Saletti: Ich fahre VW Golf. Also etwa im unteren Viertel zwischen den beiden Welten die zwischen Fiesta und M3 liegen.
Und ich habe ehrlich gesagt selten das erlebt, was Du beschreibst.
Bin mit meinem Golf in 1 3/4 Jahren 83000 km gefahren. Vorwiegend Autobahnen und Bundesstrassen. Auch Bundesstrassen ohne Tempolimit.
Deine Erfahrung habe ich wie gesagt sehr selten gemacht. Wenn man vorausschauend fährt, früh genug blinkt - egal ob man nach rechts oder links will- und lange genug den rückwärtigen Verkehr beobachtet und richtig einschätzt, dann ist das von mir beschriebene sehr häufig problemlos möglich.
Im übrigen kann man auch mit einem Fiesta mit 60 PS (bin ich selbst 4 Jahre und 100000 km gefahren) beschleunigen. Man darf eben nur nicht halbherzig bei 130 im 5ten Gang Gas geben sondern muß früher schauen, in den 4ten schalten und Vollgas die Kiste hochdrehen. Dann kommt man auch im Fiesta voran. Wenn man sein Auto nicht so scheuchen will, dann muß man eben seine gesamte Fahrweise anpassen. Das heisst: rechts bleiben wo es nur geht ! Der Verkehr auf der linken Spur hat im Schnitt locker 160 drauf, Tempo pendelt zwischen 140 und 230. Da darf ich mit einem Fiesta nur dann rüber wenn ich keinen links massiv behindere.
Ich denke, als ehemaliger Fahrer eines solchen Autos kann ich das ohne Vorurteile und Vorbehalte sagen. Und es hat jahrelang gut geklappt.
Man muß eben nur Übersicht über den Verkehr haben, sein Auto kenne und sehr umsichtig fahren. Und außerdem auch mal Gas geben und runter schalten wenn es nötig ist.
Daß ich nach dem "Platz machen" nicht mehr auf die linke Spur kam ist mir bisher sehr selten passiert. Lange blinken, drüben bleiben, zeigen daß man rüber will und so beschleunigen, daß der rückwärtige Verkehr nicht nur Deinen Willen sondern auch Deine Fähigkeit erkennt. Und dann lässt Dich auch eine Mittelklasselimousine raus und er muß dabei noch nicht einmal bremsen oder stark das Tempo verzögern. ![]()