Es nach etlichen Tagen wieder auf zu wärmen, trägt aber nicht zur Deeskalation bei.
Es ist doch gut, dass manches eine sehr kurze Halbwertzeit hat.
Beiträge von Jochen
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Ich würde es eher als "flüssig" bezeichnen, als als "eintönig".
Da bin ich vollkommen anderer Meinung, was das mit der erhöhten Aufmerksamkeit angeht. -
Der passt doch da überhaupt nicht hin.
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Zitat
Original geschrieben von 1233321918
Oder sterben am Ende duch unaufmerksameres Fahren jetzt auf einmal mehr?Ist das kausal zu verstehen, also geringeres Tempo führt zu weniger Aufmerksamkeit?
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Naja, ewig kann es ja auch nicht so weiter gehen.
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Zitat
Original geschrieben von 1233321918
Moin.
Ich bin gegen ein Tempolimit. Wenn die Unfallzahlen in D hoch wären, wäre ich anderer Meinung, sind sie aber nicht. Deswegen ist auch der Vergleich mit den waffenverliebten Amerikanern völlig am Thema vorbei.Und was spricht dagegen, wenn man die Zahlen eventuell durch ein Limit weiter senken könnte?
Zitat1.) Ein allgemeines Tempolimit ist eine absolut stupide Angelegenheit. Es lässt völlig außer Acht wieviel Verkehr herrscht, wie gut die Autobahn ausgebaut ist und wie das Wetter ist. Es macht überhaupt keinen Sinn jemandem vorzuschreiben, dass er 130 fahren muss, wenn die Gegebenheiten auch 180 zulassen.
Drehen wir den Spieß doch zum Spaß einfach mal herum: woher kommt die Annahme, dass man es erlauben muss, schneller als 130 fahren zu dürfen?
Das wird oft als selbstverständlich angenommen, obwohl es das doch gar nicht unbedingt selbstverständlich ist, wie man anderswo sieht. Nur, weil wir Deutsche kein generelles Tempolimit kennen, ist das doch nicht so selbstverständlich wie die Erlaubnis, zu atmen.Mit 2.) und 3.) bin ich fast ausschliesslich einverstanden.
Zitat4.) Der Werbeeffekt für unsere Autoindustrie im Ausland durch den Ruf der Autobahn ist tatsächlich nicht zu unterschätzen. Und davon leben Millionen Menschen. Ebenso ist unser Autobahnsystem ein Aushängeschild für Deutschland. Man wird nicht abgezockt und nicht dümmlich bevormundet. Deswegen bin ich auch gegen eine PKW-Maut.
Das wiederum halte ich angesichts der wahrscheinlich (was noch zu beweisen wäre, aber rein theoretisch auf der Hand liegt) höheren Verkehrssicherheit für ein zu vernachlässigendes Argument. Die Tatsache, dass man z.B. in China gerne BMW kauft, liegt mit Sicherheit nicht in so hohem Maße daran, dass sich der Chinese denkt "Die in D dürfen so schnell fahren, wie sie wollen.". Wenn er das überhaupt weiss. Dazu gibt es aber bestimmt Zahlen von Wirtschaftsanalysten und aus der Industrie selbst. Das kann ich nicht beurteilen.
Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft gegen Sicherheit auf zu wiegen, finde ich aber erstmal heikel.Wenn ich als einigermaßen neutral zum Thema Tempolimit eingestellter Mensch (zugegebenermaßen habe ich mittlerweile eine leichte Tendenz pro Limit, bin allerdings weiterhin weder klar für noch klar dagegen, sondern eher ambivalent), mal sehe, was für Argumente der Limitgegner so bringen, dann finde ich die weitestgehend ziemlich schwach.
Vielmehr habe ich den Eindruck, dass das Thema hauptsächlich als Beschneidung von Freiheit angesehen wird und das ist - verständlicherweise - immer erstmal unangenehm.
Muss es aber auf lange Frist nicht wirklich sein. -
Oder hat durch das grössere Händlernetz von vorne herein bessere Karten.
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Diese Zahlen erscheinen mir ziemlich willkürlich und zurecht gelegt, damit sie in eine Argumentation passen. Es geht im Übrigen nun mal nicht immer nur darum, eine Strecke in möglichst kurzer Zeit zurück zu legen, sondern einfach nur darum, sie zurück zu legen und gut und entspannt an zu kommen.
Der Witz ist doch gerade, dass es eben kaum möglich ist, mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit in der Spitze auch eine im gleichen Maße höhere Durchschnittsgeschwindigkeit zu fahren. Derjenige, der sich immer mal wieder mit 160, 180 "abhetzt", kommt genauso irgendwann in die 80er-Baustelle oder ins 100er-Limit wie derjenige, der konstant Tempomat 120, 130, 140 fährt. Und da es so viele Baustellen, Begrenzungen etc. sind und diese oft auch noch so lange gelten, verliert er im Schnitt wieder mehr, als er im gleichen Maße je wieder heraus fahren kann.
Wer das abstreitet, sollte sich selbst mal hinterfragen, ob er sich denn nie ärgert, wenn er es eilig hat, es eben gerade doch mal recht flott ging, dann aber schon wieder ein Limit kommt.
Man ärgert sich, weil es einen einbremst und die gewonnene Zeit gerade wieder verrinnt.Ich jedenfalls finde, dass dieser Unterschied nicht grundsätzlich (es gibt durchaus Situationen, s.o. Pirna!) das höhere Risiko, den höheren Verschleiss, die grössere Anstrengung, den Zeitgewinne und den höheren Verbrauch rechtfertigt.
Ich fahre seit 20 Jahren Auto und wenn es eine Lehre gibt, die ich aus meiner schnellen Phase gezogen habe, dann ist es die.
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Da oben wohnt ja auch niemand.
Zitataber da wurde es anstrengend sich auf die Fahrbahn zu konzentrieren.
Siehste!
Ich lese fast immer im Zusammenhang mit langsamerem Fahren auch "nervig" oder "nervend".
Das scheint ein grösserer Faktor zu sein.
Und da sind wir wieder bei der Gewöhnung. Ich fand es früher auch nervig, so langsam zu fahren. Man hatte das Gefühl, irgendwie nicht voran zu kommen. Dabei war es eigentlich fast immer völlig wurscht, ob man nun nach z.B. 1:35 h ankam oder nach 1:45 h. Oder nach 4:30 oder 5h.
Es war mehr so ein subjektiver Eindruck, langsam zu sein.
Viel mehr aber auch nicht. Objektiv war es dafür ganz klar anstrengender, riskanter und man hat mehr Sprit verbraucht. -
Warum braucht man bei 160-180 nur 1 Pause, aber mit 120 2 Pausen?
Ich bin Mitte Dezember an einem Tag von Lyon nach Pirna gefahren. Lyon bis Mainz max. 140, ab Mainz dann nach Dresden, so schnell es ging, da es echt pressierte ohne Ende.
Und abgesehen vom Verkehr und dann der einbrechenden Dunkelheit auf der Strecke Mainz- Pirna, die schon gesammelten km und Stunden und dem Grund, warum es pressierte war selbstverständlich die Geschwindigkeit der Hauptfaktor dafür, dass die zweite Strecke um ein Vielfaches anstrengender war.
Wie gesagt, ich kann dem Argument überhaupt nicht folgen.
Es ist doch vollkommen logisch, dass es anstrengender und ermüdender ist, schneller zu fahren, als langsamer. Das Hirn muss doch dem erhöhten Tempo "folgen", alles noch schneller wahrnehmen, Entscheidungen noch schneller fällen, man muss noch vorausschauender fahren usw. usf..