Beiträge von autares

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    Original geschrieben von DesertEagle.50
    Gut, diese Argument kann ich weder bestätigen noch widerlegen und nehme es mal so hin.


    Bis dahin haben wird dann aber schlimmstenfalls einen Haufen Renter aus Sozialhilfeniveau, nämlich alle die, die vor der Vollbeschäftigung und vor erreichen des Rentenalters arbeitlos geworden sind und durch die kommende Regelung Ihre Altersvorsorge verbraucht haben. Durch die stetig steigende Lebenserwartung müssen die ja noch einige Jahre vom Staat durchgefüttert werden. Dem stehen dann aber immer weniger AN gegenüber die das finanzieren müssen. Denen gehts bei 45% Rentenversicherung trotz Vollbeschäftigung auch nicht besser.


    Nichtsdestotrotz ist die derzeitige Diskussion um eine kurzfristige Erhöhung der Lebensarbeitszeit m.E. vollig blödsinnig, damit sind nur mehr Arbeitslose 5 Jahre Länge auf ALGII, aber das ist ja schon wieder ein wenig OT.


    Es ist eine Illusion anzunehmen, dass wir in 20 Jahren nur noch Rentner haben. Dieses wird von Demographen auch nie behauptet, allerdings in der Öffentlichkeit so dargestellt. Fakt ist, dass die Deutschen älter werden und aussterben. Fakt ist aber auch, dass die Bevölkerung nicht abnimmt. Stattdessen sind es in Deutschland ansässige ausländische Mitbürger, die das Gleichgewicht halten und Kinder produzieren. Da diese Menschen allerdings nicht in die Rentenkasse einzahlen, wird allmonatlich das Thema Zuwanderung/Einbürgerung diskutiert.


    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von handyfreak999
    Wieso steigen gleich die Löhne, nur weil der Staat weniger ausgibt? Denkst du dann wird der Rentenbeitrag etc. gesenkt?


    Den Privatkonsum kann man doch am ehesten erhöhen, wenn die Arbeitspläte sicher sind, und sich die AN nicht ständig sorgen machen müssen ob sie von einem Arbeitslosen mit 50 Cent Stundenlohn abgelöst werden und sich somit dass neue Haus/Auto etc. auch Morgen noch leisten können.


    Also, für nicht BWLer: Der Staat gibt weniger an Arbeitslosengeld aus, demnach kann das gesparte Geld an anderer Stelle eingesetzt werden. Demnach sollte der Staat zur Ankurbelung der Wirtschaft (und so passiert es auch) als erster mit den Investitionen beginnen, daher auch das Bsp. der Bauwirtschaft als Zünder der Wirtschaft (durch Aufträge aus dem Staatsmonopol an Strassenbauten, Instandhaltung etc.. Rein theoretisch könnte man das auch in die Rüstung stecken, und hier lehrt die Geschichte ja, dass man so ein Wirtschaftswunder herbeiführen kann). Tätigt der Staat Investitionen werden die privaten Unternehmen mitziehen, da normalerweise mit Staatsinvestitionen die Zinsen sinken. Somit steigt im Endeffekt der Lohn, somit der Konsum etc.


    Und es geht sehr wohl um die Entlastung des Staates aus o.a. Grund. Für den Bürger geht es um den Abbau der Arbeitslosigkeit, diese spielt im Staatshaushalt aber keine Rolle, sondern der monetäre Wert dieser Arbeitslosigkeit. Abbau der Arbeitslosigkeit und Staatsentlastung sind somit das gleiche.


    Wenn man hier von den hohen Unternehmensgewinnen momentan spricht und gleichzeitig sagt, dass die trotzdem nicht einstellen, muss man bedenken, welche Verluste einige Unternehmen in den letzten Jahren erlitten haben.
    Ferner ist es wichtig zu bedenken, dass auch ein Unternehmer in gewisser Weise wie ein Privatmensch denkt: Warum soll ich bei ungewisser zukünftiger Lage konsumieren (=investieren=Arbeitsplätze aufbauen)? Nein, einen Anstoss in der momentanen Lage kann nur der Staat geben. Der Staat ist aber pleite, also muss gespart werden.


