Beiträge von DJ Wisdom

    Zitat

    Original geschrieben von ocb
    Amazon ist nicht Ebay.


    Amazon bietet hier dem Käufer etwas anderes als Ebay an und dementsprechend gelten andere Regeln, die nichts mit gewerblich oder privat zu tun haben.


    Das ist schlicht falsch.


    In den Amazon Marketplace-AGBs (http://www.amazon.de/gp/help/c…tml?ie=UTF8&nodeId=886406) ist alles erläutert:


    "Rückgaben


    1. ... Falls nötig, können Sie die Ware an den Verkäufer zurücksenden und der Kaufpreis wird Ihnen zurück erstattet. ...


    2. ... Darüber hinaus können Sie Ihre Vertragserklärung, d.h. Ihr Kaufangebot, innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (via E-Mail) oder durch Rückgabe des Artikels an den Verkäufer widerrufen, sofern die Voraussetzungen der Reglungen über Fernabsatzverträge auf Ihren Vertragsabschluss Anwendung finden (wenn Ihr Verkäufer Unternehmer ist)."



    Du bist nicht Unternehmer, hast alles klar in der Produkt-Beschreibung erklärt. Wenn man sich nicht einigen kann, Frist zur Freisetzung des Guthabens setzen. Falls Amazon nicht reagiert -> Anwalt.



    Au revoir...

    Re: Rechts so.


    Zitat

    Original geschrieben von chico
    Die wirkliche Ironie besteht allerdings darin, dass wir hier offenbar Trauer an dem Tod eines Faschisten vorgaukeln müssen, um anschließend mit seinen Sympathisanten diskutieren zu dürfen. Möge bitte jeder selber entscheiden ob er das moralisch vertreten kann. Mich widert das an. Euch viel Spaß beim Diskutieren.


    Dito. Klar, ein Mensch ist tot - seine Familie tut mir in diesem Fall leid, aber um ihn... Ich will nicht wissen wem er alles schon den tot gewünscht hat. Wer so was:


    "Mit den Schwarzen ist es wirklich so ein Problem. Selbst dort, wo sie die Mehrheit haben, bringen sie nichts zusammen. Da ist einfach wirklich Hopfen und Malz verloren."


    oder sowas:


    "Die Waffen-SS war Teil der Wehrmacht und es kommt ihr daher alle Ehre und Anerkennung zu."


    oder sowas:


    "Das Recht der Inländer auf Heimat ist stärker als das Recht der Ausländer auf Familienleben. Deshalb sollten wir von der europäischen Menschenrechtskonvention abgehen."


    oder sowas verzapfen kann:


    "In Österreich gibt es 300.000 Arbeitslose und 300.000 offizielle Ausländer"



    (http://stressfaktor.squat.net/2000/haider.html)




    ... , um den kann ich nicht wirklich trauern. Na ja. Oben ist alles gesagt worden.



    Au revoir...

    Zitat

    Original geschrieben von autares
    Wieso soll das krank sein? Überleg einmal, wo wir heute wären, wenn es keine short seller gegeben hätte. Das System würde weiter funktionieren. Banken würden ihre Bilanzen weiter aufblähen usw. Ich hätte mir gewünscht, dass short seller schon vor 5 Jahren auf die Kurse gehauen hätten, dann wäre wahrscheinlich alles nur halb so schlimm geworden wie es jetzt ist.


    Das wäre nicht die Lösung des Problems gewesen. Nicht mal ansatzweise. Sie hätte EVTL. ein Chaos vermieden, aber ein umdenken? Mitnichten.



    Zitat

    Original geschrieben von BigBlue007
    Was heißt "erst der Anfang"? Wenns in diesem Tempo weiter nach unten geht, dauerts ja nur ein paar Tage, bis halt einfach nix mehr da ist. Unter Null können Dax und Co. ja schlecht fallen, oder? Wobei es mich nicht wundern würde, wenn doch... :D


    So weit würde es nicht kommen. Niemand sagt das es in dem Tempo weitergeht. Aber es KANN sicher noch sehr viel weiter runter gehen. Und was sicher ist - die Krise wird länger andauern, Monate.



