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Original geschrieben von Robert Beloe
Danke! Das sehe ich ganz genauso. Es mag perspektivisch nicht so gut aussehen, aber zu kopflosem Handeln besteht nun wirklich kein Anlass. Wenn zum Teil zu lesen ist, es gebe Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der frühen 1930er Jahre, dann kann man sich wirklich nur an den Kopf fassen. Leider tragen die Medien nicht unwesentlich zu dieser blödsinnigen Panikmache bei.
Ähhh - es GIBT Parallelen. Sogar sehr große. Der einzige Unterschied: Das was man damals versäumt hat zu tun, wurde diesmal getan - der Eingriff von staatlicher Seite. Ansonsten, da bin ich mir absolut sicher, wäre das ähnlich verheerend ausgegangen.
Ich stimme dir und autares im Prinzip zu - keine Panik. Die ist, im Vergleich zu 1929/30/31, nicht angebracht, aber man sollte nicht un-besorgt sein. Jetzt gilt es Investmentstrategien zu re-fokussieren und zu optimieren. Es geht für viele um viel Geld. Nicht nur kurzfristig, da ich und auch die Mehrheit der Analysten als auch Banken/Wirtschaftsinstitute von schweren Zeiten ausgehen (die DeuBa ist gar seeehr pessimistisch).
Von daher - keine Panik, aber jetzt verstärkt informieren und versuchen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nicht nur alles aussitzen (es sei denn, man kann es sich leisten, und das können vermutlich die wenigsten).
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Die einzige richtige Sorge, die mich im Moment umtreibt, ist die Befürchtung, im Zuge der staatlichen 'Rettungsmaßnahmen' werde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und schon völlig unsinnigerweise das Totenglöckchen des Kapitalismus geläutet. (Ein Wirtschaftssystem, das sich seiner nicht zu schämen hat.)
Das Totenglöckchen sollte sicher nicht geläutet werden, aber zumindest sollte man das Kind nicht mehr frei rumlaufen lassen und wieder ins abgesperrte und mit hohen Holz-Gittern versehene Bett stecken.
Der Kapitalismus an sich sollte sicher nicht hinterfragt werden, aber die momentane Interpretation eben jenes schon. Ich finde es richtig, das man sich momentan vermehrt fragt, ob der Kapitalismus des 21ten Jahrhunderts den Sinn hat, den Wohlstand einer Gesellschaft zu fördern oder es ihm nur darum geht, eingesetztes Kapital ohne Rücksicht auf Verluste schnellstmöglich zu vermehren.
Anderes Thema: Ich finde es momentan überraschend, wie wenig international passiert. Es wurden also jetzt Pakete geschnürt, die mit einigen Regeln versehen wurden. Aber was ist sonst passiert? Wurde jetzt wirklich ernsthaft etwas geändert? Irgendein Gesetz? Irgendeine neue Aufsichtsbehörde eingesetzt, die schärfere Regeln auch effizient kontrolliert (die sicher noch sehr langwierige Diskussion um den IWF mal außen vor)? Sind Köpfe gerollt?
Ich kann es nicht verstehen, das jemand wie Kemmer noch im Amt bleibt und sich Sparkassenverbände massiv hinter ihn stellen. Wer es schafft, eine Landesbank derart stark in den quasi-Ruin zu treiben, gehört abgeschafft. Nicht er allein, sondern der Vorstand + Aufsichtsrat. Und was passiert? Nüchts.
Nicht nur hier, sondern auch in Frankreich (ich kann nur heilfroh sein keinen Mann wie Süper-Sarko als Präsident zu haben
) und in den Staaten. Für mich ein absolutes Armutszeugnis.
Au revoir...