Beiträge von wolfbln

    Ich finde die AldiTalk-Lösung auch genial als Back-up. Nachdem ich viel über die geschimpft habe, möchte ich mal eine Lanze brechen.
    5,5 GB (in jetzt 28 Tagen) für 14,99€ macht rechnerisch 2,73€ pro GB. Zeigt mir einen Prepaid-Anbieter in Deutschland, der dies im EU-Roaming momentan günstiger rausgibt, sogar ohne 4G/LTE.


    Ich gehe sogar noch weiter. Ich habe fürs prepaid data Wiki mir in den letzten Tagen die Tarife aus den meisten EU-Ländern reingezogen. Österreich, Polen, Skandinavien wenden alle die FUP an. Pro 10€ Verkaufspreis so 2,1-2,2 GB und dann Schluss und die "Missbrauchsrate" von 9,##€ pro GB. Da kommt man in der FUP so auf 4,60€ pro GB, hat Ärger mit den FUPs gegen Dauerroaming, Aufladungen usw..... Selbst unsere Favourites wie Three UK kommen da nicht besser, da sie jetzt bei 9GB Roaming kappen - nur vielleicht Free in Frankreich, aber die kann man kaum pausieren lassen.


    Im Gegensatz zu Telefónica nennt Aldi-Talk in der neuen Roaming-Preisliste keine FUPs. D.h. etwaige Einschänkungen dürfen nicht umgesetzt werden: https://medion.scene7.com/is/c…Medion/Roaming-Preisliste. Da Aldi jede Referenz zu O2 und Telefónica vermeidet und auch in neuen Dokumenten weiter die Eplus-Gruppe nennt, gelten etwaige Telefónica-FUPs nicht.


    Es wird sogar noch besser: die alte "Tagesflat" soll wieder buchbar sein, auch ohne veralteten Aldi-Stick, über das online-Profil. Und auch die 1GB werden in der EU für 1,99€ für 24 Stunden herausgegeben. Steht auch wörtlich so da dabei. Muss ich aber noch testen und was dann mit dem Monatspaket passiert. Das ist doch ein idealer Tarif für Kurzreisende, wenn wieder das Hotel-WLAN nicht geht etc.... Allerdings, um die Tagesflat (ohne den Stick) zu buchen braucht man Internet (zu 24ct/MB oder andere SIM oder WLAN). Also eher eine ideale Back-up-Karte, weil sie auch eine einigermaßen günstige Schweiz-Option hat, die Vodafone z.B. überhaupt nicht hat.


    Für mich ist das die erste gute Überraschung zu AldiTalk seit sie bei Telefónica gelandet sind.

    Ich fände es ja viel spannender zu warten bis zum 1.7. und dann schauen, wem/was man alles so durchkriegt beim Video-Ident :D . Interessant wird auch sein, ob man die SIM-Karte zurückgeben kann, wenn die SIM nicht registriert werden konnte, weshalb auch immer. Eigentlich gilt ja bei Aldi & Co. das Umtauschrecht.


    Also Bruder oder Schwester halte ich für leicht machbar, Freund/in bzw. Lebenspartner/in ist schon eher eine Herausforderung (zumindest in heterosexuellen Beziehungen). Ob man es dann noch für Haustiere oder Gegenstände hinbekommt wie bisher, glaube ich nicht mehr, denn da fehlt ja ein Ausweis. Zur Zeit telefoniert mein Goldfisch mit meinem Auto :eek: Wenn man so etwas vorhat, sollte man wirklich das noch schnell machen.


    Der Innenminister hat gesagt, die Maßnahmen werden ergriffen, weil viele ihre "wahre Identität" bei den bisherigen online-Registrierungen verschleierten, was wohl stimmt. Er hat richtig "Donald Duck" angeführt. Darum werde das jetzt zum 1.7. geändert, Bestandskarten aber nicht geprüft. Wie kann man eigentlich als Innenminister denn so blöd sein??? Das ist doch eine Einladung bis zum Monatsende für Donald Duck!

    Zitat

    Original geschrieben von Bernd2012
    War ja eigentlich klar, das es nur die Person machen kann, die auch auf dem Ausweis ist. Alles andere wäre ja Blödsinn!


    Na, da vieles bei den Regelungen Blödsinn ist, wie z.B. die "Adresse", glauben manche jetzt jeden Blödsinn. Es wird sicher auch möglich sein, für ähnlich aussehende Personen (Bruder, Schwester usw.), wenn man ihre Ausweise hat, ein Video-Ident durchzuführen. In den Ausweisen sind die Fotos ja bis zu 10 Jahre alt. Gestattet ist das natürlich nicht. Geschlechts- oder generationsübergreifende Aktivierungen erfordern dann schon etwas mehr Phantasie oder Make-up. :D

    Hier die registrierungsfreien Länder der EU/EWR-Roamingzone für die "Verbrecher":


    Österreich, Kroatien, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Gibraltar, Island, Irland, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Portugal, Rumänien, Slovenien, Schweden, Vereinigtes Königreich, Zypern


    Hier die Länder mit Registrierungspflicht für die "Bürger, die nichts zu verheimlichen haben":


    Deutschland, Belgien, Bulgarien, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Polen, Slowakei, Spanien


    Hmmm. Es steht immer noch 19:13 gegen Registrierung.