    Das solche Kausalketten häufig nicht mit der Realität übereinstimmen ist klar, denn keine Theorie gilt in der Praxis als endgültig bewiesen. Dennoch stellt der Anfang einen Aspekt der Praxis dar (staatl. Investitionen).


    Und ich kann Erik in fast allen Punkten aus volkswirtschaftlicher Sicht nur zustimmen.


    greetz,
    autares


    Du argumentierst gut und logisch nach volkswirtschaftlich-sozialen Grundsätzen aber schau dir die Geschichte an: Grossbritannien, quasi-Abschaffung der Gewerkschaften, heute eines der "erfolgreichsten" Länder Europas.
    Das Problem der Deutschen ist, dass sie entweder alles oder gar nichts haben wollen.
    Ich erinner mich noch, wie damals Ende der 90iger über die Verlängerung der Handelszeiten der Börsen gesprochen wurden. Und was machen die Deutschen? Geben richtig Gas und machen bis 1800 auf - alles totaler Quatsch, bis 1830 hätte locker gereicht.


    Also, Hartz IV mag zu drastisch sein, sicherlich, aber für ein Vorgehen in kleinen Schritten ist es zu spät. Das die Kleinen zuerst und am meisten leiden, liegt am System, das wird man auch in einer sozialen Marktwirtschaft nicht ändern können. Willst du den kleinen Mann zum Helden machen, dann brauchst du Planwirtschaft. Bei 40 Mio. Erwerbstätigen müssen einige auf der Strecke bleiben.


    Hatz IV wird kaum Arbeitsplätze schaffen, das ist wohl vielen klar. Doch es entlastet den Staat, und daran ist man interessiert. Der Staat gibt weniger aus, tätig mehr Investitionen, sorgt so für Nachfrage, sorgt so für höhere Löhne, sorgt so für höheren privaten Konsum - du siehst, man kann das Rad auch anders herum laufen lassen ;)


    greetz,
    autares

    Zu begrüßen sind Einschnitte nie, dennoch sind sie notwendig.
    Ich bewundere Schröder dafür, dass er Entscheidungen gegen die Mehrheit trifft.
    Glaubt mir, mir wäre es auch lieber, wir hätten Vollbeschäftigung, eine Rente von 100% und ein tolles Leben - das haben wir aber nicht !
    Und da könnt Ihr auch alle auf die Tische springen und rufen, dass das alles schei*** ist, das wird aber an der Situation, dass wir etwas ändern müssen, dass wir wohl 2-3 Jobs haben müssen, nichts ändern.
    Ich würde auch lieber 20h die Woche arbeiten, €4000 netto verdienen mit 30 Urlaubstagen, so geht es aber im internationalen Wettbewerb nicht.


    Glaub mir, ich wünsche mir bestimmt keine amerikanischen Verhältnisse, doch so, wie es die letzten 40 Jahre in D praktiziert wurde, kann es nicht weitergehen, das ist wohl jedem hoffentlich klar.
    Und anstatt weiter still und leise vor sich hinzuarbeiten, müssen nun einmal Veränderungen stattfinden - ja, müssen!
    Deutschland hat lange genug still und leise versucht, sich dem internationalen Wettbewerb zu entziehen. Glaubt mir, wenn man mit geringen Einschnitten vor 20 Jahren angefangen hätten, dann hätten wir den Salat gar nicht. Nein, da wurde schlicht und einfach gepennt, ja nicht dem Wähler wehtuen. Der Politiker entscheidet für seine Legislaturperiode, bloß nicht verlieren, ja wiedergewählt werden, da versuch ich mal dem Wähler was gutes zu tun, auch wenn es der Allgemeinheit und besonders auf lange Sicht extrem schadet.


