Alter Schwede, ich habe jetzt mal ein paar Kritiken gelesen... die in der Summe eher Enttäuschung bis Ekel beinhalteten.
Dass die auch in der Show erwähnte Zeit sich kritisch äußern würde ("Oli, der Spruch kam nicht. Für mein Publikum war er zu leise, deins kann damit [Zeit] nichts anfangen"), damit kann ich ja leben, dass sich aber auch die Welt und auch die sueddeutsche sich dermaßen kritisch äußern, hätte ich nicht vermutet.
Einzig der [url=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,513700,00.html]Spiegel[/url] äußert optmistisch, dass aus dem Format etwas ansprechendes werden könnte.
Naja, die Wahrheit wird wohl in der Quote liegen. Sollten sich die Quoten auf dem Niveau der gestrigen Sendung einpendeln, sollte man das journalistische Volk verstummen lassen können. Die Wahrheit über Qualität liegt mit Sicherheit nicht in der Quote, doch ich denke, der "Normalo" sieht, was (ihm) gefällt.
BTW: Kann mir jm die sueddeutsche erklären?:
Zitat
"Kein Problem, Waldi", warf er Pocher lässig hin, als dieser einen Gag versemmelt hatte. Um den Witz zu verstehen, musste man wiederum Schmidts Sport-Talkshows mit Waldemar Hartmann kennen. Mit leicht zugänglicher Unterhaltung hat das nur noch bedingt zu tun - es handelt sich vielmehr um Schmunzelabende für den Bildungsschmidtbürger.
War "früher" die Harald Schmidt Show eine "leicht zugägnliche Unterhaltung"? Ich dachte eigentlich, dass dies gerade das Problem zu sein schien, dass ausschließlich das tagesaktuell interessierte und (v.a. politsch) einigermaßen gebildete Publikum angesprochen wurde (und damit der nur schwer zufriedenzustellende und kleine Kreis potezieller Zuschauer ein (Quoten)Problem darstellte). Und ich dachte auch, dass gerade diese Tatsache mit der Einführung von Pocher behoben werden sollte und die Kritiker Sturm rannten, dass mit eben diesem Pocher auch der Tiefgang der Witze verloren gehen würde (Wobei sich mMn die Beanspruchung des Intellekts bei der Waldi-Spruch wahrlich in Grenzen hielt).