    Zitat

    Original geschrieben von Bernd2012
    Danke, dann bin ich ja beruhigt. Eventuell sollte ich mir dann für Online Anzeigen & Co. noch welche vor dem 1.7. kaufen und weglegen. Bei Ebay gibt es die ja für knapp 3 Euro je SIM.


    Na ja, kaufen kannst du vieles heute, aber du musst sie auch noch (mehr oder weniger anonym) registrieren und dadurch aktivieren bis zum 1.7.16.


    @ Peterdoo:
    "Genauso wie man jetzt eine SIM für eine andere Person nicht mehr so einfach kaufen kann."
    Kaufen wird man weiter können, nur nicht aktivieren auf einen anderen Namen.


    Ich gehe davon aus, dass ab 1.7. die SIM-Karten erst freigeschaltet werden, wenn eine Registrierung vorliegt. Alles andere wäre ja Schwachsinn. Wenn jetzt viele auf Video-Ident setzen, heißt das: erst die SIM kaufen (selbst oder von anderen) - sie ist dann wohl noch nicht freigeschaltet - und danach registrieren (geht nur noch selbst) zur Aktivierung. Schon freigeschaltete SIM-Karten wie früher die Freikarten habe ich schon länger nicht mehr gesehen und dürfte es nicht mehr geben.

    Zitat

    Original geschrieben von ws12377
    Bzgl. der Anschrift gilt in der Tat, dass diese nicht auf Korrektheit überprüft werden muss, wenn ein zulässiges Identitätsdokument (bspw. der Reisepass, oder auch ein Personalausweis eines Obdachlosen) diese nicht enthält (§111 TKG).
    Ferner ist es nicht vorgesehen, dass die Anschrift in Deutschland liegen muss. Wäre auch widersinnig, denn dann könnten Touristen keine SIM-Karten kaufen und das wäre mit EU-Recht schwer vereinbar.


    Zwar hast du mit beiden recht, aber es wird nicht gesagt oder angewendet.bWas die Überprüfung der Anschrift betrifft, bedeutet dies ja, dass jeder mit Reisepass weiter irgendeine (möglichst deutsche) Adresse angeben kann, die dann nicht überprüft wird.


    Zwar muss die ominöse Adresse des Kunden nicht in Deutschland liegen per Gesetz, aber in der Praxis gehen bisher nur deutsche Anschriften und Touristen konnten schon immer prepaid SIM-Karten in Deutschland kaufen. Sie haben halt ihre Hotel- oder sonst irgendeine Phantasieadresse angegeben. Das gab nur Probleme, wenn der "Willkommensbrief" als unbekannt zurück lief. Die Systeme der Anbieter nehmen einfach keine Adresse im Ausland an. Ich habe bisher noch nicht gesehen, dass sich das jetzt ändert.
    Ironischerweise, geht es gerade deswegen, weil Touris häufig mit Pass kommen und dann die angegebene Adresse eben nicht überprüft wird. Wie soll auch ein Aldi-Mitarbeiter irgendeine Adresse überprüfen? Dann wird halt irgendeine (deutsche) Adresse genommen. Das gibt immer nur dann Probleme, wenn sie gar nicht existiert, weil manche Systeme einen Plausibiliätscheck mit PLZ, Ort- und Straßennamen durchführen. Ob der Anmelder, was mit der Adresse zu tun hat, wird natürlich nicht gecheckt. Bei Ortel mobil werden einem sogar Adressen vvom System "vorgeschlagen".


    Wie vor diesem Hintergrund die Adresse jemals zu einem "wichtigen" Sicherheitsmerkmal werden konnte, erschließt sich mir überhaupt nicht.

    Na, Arvato gehts doch prächtig, dank unserer Regierung.
    Gerade ist das neue Gesetz gegen die Hass-Postings im Internet durch. 600 arme Arvato-Mitarbeiter in Berlin-Haselhorst müssen sich den ganzen Hass schon jetzt für Facebook anschauen und löschen. Diese Abteilung wird wohl auch expandieren. Vielleicht dann zur Abwechslung mal Ausweise durchwinken. Sonst wird man ja voll gaga. Wenns nicht so traurig wäre, ist der Job ja die ideale Arbeitsbeschaffung für alle noch lebenden Grenzer der DDR.

    Zitat

    Original geschrieben von Rudolfpanz34
    Wichtig ist auch, sagte man mir, die Adresse. Darauf fragte ich, was ist mit den Obdachlosen, wie können die es machen? Viele Obdachlosen haben auf dem Perso ja einen Aufkleber drauf "ohne festen Wohnsitz". Keiner wusste mehr weiter, einfach selber testen.


    Diese "wichtige" Adresse ist der größte Schwachsinn von allem. Es gibt ja auch Ausländer und Touristen, die dann ihr B&B, Hotel oder Flüchtlingsunterkunft angeben sollen. Das erinnert mich an die Frage bei der US-Einreise, wo man übernachtet.