    Also, ich warte (und bin immer noch offen) für neue Vorschläge, wie wir den Karren aus dem Dreck ziehen wollen. Anstatt hier nur zu mäkeln, dass die Amis alles falsch machen, solltet Ihr vielleicht überlegen, wie man es denn besser machen kann.
    Aber ich weiss ja, bloß nichts verändern, am besten still sitzen und irgendwann können wir dann hoffentlich wieder aufstehen, der Spuk hat ein Ende und alles ist hoffentlich wieder so wie zu Erhardts Zeiten... :rolleyes:


    greetz,
    autares

    Zitat

    Original geschrieben von DesertEagle.50
    Woher nimmst Du denn diese 1%? Ich denke schon das davon weitaus mehr Leute betroffen sind (aus dem Bauch heraus ohne es belegen zu können). Vor allem mittelbar, schließlich sprechen wir hier (etwas polemisch) von den Ernährern der Familien.
    Außerdem, auch wenn ich nicht von kriegsähnlichen Zuständen ausgehe, ist m.E. das größere Problem, dass die Position der Arbeitnehmerschaft dauerhaft geschwächt wird. Die AG sind jetzt bzw. werden in jeder Beziehung in der stärkeren Position sein. D.h. dann auch, das von den Änderungen nicht nur die Arbeitslosen sondern auch die AN betroffen, Lohnverzicht, Mehrarbeit etc. Wer nicht darauf eingeht wird eben durch eine 50ct-Kraft ersetzt.


    Genaus so ist, da stimme ich voll und ganz zu. Und nur so wirst du wettbewerbsfähig bleiben, zumindest der Versuch ist es wert.
    Warum haben die Menschen in den USA 2 oder 3 Jobs?


    greetz,
    autares


    EDIT: Ach ja, und sowas von einem, der solch einen ersten Satz in der Sig hat :rolleyes:

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    Original geschrieben von matze929
    Zur Zeit meinen eben die meisten Leute es geht ihnen nichts an weil sie ja noch Arbeit haben. Aber das ist ein Trugschluß. Diese Ausspielerei wird kommen was ich oben schon darzustellen versucht habe.


    Und warum wird es so kommen? Ich kann dir auch sagen, dass wir alle in 50 Jahren kein Öl mehr haben - aber das hat man vor 50 Jahren auch schon gesagt. Zukunftsaussagen sind so gut wie unmöglich, alles Spielerei und ein Versuch seine Meinung durchzusetzen und ihr einen Hauch von Seriösität zu verleihen, nur um später sagen zu können "Was hab ich Euch gesagt"!


    Also, da du selber ja auch nicht weiss, wie man etwas verändern sollte, sollten wir wohl erstmal froh sein, dass sich überhaupt etwas verändert...


    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von matze929
    Nicht nur Schröders Mannschaft. Die Schwarzen fordern weit höhere Einschnitte, die sie natürlich jetzt nicht mehr wahrhaben wollen. Frau Merkel traut sich im Osten zur Zeit wegen Wahlkampf ja noch nicht mal über Hartz zu sprechen. Eine echte Alternative weiß ich leider auch nicht. Nur so werden sich irgendwann kriegsähnliche Dinge abspielen und die Kriminalität wird gefördert, das steht fest. Der Osten beginnt sich ja schon zu wehren was zu begrüßen ist. Ich denke eher es ist Zeit für einen Systemwechsel. Zurück zu den Wurzel was Deutschland lange Zeit stark gemacht hat (Soziale Marktwirtschaft). Das Geld dafür ist da nur befindet es sich in Händen einiger wenigen:


    http://www.wsws.org/de/2004/aug2004/harz-a14.shtml


    Tja, das ist wohl das Problem: Es gibt keine Alternativen.
    Kriegsähnliche Dinge - weil 1% der Bevölkerung unter einem neuen Gesetz Einschnitte erleben muss?
    Aber du darfst natürlich Thesen aufstellen, wie wir zu einer sozialen Marktwirtschaft zurückfinden...



    greetz,
    autares

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    Original geschrieben von matze929
    Genau darum geht es. Die Arbeitslosen gegen die Arbeitsbesitzer ausspielen. Nach dem Motto: Arbeitest Du nicht zu meinen Konditionen hole ich mir eben einen der es macht. Und wenn dann noch der geforderte Kündigungsschutz fällt ist gleich Schicht im Schacht. Damit es noch einfacher geht. Nur weiter so....


    Und, wie lautet dein Rezept aus der Misere?


    greetz,
    autares


    P.S.: Und sag jetzt bitte nicht "irgendwie anders, aber nicht so", denn das hilft hier auf keinen Fall weiter