Hallo,
mit einem Freund zusammen spiele ich in einer Basketball-Mannschaft. Da er beruflich viel unterwegs ist hält er, wenn er in Nähe ist, auch schon mal in dem ein oder anderen Outlet (Deutschland) nach geeignetem Zubehör usw. für unsere Mannschaft Ausschau.
Basketball ist leider eine Randsportart in Deutschland, er sagt das er im allgemeinen von Sportartikelherstellern in Outlets sehr enttäuscht ist, nicht mal so sehr von Preis, sondern oft ist die Auswahl mau.
Kürzlich hatte er speziell mal nach Basketball Artikeln nachgefragt, und die Verkäuferin meinte nie im Vorfeld sagen zu können was täglich an Ware rein kommt. Auf seine Antwort das die Auswahl im allgemeinen doch recht enttäuschend sei, meinte sie, daß viele Artikel direkt in Großposten an Händler mit Schwerpunkt Auktionshandel gehen, und daher nur noch ein Bruchteil in den Outlets an kommt.
Was meint Ihr, hat die Dame recht? Ist es evtl. generell für den Hersteller interessanter die Ware zu einem kleineren Umsatz, dafür aber direkt in großen Posten am Stück zu verkaufen, als selber über die Filialen? Wobei in Outlets natürlich eine Vielzahl von zweiter Wahl Artikel oder Überbestände aus Vorjahreskollektionen angeboten werden, aber was macht ein Hersteller wenn er selbst diese über die Filialen nicht verkaufen kann?
So war ich kürzlich in einem Outlet und verwundert noch so viele Artikel der WM 2006 zu finden (viel Bekleidung), die aber trotz des Alters für mein Empfinden preislich noch recht hoch war.
Wie kalkuliert der Textilhersteller- bzw. Handel grundsätzlich? Wenn er von z.B. 100 Artikeln nur 30 Stück zum vollen VK verkauft hat, macht er dann soviel Gewinn das er die restlichen 70 Stück so viel günstiger verkaufen kann, und wahrscheinlich daran immer noch Gewinn macht? Wenn man die WM 2006 als Beispiel nimmt, also "zeitliche Saisonartikel", warum sind noch so hohe Positionen im Handel allgemeinen verfügbar, aus welchem Grund wird eine so starke "Überproduktion" angestrengt anstatt das Volumen zu reduzieren, um eben später nicht diese Unmengen an Restposten verkaufen zu müßen? Oder sind die reinen Produktionskosten so gering das die Menge des produzierten Artikel gar nicht im Vordergrund steht?
Gruß
JD