    Diese "Adresse" muss auch nicht eine polizeiliche Meldeadresse sein. Die steht auch nur im (deutschen) Personalausweis drin. Im Reisepass, der auch als "Ausweis" gilt, steht keine Adresse. D.h. man kann in Zukunft mit dem Pass weiter eine Phantasieadresse angeben. Den "Willkommensbrief" wird es ja kaum mehr geben.


    Das führte bereits dazu, dass mir ein Post-Ident (für eine Bank) im Post-Kiosk abgelehnt wurde, weil der Reisepass als amtlicher Ausweis dafür nicht ausreiche. Ich bräuchte dazu noch eine Meldebestätigung. Die Post AG hat mir auf Anfrage mitgeteilt, dass diese Ablehnung nicht statthaft sei, sondern der Post-"Mitarbeiter" dann halt die mündlich angegebene Adresse nehmen muss.


    Ausländer müssen auch eine deutsche (!) Adresse angeben, weshalb auch immer. Ausländer und Touristen müssen genauso laut EU-Recht SIM-Karten bekommen können, aber eine deutsche "Adresse" haben. Da wird das noch blödsinniger, zumal ausländische Adressen weiter vom System nicht genommen werden.


    Wer hat sich denn diesen Schwachsinn ausgedacht??? Da aber die ganze Bestimmung ziemlich fragwürdig ist, könnte man sich ja freuen, dass die Lücken (z.B. Bestandskarten) so groß wie Scheunentore sind und man in Deutschland es offenbar gar nicht ernsthaft versucht, die SIM-Karten wirklich zu personifizieren. Größter Gewinner sind halt Dienstleister wie Arvato und Co., die auf Video-Ident spezialisiert sind. Wassn Aufwand für die Tonne!

    Das ist korrekt. Allerdings sind einige Anbieter in der EU ausgestiegen und verlangen konkret mehr, mit oder ohne Genehmigung des Regulierers. Darum kann man nur sagen, bei den Providern, die RLAH korrekt umsetzen und kann auch nicht grundsätzlich Entwarnung geben: EU-Roaming könnte nie über 10€/GB kosten. Es können ja auch die teuren deutschen Standardraten angewendet werden, wenn vorher kein Paket gebucht wird.


    So wie ich Lycamobile zumindest verstehe, verlangen sie durchgängig 15ct pro MB im EU-Roaming, d.h. etwa 150 € pro GB. Das ist zwar ihre Inlandsrate - aber ohne die Möglichkeit, nationale Datenpakete im Roaming nutzen zu können.


    Die "Missbrauchsrate" ist genau z.Zt. 7,70€ plus Mwst. pro GB, also eher 9 € als 9,50 €, allerdings schwankt die Mwst. in der EU/EWR zwischen 18% und 25%. Bei durchschnittlich 20% beträgt sie effektiv 9,24€/GB, also jetzt keine solche Horrorrate. Darum braucht man keine so große Angst vor "Missbrauch" zu haben.

    Zitat

    Original geschrieben von dw4817
    Inwiefern verbietet denn RLAH-Regulierung den Anbietern, weiterhin EU-Flats inklusive anzubieten? Und was hat die Erlaubnis alternativer Roaming-Pakete damit zu tun?


    Genau. Manche Anbieter bieten doch auch wirklich eine Roaming-Flat für Gespräche und SMS in der EU an. Die RLAH schreibt ja nur das Prinzip vor: wenn Inlandsflat in alle Netze, dann auch Roaming-Flat. Kein Betreiber ist aber so dumm und bietet eine Daten-Flat in der EU an, wenn er noch bis zu 7,70€/GB plus Steuern zahlen muss. Die RLAH-Regelung erlaubt es ja sogar "offene Datenpakete" zu begrenzen. Damit sind genau diese Daten-Flats gemeint und alle Betreiber in Ländern mit "Daten-Flat" gehen auch auf diese FUP.


    Jedem Betreiber ist es auch weiter möglich, alternative Roamingangebote zu machen. Darunter läuft O2's "Roaming-Flat" für Gespräche und SMS. Dies kann nach einem Opt-out sich jeder auswählen. Kosten halt nun 4,99 € in einigen Tarifen. Diese Angebote müssen auch nicht RLAH entsprechen. Also verstehe ich Euer Problem mit der EU-Regelung nicht.


    LegendE Nur für das EU-Ausland findet die Regulierung anwendung und gut.
    Die Regelung findet nur Anwendung für Roaming im Ausland. Wenn sich etwas im Inland verändert an den Tarifen, dann liegt es am Anbieter. Häufig werden "Tarifanpassungen" = Erhöhungen vorgeschoben. Sie haben aber nur sehr indirekt miteinander zu tun. Die Betreiber erhöhen z.B. die Auslandsgespräche wie bei O2, weil sie jetzt an Roaminggesprächen befürchten, weniger zu verdienen. Ist daran aber die EU oder O2 schuld?