Beiträge von knickepitten

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    Original geschrieben von CK-187
    Kachelmann ist ein schlechtes Beispiel. Der ist die letzten 30-40 Jahre nicht das gewesen was ein Hoeneß war. Glaub mir, in den Dimensionen ist es egal. Auch wenn ich dem Hoeneß seine Finanzen nicht kenne so ist es doch ziemlich blauäugig zu glauben das ihn 40-50 Mio. in den Abgrund treiben. Und wenn er wieder raus ist wird ihm sein Anstand direkt in den Knast zu gehen vorgehalten und aus die Maus. Er wird wieder bei den Bayern anfangen und alles ist wie vorher.


    Im Rest der Welt kümmert es keinen wer da am Hebel sitzt und das Wissen auch die Sponsoren. Ob derjenige Dreck am stecken hat oder nicht...nach breiter Meinung haben den doch eh alle auf solchen Posten. Da kommt's auf einen Hoeneß, der ja den Anstand hatte sich zu stellen und seine Strafe abgesessen hat auch nicht mehr an. ;)


    Wenn er clever war, ist das Vermögen schon weg und er wohnt in zweieinhalb Jahren bei seiner Frau und lässt sich die Wurst von seinem Sohn mitbringen.

    Ich denke, dass sein Rücktritt bereits vor dem Prozess vereinbarte Sache war und man seitens des Vereins und der AG mit einer Verkündung bis zum Urteil warten wollte, um hier eine Beeinflussung auszuschließen.


    Ich sehe das Urteil zwiespältig. Inhaltlich freue ich mich, dass die Wirksamkeit der Selbstanzeige verneint wurde. Das ist ein deutlicher Hinweis für die Zukunft, dass die strengen formalen Anforderungen kumulativ vorliegen müssen und das alles nicht durch lapidare Absichtsbekundungen im Nachhinein aufgeweicht werden kann. Das würde dem Sinn der Selbstanzeige (Lohn für Reue bzw. Steuerehrlichkeit) zuwieder laufen.


    Ob eine Haftstrafe für Steuerhinterziehung eine geeignete Strafe ist, kann diskutiert werden. Ob das Strafmaß im Vergleich zu anderen Vergehen richtig ist, steht nicht zur Debatte, ist derzeit eben so. Falsche Strafbemessung bei anderen Delikten kann ja keine Rechtfertigung sein.


    Leid tut er mir nicht. Er hat nachhaltig Straftaten begangen und sich dadurch selbst über die Gesellschaft gestellt. Bei mir ist auch nicht der Eindruck entstanden, dass er die Selbstanzeige aus freien Stücken abgegeben hat. Dass es ihm (im nachhinein) leid tut, glaube ich gern. Wäre am Anfang nach der Selbstanzeige einiges richtig gelaufen, würden wir jetzt vermutlich hier nicht diskutieren.


    Leid tut mir aber seine Familie. Der Mensch hat unendlich viel kaputt gemacht.

    Eilmeldung auf bild.de von 14:28 Uhr:


    Zitat

    München – Der Discounter Netto hat seine „Delikatess Münchner Weißwurst” der Marke „Gut Ponholz” zurückgerufen. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass vereinzelt in Artikeln dieser Charge rote Plastikfremdkörper enthalten sind”, so das Unternehmen. Der Artikel wurde in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs ausgeliefert.


    Die Urteilsbegründung war noch nichtmal verlesen... :D


    (War rot nicht die Farbe des heutigen (Prozess)tages?)

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    Original geschrieben von bernbayer
    Wieso denn? Ohne Selbstanzeige wäre doch bei dieser hohen Hinterziehungssumme die Höchststrafe von 10 Jahren Haft oder nur sehr wenig darunter herausgekommen. Gelohnt hat sich die Selbstanzeige auf jedem Fall.


    Das sieht er sicher genauso.

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    Original geschrieben von handyman1981
    Selbst dir Verteidigung weiß jetzt,dass die Selbstanzeige unwirksam ist und das wusste sie von Anfang an.;)


    Ja, damit hätte ich nicht gerechnet. Nachdem gestern die Zahlen (wenn auch nur für drei Veranlagungszeiträume) öffentlich gemacht wurden, habe ich eigentlich gar keine so schlechten Chancen für eine Einstellung gesehen.


    Die auf SPON gerade abfotografierte Erklärung der Verteidigung ist sehr dünn. Es bleibt spannend...