    Zitat

    Findest Du? Den Eindruck habe ich ehrlich gesagt ganz und gar nicht. Vor allem sagt es keiner von denen, die es eigentlich sagen müssten, nämlich diejenigen, die mit genau dieser Art von virtuellen Finanzspielereien den Laden dahin gebracht haben, wo er jetzt ist. Die schreien alle nur nach Hilfe, aber ich habe noch keinen sagen hören, dass er einen schlechten Job gemacht hat und dass er, wenn man ihm hilft, es in Zukunft anders machen will.


    Was erwartest du? Das sie alle zugeben das sie scheiße gebaut haben? Ist doch in der heutigen Manager-schicht absolut unüblich. Einen Fehler zugeben, wie kann man nur. Da lobe ich mir das gestrige erneute verbeugen und entschuldigen der japanischen Yamato Life Manager. Die haben wenigstens noch ein Minimum an Anstand.



    Zitat

    Full Ack. Und genau davon sehe ich nichts. Es gibt in D m.W. nicht ein einziges neues Gesetz, das im Zuge dieser Kriese verabschiedet worden wäre und das irgend etwas in dieser Richtung neu regeln würde. Ich frage mich, worauf die eigentlich alle warten...


    Man will nicht alles überstürzen. Es müssen rel. weitreichende Regeln sein, sie werden nicht irgendwelche total unwichtigen Unternehmen regulieren, sondern mit den Banken das Herz eines Wirtschaftssystems. Da kann schnell was schief gehen.


    Von daher sehe ich das nicht so skeptisch wie du - solange etwas wirklich helfendes dabei herauskommt und nicht nur heiße Luft.


    Zitat

    Eines der für mich - sorry; ich bin da halt wirklich Laie und verstehe nicht viel davon ;) - kränkesten Dinge am Börsenmarkt ist, dass ich mit dem Spekulieren auf FALLENDE Aktienkurse Geld verdienen kann. Entschuldigung, aber das muss ich nicht verstehen. Was noch wichtiger ist: Ich will es auch gar nicht. Ich weiß nur, dass es krank und pervers klingt, und das tut es auch dann noch, wenns mir einer erklärt hat. ;) Nur ein Bsp. von Vielen.


    Hier stimme ich autares teilweise zu. Es ist prinzipiell nichts falsch daran an fallenden Kursen zu partizipieren. Die Frage ist nur, ob es dann systematisch gemacht wird, ob mit Absicht Panik geschürt wird um Kurse fallen zu lassen.


    Hier MUSS ein stärkeres Auge auf die Akteure im Markt geworfen werfen - oder man verbiete zumindest das "Naked short selling". Hier wird autares nicht mit mir übereinstimmen, aber als (zumindest temporäre) Lösung hätte ich da nichts gegen.



    Au revoir...

    Na ja, viel neues sagt er nicht. Das, was der gute Herr Jorberg von sich gibt sagt momentan jeder. Das macht das Ganze nicht falsch, ist aber wie gesagt inzwischen "alter Kaffee".


    Um auf deinen letzten Satz zu sprechen zu kommen: Da stimme ich dir nicht zu. Ansonsten müsste eine Bank rein auf Ihre Kreditgeschäft konzentriert werden - und damit wären wir wirklich in 1929. Derivate & Co haben einen Sinn, sie erfüllen einen realwirtschaftlich-bezogenen Zweck. Wie mit ihnen umgegangen wird, DAS ist die Frage. Und das gilt es jetzt neu zu regeln.


    Nicht die Waffen töten Menschen, sondern die Menschen die sie nutzen. Hier ist es im Prinzip nicht anders. Nicht alles was momentan gemacht wird ist richtig, sicher kann man einige wenige Verbote aussprechen (für die auch ich bin), aber primär sollte jetzt gegengesteuert werden. Und hier lege ich das Augenmerk auf "steuern", den bisher, und das kann man sämtlichen politischen Führern der letzten Jahre weltweit ankreiden, wurde nicht gesteuert - man hat einfach zugeschaut.



    Mal schauen was dieses Wochenende über passiert. In Washington wird ja fleißig beraten. Und bald erneut in Paris. Bisher hab ich noch nicht viel gesehen, außer viel Geschwafel. Der erste Schritt wäre jetzt Regeln in Gesetze umzusetzen, um dem Markt zu zeigen das man es ernst meint. Der erste Schritt zu neuem Vertrauen.



    Sonst war das hier erst der Anfang:



    (wsj.com)



    Au revoir...