Beiträge von flamesoldier

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    Original geschrieben von habehandy
    Wenn die Band1 Aktion gelaufen ist wird TEF wohl ebenfalls LTE2100 planen. Immerhin steht im Entwurf zur Aktion das die aktuellen Anbieter (kostenfrei?) wohl zwei Blöcke behalten können um Bestandskunden weiter versorgen zu können.


    https://www.bundesnetzagentur.…/mobilfunknetze-node.html


    Was du meinst ist wohl folgendes Zitat:
    "Darüber hinaus wird vorgetragen, dass im Knappheitsfall für die bestehenden Mobilfunknetzbetreiber
    eine Frequenzreserve von je 2 x 10 MHz bereitgestellt werden sollte, um die
    Versorgung der Bestandskunden sicherzustellen. Nach Abzug einer Frequenzreserve für
    bestehende Mobilfunknetzbetreiber solle verbleibendes Spektrum im Fall der Knappheit
    im Wege einer Ausschreibung bereitgestellt werden."


    Das ist aber lediglich eine Zusammenfassung bestimmter Einwendungen von Firmen wie der Telekom, Vodafone, Telefónica, 1&1, Drillisch oder ähnlichen. Das ist keine Meinung der Bundesnetzagentur und auch kein Beschluss...

    Zitat

    Original geschrieben von jointadventure
    Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass 1500 soo eine Große Bedeutung im Netz bekommen wird. Ich würde mich viel mehr über 700 Mhz LTE freuen :(


    Das kann man erst einschalten, wenn man es auch darf. Aktuell ist noch fast keine Region vollständig 700-MHz-DVB-T/T2-frei. Anstatt direkt alles auf die Sollkanäle zu schieben, hat man sogar noch DVB-T2 Sender auf die zu räumenden Kanäle geschoben, obwohl genug Platz frei wäre... ist für mich unverständlich. So dauerts noch bis Anfang/Mitte 2019, bis 700 MHz für LTE oder 5G tatsächlich genutzt werden kann.


    Und wieder einmal kann ich nur den Kopf schütteln und denke mir: ganz schön viel Geschreibe für so wenig Ahnung. Darauf gehe ich nicht weiter ein, ist mir zu doof.

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    Original geschrieben von carljiri
    ja gut,
    von 1500 werd ich dann mind 2 jahre nicht profitieren können,
    ist das nicht TDD LTE ? oder haben die da FDD laufen ?


    Band 32 ist als SDL-Band ausgeschrieben, also Supplementary DownLink -> auf Deutsch: eine FDD-Erweiterung rein im Downlink, kann also nicht alleine betrieben werden, sondern nur in Kombination mit einem weiteren Band als CA. Da eine höhere Frequenz als CA-Band wenig Sinn ergäbe, da dann Stellen mit DL-Empfang, aber ohne UL existieren könnten, macht man es sinnigerweise mit L8. Bisher wird bei 2CA und 3CA der UL ja sowieso nicht aggregiert, sodass das sowieso nicht ins Gewicht fällt. So hat man 30 MHz DL-Bandbreite und 10 MHz UL-Bandbreite, kann also mit 256QAM/64QAM ca. 300/37,5 Mbit/s erreichen.

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    Original geschrieben von Freigeist
    Entschuldigung, es sind natürlich 72 (bzw. 78) Standorte pro 1000 Quadratkilometer.


    3AT betreibt 6.000 Standorte: https://www.drei.at/de/ueber-uns/unternehmen/3netz/
    Bei der Deutschen Telekom sollen es aktuell an die 28.000 sein: https://www.teltarif.de/news/71790.html


    Du kannst sowas aber nicht 1:1 übernehmen. Einerseits gibt die Telekom 28000 an, was aber keinesfalls alles echte Standorte sind, sondern mit Sicherheit auch Indoorversorgungen und Mikrozellen. Dazu ist Österreich kein Flächenland wie Deutschland, wo große Gebiete einfach plattes Land sind, sondern hat noch ein klitzekleines Gebirge dabei, wo große Gebiete einfach nicht bewohnbar sind und somit auch nicht versorgt werden müssen. Und letztendlich ist die Bevölkerung im Vergleich zur Fläche deshalb auch in einem ganz anderen Verhältnis. Deutschland ist laut offizieller Fläche 4,26 mal größer als Österreich, hat aber 9,41 Mal soviele Einwohner (potenzielle Kunden) wie Österreich. Das Verhältnis Sendemast zu Kundenzahl ist also in Österreich wesentlich größer.

