Beiträge von Frank73


    Der Sprit, der aus der Zapfsäule kommt, ist auch bei vielen Tankstellen gleich - trotzdem wird unterschiedlich tarifiert. Warum ist das bei Sprit egal?

    Du vergleichst Äpfel und Birnen. Unterschiedliche Tankstellen von unterschiedlichen Betreibern haben selbstverständlich unterschiedliche Preise. Bei Ladesäulen wird selbst die selbe Säule unterschiedliche Kosten verursachen, je nach dem mit welcher Ladekarte oder App du kommst. An den Zapfsäulen des selben Standortes hingegen kostet der Liter hingegen immer den aktuelle gleichen Preis, egal ob du Bar, mit Girocard oder Kreditkarte bezahlst, und so einfach und transparent sollte es auch sein.

    Den Preiszirkus veranstalten doch die Tankstellen: Preise verändern sich jeden Tag mehrfach, jede hat unterschiedliche Preise.

    Das ist primär bei den "Marken-Tankstellen" so. Die ändern gerne ein pro Tag ein dutzend mal mehr ihre Preise, was man in machen Benzinpreisapps gut nachverfolgen kann. Ich tanke daher an einer freien Tankstelle mit 3-4 Preisänderungen in der Woche.

    An Ladesäulen kann ich mich für einen oder mehrere Ladestromanbieter entscheiden.

    Man kann sich auch alles schön reden. Der Strom der da raus kommt ist der selbe, egal welche Ladekarte ich an die Ladesäule halte. Eine unterschiedliche Tarifierung daher willkürlich und intransparent.

    Ich bin froh, mittels Apps und Ladekarten meinen Ladestromanbieter frei wählen zu können, unabhängig vom Charge Point Operator.

    Ein Liter Benzin ist ein Liter Benzin, und was er kostet steht für jeden sichtbar an der Preistafel und an der Zapfsäule, egal ob ich bar oder mit Giro- oder Kreditkarte bezahle. An den Ladesäulen für E-Autos steht üblicherweise nichts, was es kostet musst du selbst herausfinden, und jede Ladekarte und Ladeaapp verlangt für die selbe kwh Strom einen anderen Preis. Warum man da bei der E-Mobilität so einen Preiszirkus veranstalten muss... verstehe wer will.

    Du glaubst ernsthaft, es verschlechtert die Akzeptanz von Elektroautos, wenn sich ein Käufer eines Autos eine App herunterladen muss, damit er Minimum 20 % sparen kann? Mit der er dann auch noch, Stand heute, nahezu überall problemlos laden kann.

    Die einzige "App" heißt idealerweise Giro- oder Kreditkarte, muss nicht installiert werden, sondern ist eh vorhanden, und funktioniert (zumindest beim Verbrenner) an jeder Tankmöglichkeit, ohne einen einzigen Cent Aufpreis. Das ist der Maßstab, und so und nicht anders muss es auch beim E-Auto sein. Der ganze Zoo aus Apps und Ladekarten ist einfach nur Chaos, und verbunden mit dem Risiko aufs übelste abgezockt zu werden, wenn man mal nicht aufpasst, siehe Posting #2173.

    Du bist Putin, jedenfalls handelst du genau so!

    Danke für die prompte Bestätigung meines Vorwurfes.

    Das ist bedauerlich, da es nicht dazu beitragen wird, die Akzeptanzprobleme der E-Mobilität abzubauen.

    Und genau darum ist es hoffnungslos.

    So wie du denkt ein Großteil der Menschheit.

    Das wird sich auch nicht ändern.

    Ich kann mich ja auch irren, aber was du propagierst hat meinem empfinden nach weniger mit Umweltschutz als mit Ökoextremismus zu tun, der das Leben der Normalbevölkerung nur teurer, umständlicher, und schlechter macht. Das ist tatsächlich nicht sehr angesehen. Wenn das bei dir Hoffnungslosigkeit auslöst... weiß ich auch nicht weiter. Um auf eine politische Floskel zurück zu greifen, die vor Jahren oft gedroschen wurde "Wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind", und damit will ich es auch dabei belassen, da eine Vertiefung dieser Uneinigkeit zu nichts gutem führt.

    Ich habe eher den Eindruck, du bist ihnen nur dann nicht abgeneigt, wenn du nichts von deinem Luxus und deiner Bequemlichkeit einbüßen musst. Das ist menschlich nachvollziehbar.

    Grüne Ideen sollten unser Leben umweltfreundlicher machen, nicht bis aufs letzte (Beispiele dafür habe ich genannt) reglementieren, behindern und schon gar nicht den Menschen die Freiheit nehmen. Darauf reagieren nämlich die meisten (siehe Corona-Lockdowns) auf Dauer extrem allergisch. Aber lass sie nur machen. Der nächste Wahltag kommt bestimmt.

    Und genau durch dieses „das ist doch selbstverständlich“ entziehen wir uns selbst auf Dauer die Lebensgrundlage.

    Ich sehe es genau anders rum. Dieses „das ist doch selbstverständlich“ ist die Grundlage unserer Volkswirtschaft, und damit unsere Lebensgrundlage. Natürlich besteht da hinsichtlich der Umweltauswirkungen noch Optimierungsbedarf, aber das ist kein Grund das Kind mit dem Bade auszuschütten.


    Aber zurück zum Thema Elektroauto, das ist aktuell noch eh noch eine elitäre Angelegenheit, bis familientaugliche E-Autos auf dem Gebrauchtwagenmarkt auf breiter Front zu mit Verbrenenrn vergleichbaren Preisen angeboten werden und damit für einen Durchschnittsverdiener überhaupt zur Option werden dauert noch ein paar Jahre.

    Falls das je so weit sein wird. So wie es bisher läuft schwarmt mir eher, dass (E-)Mobilität ein Vorrecht von "Besserverdienenern" werden, und der Rest abgehängt werden soll. Die Diskussion der letzten Zeit darüber, wie groß eine Wohnung sein darf, wie warm es noch in unserer Wohnungen sein darf, wie oft, wie warm und wie lange wir duschen sollen, und was wir in Zukunft essen sollen, zeigt ja schon offen was manchen da vorschwebt, nämlich eine Ökodiktatur. Manche Grüne jubelten ja schon zu Zeiten der Lockdowns offen, dass die damit einhergehenden Mobilitätsbeschränkungen schon immer ihr Ziel gewesen wären. Das war der Moment, in dem ich mich von dieser Partei innerlich getrennt habe. Nur zur Klarstellung. Ich bin und war grünen Ideen nie abgeneigt, so lange sie auf dem Boden der Realität geblieben sind. Davon, und das zeigt auch die Argumentation mancher hier im Forum, sind wir aber inzwischen sehr weit entfernt.