Wow, das ist ja ein echtes Mobil-Funk-Netz. Ist so ein MRT womöglich in einigen Fällen billiger als ein fester Standort? Nur aus gutem Willen stellt man die ja nicht mitten in die Pampa, wenn dort keine Großveranstaltung stattfindet.
In erster Linie dient ein MRT dazu, den Kunden in unterversorgten Gebieten möglichst schnell eine Netzabdeckung zu bieten.
Der Faktor Zeit ist hier das Kriterium.
An den Standorten der MRT´s oder deren Umgebung sind aber darüberhinaus auch immer Festneubauten geplant, die den MRT in Zukunft ersetzen.
MRT´s an Großveranstaltungen sind nur auf die Dauer der Veranstaltung beschränkt. Hier sind i.d.R. keine Festneubauten geplant.
Im Kontext zu einem normalen Standort ist so ein Teil quasi genehmigungsfrei. Für Gegenden mit prekärer Politik ideal.
Dem ist nicht so, denn ein MRT benötigt ebenfalls:
-Zustimmung vom Grundstückseigentümer, oder Zustimmung des Gemeinde/Stadtrats
-Zustimmung Ordnungsamt
-Je nach Bundesland und Gemeindesatzung muss ein Bauantrag gestellt werden
-Standortbescheiningung der BNetzA
Es ist vor allem eine quick & dirty Lösung, wenn Zwangsgelder drohen.
Hier in der Gegend sind im Mai/Juni 2020 vier MRTs aufgestellt werden, um die Versorgungsauflagen aus der Auktion 2015 zu erfüllen.
Einer davon wurde in einen festen Mast umgewandelt, bei einem weiteren steht bisher nur der Mast ohne Technik, die beiden anderen dieseln seitdem vor sich hin.
Quick ja, Dirty nein, denn die Technik eines MRT ist 1:1 identisch mit der eines Festneubaus.
Die MRT´s, die "weiter vor sich hin dieseln" stehen vermutlich an Standorten, an denen die Genehmigungen für den Festneubau durch Eigentümer/Gemeinde/Bürgerinitiative länger dauern.