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    Original geschrieben von Freigeist
    3AT betreibt in Österreich ca. 72 Funkstandorte pro Quadratkilometer, die Telekom in Deutschland ca. 78.


    72 Standorte pro Quadratkilometer (1x1 km)? 1. Woher hast du bitte diese Zahlen? 2. Hast du mal nachgedacht, ob das überhaupt Sinn ergibt? Das wären bei einer Landesfläche von 83.878,99 km² bei Österreich stolze 6039288 Standorte.

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    Original geschrieben von OlSter
    Die Roaming-Einnahmen prozentual sind in AT/CH im Vergleich zu D viel viel höher. Um die Wahrscheinlichkeit vom Kunden X ein paar Schillings zu kassieren muss die Netzabdeckung gewährleistet werden. Es ist gar nicht gut, wenn das Handy eines Roamers das Netz wechselt) Steering wäre auch hilflos, wenn das Netz nicht vorhanden ist.


    Und, vielleicht, die (teilweise) pathologische Neigung zum Allesrationalisieren ist dort nicht so stark ausgeprägt


    Insbesondere in Skigebieten wechselt mein Handy aber besonders oft zwischen den Netzen, weil genau dort der Ausbau oft stark schwankend ist. Während man am ersten Lift von einem Netz LTE hat und das andere nur 2G bietet, ists zwei Lifte weiter schon genau umgekehrt. Dazwischen liegt dann oft noch ein Seitental ganz ohne Netz.
    Aber auch entlang der vignettenpflichtigen Straßen ist die Senderdichte viel höher, an den Autobahnen steht alle 1-2 km ein Sendemast und selbst in einer Stadt wie Innsbruck mit knapp 125 k Einwohnern hat ein Anbieter wie 3AT ca. 100 Sendemasten (!). Der Tourismus beschränkt sich in Österreich aber eher auf die Wander-/Skigebiete.

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    Original geschrieben von antennenmann
    Da steht alle GSM900er sollen LTE800 bekommen, also nicht alle, aber ländliche Gegenden werden zumindest davon profitieren. Es fragt sich nur ob bzw. bis wann das passieren wird.


    Da zumindest langfristig sämtliche GSM1800 Standorte auf GSM900 umgebaut werden sollen, wird auch jeder Standort mit GSM am Ende LTE800 haben. Die Ausnahmen betreffen nur die Städte, wo Verdichter-Standorte mit U21/L18 oder U21/L18+26 vorgesehen sind.

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    Original geschrieben von john-vogel
    Dem würde ich so zustimmen. Ich habe da mal Zahlen gesehen, dass sich in dünn besiedelten Gebieten nur der Sender des ersten Anbieters wirtschaftlich lohnt. Für jeden weiteren Netzbetreiber sind Ausbau und Betrieb unrentabel.


    Aus meiner Sicht hätte man damals die Ausbauverpflichtungen für die 800er Frequenzen anders stricken müssen, indem man gesagt hätte, dass diese Gebiete von den Anbietern gemeinsam hätten ausgebaut werden sollen. Doch dazu hätte die Bundesnetzagentur ihre Bedenken bezüglich des Teilens von Infrastruktur ablegen müssen.


    Ich frage mich immer, warum sich ein Netzausbau in Deutschland nicht lohnen soll, während in Österreich jedes 300 Einwohner Dorf im einsamsten Tal von zwei Netzbetreibern 2G+4G und von 3AT sogar 2G+3G+L18/21 bekommt. Von massiven Subventionen ist mir nichts bekannt und auch die Preise in Österreich sind jetzt nicht um entsprechende Größenordnungen höher als hierzulande, dass sich das so viel mehr lohnen würde. Wo ist also mein Denkfehler?