Das ist aber nicht realistisch. Der normale, also durchschnittliche Mensch steht morgens auf und hat dann den Tag vor sich. Er wird nicht den ganzen Tag nichts essen und dann erst abends etwas. Er wird also tagsüber schon einiges gegessen haben und damit nicht bis zum Abend warten.
Damit ist die weitere Mahlzeit abends einfach zuviel. Je später die stattfindet, desto wahrscheinlicher ist es, dass er entweder bis dahin nochmal nachmittags was gegessen hat oder eben nichts, dafür aber abends noch mehr Hunger hat und entsprechend mehr isst.
Macht es doch nicht immer so kompliziert und mathematisch, sondern denkt doch mal alltagsrealistisch und praktisch!
Besser ist es, eben lieber früher abends etwas zu essen, aber natürlich keine Unmengen und dann danach nichts mehr zu essen,
So isst man in der Summe gesehen über den Tag weniger.
Und i.d.R. wird mein Aktionsgrad abends nciht mehr sehr hoch sein, so dass ich dann das Gegessene auch nicht mehr ausgleichen kann. Nachts, wenn die Systeme runtergefahren sind, sowieso nicht.
Nichtsdestotrotz kann ich dieses "Das ist doch alles Blödsinn!"-Pauschalisiere irgendwie nicht richtig akzeptieren. Ich glaube nicht, dass es egal ist, wann man isst und was man isst, solange man nur die Kalorien einhält.
Für mich ist der Schlüssel zum Abnehmen der:
- bewusster essen, also nicht unkontrolliert dies und das und jenes
- besser ausgewählte Dinge essen: weniger Süsses, weniger Fettiiges, weniger Alkohol
- insg. weniger essen, rein mengenmäßig
- lieber mehr trinken, vor allem vor Mahlzeiten
- deutlich mehr Bewegung, am besten 1-2mal die Woche mind. 45 Minuten Bewegung wie Laufen, Nordic Walking, Radfahren. Aber auch sonst einfach eher mal laufen, als mit dem Auto zu fahren. Freiwillig und zusätzlich in den Keller gehen, die Wäsche holen, als das zu machen, wenn man eh unten ist.
- Dinge essen, die leichter verdaulich sind, aber dennoch satt machen und von denen man länger satt bleibt
- mehr Obst und Gemüse
- zu trinken möglichst nur Wasser oder auch Kaffee, aber ohne Zucker und mit wenig und/oder fettarmer Milch
Es sind die kleinen Dinge, die zählen und es ist der Wille und die Disziplin, die einen zum Erfolg führen.
Und wenn man dann die Erfolge sieht, wird es ein Selbstläufer.
Aber Achtung: um den Jojo-Effekt zu vermeiden, ist es imho auch wichtig, sich nicht zu kasteien. Dann was man sich monatelang vorenthalten hat, will man hinterher um so mehr. Also lieber ab und zu mal den Gelüsten nachgeben! Es darf nur nicht einreissen.
Dann das Gewicht nach Abnahme zu halten, finde ich zehnmal schwerer, als abzunehmen.