Bei uns wurde in den 90ern das topmoderne HYTAS-System verlegt, d.h. LWL ab der VSt zu den KVZ, bzw. den dort eingebauten ONUs. DSL haben wir erst 2005 bekommen, da neue Glasfasern verlegt und neue MFG an den ONU-Standorten aufgebaut werden mussten. Die Straßen wurden aufgegraben und Leerrohrverbände bzw. Speedpipes vergraben. Dies kommt uns heute beim Glasfaserausbau zugute.
Ich bezweifle sehr stark, dass die in den 80ern verlegten Glasfasern bzw. Topologien für heutiges Breitband sinnvoll nutzbar wären.
Durch den relativ guten FTTC-Ausbau, den es in anderen Ländern vielleicht nicht so gab, konnte man wenigstens schnell viele Anschlüsse mit Breitband versorgen.
Ich hänge selbst an einem wackeligen 100er Anschluss, musste von SVDSL mit 130 Mbits downgraden, da die Verbindung ständig abbrach.
Wenn man sich die Glasfaser-Installationen in andern Ländern anschaut, wird einem teilweise auch ganz schwindelig. In Peru z.B. gibt es oft schon Glasfaser, wie im Beitrag genannt. Bei Freunden in Lima wurde vom Betonmast an der Straße einfach ein Patchkabel (!) übers Dach geworfen, geht an der Außenwand ohne Befestigung herunter und wird dann in den Router gesteckt.
Im Norden Perus, an der Grenze zu Ecuador, hatte ich in einer Unterkunft mit der Inhaberin gesprochen. Ständig fiel der movistar Glasfaseranschluss aus. Bei der Installation der Kabel ist dies kein Wunder.
Da ich schon mehrfach dort war und viele Ecken Perus bereist habe, kann ich sagen, dass dies der Standard dort ist. Hier würde man sagen: quick and dirty.
Man sollte, meiner Meinung nach, die Fakten immer differenziert betrachten. Ja, in Peru gibt es prozentual mehr Glasfaseranschlüsse als bei uns. Aber mit welchem Qualitätsstandard? 😉
Aber btt: ich warte immer noch auf den Glasfaseranschluss 😅 Die Nummer eingesetzte Firma ist dennoch flott und gründlich, habe keine Beschwerden gehört.