Beiträge von derAL

    Zitat

    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Ich stelle mal folgende Frage, die ich gerne mal beantwortet hätte: Warum nimmt man trotz des Artikels 16a GG Flüchtlinge aus Österreich (einem EU-Mitgliedsstaat) auf?


    Das kann Dir die Bundesregierung oder Frau Merkel, welche die Richtlinienkompetenz mit Akzeptanz des Bundespräsidenten hat, wohl ausführlich erläutern.


    Meiner Einschätzung nach deshalb -wenngleich ich nicht für die Bundesrepublik Deutschland sprechen kann-, um einerseits Österreich zu unterstützen, die humanitäre Katastrophe zu bekämpfen und andererseits, um einen Betrag zur Stabilisierung der Balkanländer zu leisten, deren gegenseitige Feindseligkeiten gerade wegen der Flüchtlingskrise wieder drohen, aufzuleben.

    Zitat

    Original geschrieben von Nokiahandyfan
    Wie kommst Du jetzt darauf? Vielleicht hast Du mich falsch verstanden. Ich habe nicht gesagt, dass unser geltendes Recht schlecht ist. Ich habe gesagt, dass es in der derzeitigen Situation nicht angewendet wird (Artikel 16a GG und Dublin III).


    Ich stelle folgenden Gedankengang dazu;


    Man denke an die Begriffe Rechtsfortbildung, Rechtsentwicklung, Gleichheitsgrundsatz und (im negativen Sinne an die) Rechtsbeugung.


    Auszug aus Wikipedia:


    'Der Jurist Reinhold Zippelius beschrieb die Schwierigkeiten der Suche nach einer idealen Verwirklichung des Gleichheitssatzes wie folgt:


    „Wo Gesetzgeber und Richter die für sie offengelassenen Fragen der Gleichbehandlung entscheiden, nehmen sie daran Anteil, … die lebendige Rechtskultur dieser Gemeinschaft weiterzubilden.


    Im Fluß der Zeit findet sich der Jurist hier in einem immer wieder neuen Szenario von Bedürfnissen, Nöten und Machtsituationen und von Ideen, die ihm bald als überzeugender Ausdruck neu gewonnener Einsicht erscheinen, bald ihn im Zweifel lassen, so daß er nach seinem persönlichen Rechtsgewissen, in Grenzfällen auch in einem rechtsethischen Wagnis entscheiden muß, ungewiß, ob er die bessere Gerechtigkeit gefunden hat.


    Das Ideal im Herzen, bleibt dem Juristen das Los, für immer nach der vollkommenen Verwirklichung der Gleichheit nur zu suchen; in immer neue Realisierungen der Gleichheit sich verliebend, ist er dazu bestimmt, ein ewig ruheloser Don Juan der Gerechtigkeit zu sein.“'


    Dieses Spannungsfeld strahlt mMn indirekt auch in diese geführte Debatte, 'was richtig' oder 'was falsch' ist.

    Zitat

    Original geschrieben von handyman1981


    .. Zu den (Co-) Moderatoren:


    Vielleicht bringen sich ja einige User wieder (ungeschickt) dazu ins Gespräch! ;)


    Ganz sicher nicht. Es gibt viele Personen, die dafür in Frage kommen würden. Wir sprechen hier ja nicht von Moderatoren im klassischen und bisher gewohnten Sinne. Es geht um Themen-Moderatoren oder wie auch immer man sie nennen mag. Wichtig ist an der Stelle eine stabile und integre Ergänzung.


    Unabhängig davon stellt sich die Frage nach dem Mengengerüst. Um so etwas ordentlich zu handeln, sprechen wir von mindestens 10-20 Personen, die man dafür gewinnen müsste.


