Staaten. Für mich ein absolutes Armutszeugnis.



    Au revoir...

    "Sony Ericsson doomed the Symbian UIQ platform by publicly stating at the Symbian Smartphone Show in London that "UIQ didn't attract the operator, manufacturer or consumer interest needed to stop it from failing". "


    Klarer kann man es nicht sagen. Was für eine Marktdurchdringung hatte UIQ denn? Ich sehe hier niemanden WIRKLICH um UIQ weinen. Der Markt ist einfach zu groß geworden und hat sich viel zu schnell weiterentwickelt.



    Au revoir...