Beiträge von jposel

    Wenn man den Markt überhaupt nicht kennt und Alttarife, die man niemandem empfehlen kann, weil sie niemand mehr buchen kann, betrachtet, dann kann Sipgate noch ganz OK aussehen, auch wenn ich einen Anschluss als praktisch wertlos betrachte, wenn ich jederzeit mit einem Wegfall rechnen muss.

    Wertlos ist er Anschluss offensichtlich zumindest für HavilandTuf nicht, sonst würde er ihn ja nicht nutzen. Den Aspekt warum für Homeoffice der Beschäftigte eine Telefonnummer stellen soll und nicht der Arbeitgeber mal ausgelassen, dann freuen wir uns hier auf einen heissen Tip im aktuellen Marktumfeld unter Ausschluss von nicht mehr buchbaren Alttarifen. Meine Vorschläge waren wie skizziert dus.net wenn man eine eigene Rufnummer mitbringt, oder einen o2 Genion/o2 o mit Festnetznummer, allerdings auch beide nicht mehr buchbar. Berndson, nun lausche ich gespannt was aktuell am Markt verfügbar das Nutzungsszenario eingehende Festnetzcalls auf separater Rufnummer abdeckt.

    Ich habe absichtlich für den hier dargestellten Nutzungsfall, also das Vorhalten einer Festnetznummer um für Homeoffice weitergeleitete Anrufe zu empfangen, argumentiert. Die Telekom selbst bietet inzwischen ja gar keine reinen Telefonanschlüsse mehr an, hat das aber durchaus früher, und zwar grundsätzlich nur gegen Grundgebühr. Das war der Punkt den ich aufzeigen wollte. Dass bei heutigen Anschlüssen noch mehr bereitgestellt wird, dass gegebenenfalls die Zuleitung mit einem in der monatlichen Grundgebühr günstigeren Mobilfunkanschluss bzw. einer Prepaid-Karte sowie damit verbundenen höheren Terminierungsentgelten wirtschaftlicher als ein Telekom-Festnetzanschluss gestaltet werden kann ist meiner Meinung nach hier zweitrangig. Tatsache ist dass das Angebot von Sipgate noch immer am Markt einzigartig ist im Sinne es bietet so sonst niemand an (wenn man eine eigene Rufnummer mitbringt kommt das Angebot von dus.net ganz nah, das ist mir bekannt).

    Ich erlaube mir kurz das „Wenn das nicht reicht“ auszuführen, derzeit liegt das Entgelt bei 0,002€/min, für eine Stunde Homeoffice-Anruf erhält Sipgate also ganze 12 Cent. Die Telekom im Gegensatz stellt gar kein Gespräch durch ohne Zahlung einer Grundgebühr von mehreren Euro pro Monat, und würde dann zusätzlich diesselben 12 Cent erhalten für eine Stunde.


    Ja, vielleicht reicht das Sipgate nicht und die Mischkalkulation geht nicht auf wenn nicht auch mal abgehend kostenpflichtig telefoniert wird. Und dennoch profitieren wir hier seit Jahren von Sipgate, sollte man auch nicht vergessen.

    1983 wurde TCP so ausgelegt, dass man eine Verbindung öffnen kann, dann tagelang offline gehen kann, während beidseitig Funkstille gehalten wird, wieder online geht und die Verbindung dann problemlos weiternutzt. Im Falle einer Terminalsession (über SSH) sähe das so aus, dass der Nutzer bewusst keine Eingaben macht und auch der Server keine Ausgaben sendet. Die Verbindung bricht dann anno 1983 selbst dann nicht ab, wenn das Modem abends getrennt wird, der Mitarbeiter nach Hause geht und sich am nächsten Morgen wieder einwählt.


    Hat man aber (CG)NAT dazwischen, muss diese Session vom Gateway für die gesamte Zeit mitgeführt werden. Das wird sie bei 1&1 wegen Adressmangels nur für 10 min. Womit es Testnetz zum Spielen bleibt.

    Nun hat sich seit 1983 im "Internet" auch eine Menge getan, und insbesondere im Interesse des Denial of Service Schutzes sollen TCP-Verbindungen ja gar nicht mehr so lange offen bleiben, denn sie blockieren Serverressourcen. Der weit verbreitete Apache Webserver beispielsweise trennt eine geöffnete TCP-Verbindung nach 300 Sekunden (sofern nichts gesendet/angefordert wird), und bereits nach 5/15 Sekunden wenn eine Anfrage gesendet wurde.

    Gesundes neues Jahr! Dieses Jahr am südlichen Rand von Ingolstadt gewesen, trotz gut 45 Minuten Feuerwerk keine Probleme bei Anrufen mit o2, Aufbau direkt und keine Unterbrechungen. Sorry, kein Speedtest, dafür der Blick aus dem Fenster.


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    OT: Zahlung der Gebühr bei Abholung?! Das habe ich ehrlich gesagt in Jahrzehnten nicht erlebt, weder in Bayern, Berlin noch MV… Bezahlt wird bei Antragstellung vollständig, sonst erfolgt keine Bearbeitung.


    BTT: die Berliner Bürgerämter (mindestens in Charlottenburg-Wilmersdorf, sowie auch das LaBo Kfz-Zulassung Lichtenberg), und das äusserst freundliche und kompetente Amt Laage in MV akzeptieren Kreditkarten von Visa und MasterCard.