    Und falls Du mich persönlich meinst: Ich bin ja hier mittlerweile nicht einmal mehr Premium-Mitglied, weil ich diese Mitgliedschaft nach vielen überzeugten Jahren mit einer Protestnote versehen wegen des schleichenden Verfalls und meiner persönlichen Unzufriedenheit darüber aufgekündigt habe. :p ;)
    Ich bin eine sehr konsequente Person. Auch mangelt es mir wirklich nicht an Möglichkeiten, mich wo einzubringen.


    Aber ich engagiere mich natürlich offen, für diesen Weg hier zu werben, weil ich ihn für richtig halte.
    Unabhängig, ob man ihn bei TT verfolgt, ggfs. später mal verfolgen wird oder eben nicht verfolgt.


    Ideen, Anregungen oder innovative Vorschläge müssen regelmäßig eingebracht werden, damit man darüber auch im Kontext der Entwicklungen nachdenkt. Und manche Überlegungen müssen erst reifen. YouTube-Einbettungen benötigten auch eine gewisse Zeit, bis sie hier Realität geworden sind.

    Ich denke, dass es neben/einhergehend mit der Null-Toleranz-Strategie ebenfalls eine Strategie aus Integration/Förderung/Forderung geben muss.


    Nur beides in Kombination halte ich für wirkungsvoll.


    Auf der einen Seite schaffst Du multiplikative Positiv-Fälle, die Anreize für andere schaffen und ihnen die Chancen unseres Gesellschaftsmodells aufzeigen und auf der anderen Seite schaffst Du eine Art von Motivation, sich an die Spielregeln einer modernen Gesellschaft zu halten.


    Aber das geht nicht, wenn man Menschen von vornherein pauschal als Gefährdung und Unglück klassifiziert, ohne Ihnen eine Chance der Integration zu gewähren.


    Auszug:


    'Die Stigmatisierung der Banlieue als 'sozialer Brennpunkt’ oder 'Ghetto’ hat darüber hinaus dazu geführt, dass die räumliche Konzentration sozialer Probleme selbst zur Ursache für Ausgrenzung und Benachteiligung geworden ist. So haben viele Studien gezeigt, dass die Bewohner der Problemgebiete aufgrund ihres Wohnortes beim Eintritt in das Berufsleben sowie bei der Wohnungssuche außerhalb der Problemviertel diskriminiert werden. Diese Diskriminierungen betreffen in besonderem Maße Migranten, die mehr als die Hälfte aller Vorstadtbewohner stellen. '


    Bedeutet, dass Menschen, welche da wohnen, von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Dadurch verstärken sich die Brennpunkte.

    Gerade das ist der springende Punkt. Ich denke, dass man diese mit Tutorials und durch eine Teil-Moderation (thematisch, nicht administrativ) wiederbeleben kann.


    Bei TT machen es derzeit vier Personen; eine unglaublich herausfordernde Aufgabe.
    Es ist ja nicht so, dass sie es nicht theoretisch können; sie schaffen zu viert einfach die Menge nicht mehr.
    Deshalb geht der Anteil an Moderation nachvollziehbar zurück und es wird nur noch das Notwendige abgearbeitet, das zu schaffen ist.
    Zumindest ist das mein Eindruck.


    Wenn das Team bereit wäre, zu einem Teil 'loszulassen' und durch Co-Moderatoren zu ergänzen, könnte das gelingen.


    Den Co-Moderatoren würde die Aufgabe zufallen, die Diskussion durch tatsächliche thematische Moderation zu beleben, in dem sie durch ihr Agieren andere dazu motivieren, sich an den Diskussionen rege(r) zu beteiligen.


    Die Mods arbeiten hier überwiegend nur noch organisatorisch/disziplinarisch, weil sie das andere kaum noch stemmen können. Und das ist kein Vorwurf, sondern nachvollziehbare und verständliche Logik.


    Wenn aber ein paar Co-Moderatoren aktiv neue Diskussionen/Impulse einbringen, andere zu Beiträgen motivieren und TT mit neuem Stoff anreichern, dann könnte das insgesamt TT wieder beleben.