Wenn die Anbieter es schaffen, das Dauerroaming zu verhindern, sehe ich auch für kleinere Anbieter keine Probleme, die Umstellung zu verkraften. Bei den Netzbetreibern kommen noch die zusätzlichen Einnahmen von den Roaminggästen dazu. Und die MVNOs können die Roamingleistungen bei den Netzbetreibern einkaufen, die diese Vorleistung den MVNOs nicht teurer als den Endkunden berechnen dürfen. Der Anteil der Kunden, die überhaupt roamen, ist begrenzt. Es werden jetzt nicht zuätzliche Polen nach Deutschland fahren oder umgekehrt, nur weil Roaming günstiger wird 
Man sollte auch nicht vergessen, dass die Durchführungsverordnung den Anbietern aus den Ländern mit günstigeren Preisen noch weitere Instrumente gibt, um die Verwendung von Prepaid durch die Einwohner der anderen Länder eindämmen zu können:
- Die dürfen einen Nachweis vom Kunden über stabile Bindungen (Wohnsitz, Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz) zum Anbieterland einholen und erst danach Roaming zuschlagsfrei (begrenzt durch die FUP) erlauben.
- Bei Prepaid Roaming zuschlagsfrei erlauben, aber begrenzt auf die einfache Menge vom Prepaid-Kontostand beim Verlassen des Anbieterlandes geteilt durch den Großhandelspreis. Zumindest verstehe ich so den Punkt 14 der Durchführungsverordnung.
Ich kann mir vorstellen, dass, wie bei vielen FUPs, die es schon gibt, viele von den neuen zuerst nur in den Bedingungen landen werden und diese erst angewendet werden, wenn der Anbieter merken wird, dass zu viele Karten im Dauerroaming verwendet werden.
Was aber auch noch interessant sein wird, ist, wie die Roamingpreise sein werden, wenn man die FUP-Grenze erreicht. Selbst ein Preis aus Polen/Österreich mit dem Zuschlag von 0,92 Ct./MB kann für bestimmte Anwendungsfälle interessant sein und würde den Anbietern dort nicht wirklich Verluste verursachen.
EDIT: Preis korrigiert. War in € statt Ct.